Arnika - Anwendung nach Maria Treben
Arnica montana

Die Echte Arnika wurde zur Blume des Jahres 1986 und zur Arzneipflanze des Jahres 2001 gewählt. Die Arnika gilt als Giftpflanze.

Wirkung

Arnika ist seit langem für ihre schmerzlindernde und heilende Wirkung bei Gelenkschmerzen, Prellungen und Blutergüssen bekannt. Die innerliche Anwendung sollte ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht geschehen. Arnika wirkt durchblutungsfördernd und bei einer Herzleistungsschwäche belebend. Dazu muss aber richtig dosiert werden.

Anwendungsformen

Arnika Salbe, Arnika Tinktur, Arnikaöl, Arnika als Bestandteil einiger Mischtees

Für die äußerliche Anwendung wird eine Arnika-Tinktur benutzt, die in erster Linie aus den Blüten gewonnen wird. Die Tinktur darf nur verdünnt verwendet werden. Bei einer Behandlung mit unverdünnter Essenz kann es zu Hautrötungen oder zu Blasen kommen. Alternativ zur Tinktur kann man auch Arnika-Salbe verwenden.

Arnika steht unter Naturschutz und darf in der freien Natur nicht gesammelt werden! Arnikapflanzen kann man selber in einem Pflanzgefäß oder im eigenen Garten ziehen. Diese darf man dann auch beliebig verwenden. Arnikasamen sind online erhältlich. Beim Kauf von Samen ist darauf zu achten, dass es sich um die Echte Arnika (Arnica montana) handelt. Wenn man keine eigenen Pflanzen heranziehen möchte kann man im Handel getrocknete Arnika-Blüten bestellen.

Arnika Salbe

Die Salbe wird kann bei bei Prellungen, Verstauchungen und Quetschungen verwendet werden. Arnikasalbe mildert Entzündungen und kann Linderung bei schmerzenden Muskeln und Gelenken sowie Schwellungen der Haut verschaffen.

Herstellung der Arnika-Salbe:

  • Man schneidet Arnika in der Menge von einer gehäuften Doppelhand klein
  • Jetzt werden 250 g Schweineschmalz erhitzt
  • Man rührt die klein geschnittenen Kräuter in das heiße Schmalz ein und zieht nach kurzer Zeit die Pfanne vom Herd
  • im nächsten Schritt wird die Pfanne abgedeckt und über Nacht stehen gelassen
  • Am Morgen wird das Ganze leicht erwärmt und mittels Leinentuch gefiltert
  • Die noch warme Salbe wird in einen Tiegel oder in ein Glas gefüllt.

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Arnika-Tinktur

  • Regeneriert das Gewebe nach Stürzen oder Stößen
  • wirkt bei blauen Flecken, Blutstauungen, Verstauchungen, Verrenkungen und Quetschungen
  • wirkt bei Akne und in manchen Fällen bei Furunkeln

Herstellung der Arnika-Tinktur nach Maria Treben:

  • Man dreht die gelben Blütenblätter aus dem grünen Hüllkelch heraus und füllt diese in eine Flasche.
  • Ist die Flasche zu etwa zwei Dritteln mit Blütenblättern gefüllt, wird Kornbranntwein (38-40%iger) über die Blüten gegossen.
  • Die Flasche wird fest verschlossen an einen warmen Platz für 14 Tage gestellt.
  • Nun wird ein Teil der Essenz abgeseiht und in kleinere Flaschen gefüllt.
  • Die große Flasche kann mit Alkohol aufgefüllt werden. Sie bleibt weiterhin stehen.
  • Die Hälfte des Arnika-Ansatzes wird mit einem 75 %igen Weingeist aus der Apotheke konserviert und mit abgekochtem und ausgekühltem Wasser verdünnt.

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Arnikaöl

Arnika-Blüten werden in eine Flasche gefüllt und mit Öl übergossen. Die verschlossene Flasche wird für drei Wochen an einen warmen Platz gestellt.

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Mischtees mit Arnika

Arnika ist auch Bestandteil einiger Mischtees.

Anwendungsgebiete der Arnika nach Maria Treben

Arnika kann bei folgenden Krankheiten und Beschwerden angewendet werden:

Angina pectoris

Man massiert die Herzgegend mit einer Arnika-Essenz leicht ein.


Augenschmerzen

Die Augenwinkel und die geschlossenen Augenlider werden täglich mehrmals mit einigen Tropfen Arnika-Essenz eingerieben.


Bluterguss

Die betroffene Stelle wird mehrmals täglich mit Arnika-Essenz eingerieben.


Deformierungen der Hände

Deformierte Händen werden mit Arnikaöl eingerieben. Sind die Handflächen verhärtet oder verwachsen, reibt man sie mit Arnika-Essenz ein.


Herzinfarkt, Herzschaden, Kreislaufschwäche

Bei Herz- und Kreislaufbeschwerden hat sich der Mischtee 2 bewährt.


Herzkranzgefäßverengung

Die Herzgegend wird leicht mit Arnika-Essenz eingerieben. Dies empfiehlt sich auch bei nervösen Herzbeschwerden. Betroffene spüren direkt eine beruhigende Wirkung.


Menstruationsbeschwerden

Der Mischtee 1 sollte über längere Zeit getrunken werden, selbst wenn sich die Menstruation normalisiert hat.


Nagelbettentzündung

Man streicht täglich das entzündete Nagelbett mit Arnika-Essenz ein.


Prellung

Die betroffene Stelle wird mit Arnika-Essenz eingerieben.


Quetschung

Die betroffene Stelle wird mehrmals täglich mit Arnika-Essenz eingerieben.


Sehschwäche

Um die Sehkraft zu stärken wird mehrmals täglich Arnika-Essenz in die Augenwinkel und Augenlider eingestrichen.


Stichwunden, Stoßverletzungen und Insektenstiche

Man reibt auf die betroffene Stelle Arnika-Essenz ein. Vorher sollte unbedingt Ringelblumensalbe aufgetragen werden.


Verletzungen

Die betroffene Stelle wird mit Ringelblumensalbe eingecremt, bevor mit einer Auflage aus den alkoholgetränkten Blütenblättern der Arnika-Tinktur behandelt wird.


Verstauchungen und Verrenkungen

Die betroffene Stelle wird mit Arnika-Tinktur (Essenz) eingerieben. Man kann auch die alkoholgetränkten Blütenblätter der Tinktur auf die schmerzende Stelle legen.


Warzen

Die Warze wird mehrmals täglich mit Arnika-Essenz behandelt. Dazu wird ein Wattebausch mit der Essenz getränkt und kräftig auf die Warze gedrückt.


Wechseljahresbeschwerden

Der Mischtee 1 wird über eine länger Zeit getrunken.


Wunden

Eine frische Wunde wird mehrmals täglich mit Umschlägen von Arnika-Essenz behandelt. Bevor der Umschlag aufgelegt wird, sollte die Haut mir Johannisöl oder Kamillenöl eingerieben werden.

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