Fliegen und Mücken

Amsel

Fliegen und Mücken haben etwas gemeinsam: Sie besitzen zwei Vorderflügel, aber sie haben keine Hinterflügel. Die hinteren Flügel sind kleine sogenannte Schwingkölbchen, mit denen sie steuern können.

Der Körperbau der Fliegen ist meistens kräftig. Die Augen sind groß und die Fühler klein. Sie haben stechend-saugende oder leckend-saugende Mundwerkzeuge. Die Lippen können teilweise schneidend mitwirken. Dadurch ernähren sie sich nur von verflüssigter oder flüssiger Nahrung.

Mücken sind feingliedrig und zart gebaut. In der Regel besitzen sie fadenförmige Fühler. Sie haben entweder stechend-saugende oder verkümmerte Mundwerkzeuge. Sie spritzen beim Saugen gerinnungshemmende Stoffe mit dem Speichel in die Wunde.

Mücken und Fliegen sind Krankheitsüberträger. Ihre Opfer können sich unter anderem mit der Schlafkrankheit, dem Fleckfieber oder Malaria infizieren. Fliegen haben mitunter Keime an den Füßen hängen, die sie in Wunder oder auf  Lebensmittel übertragen können.

Schmeißfliege (Calliphora vormitoria)

Kurzcheck
  • Blau schillernde, mittelgroße Fliege • Gedrungener Körperbau • Breiter Kopf und große Augen • Hinterleib metallisch blau

Aussehen

Die Schmeißfliege wird zwischen 10 und 14mm lang. Ihr Körperbau ist gedrungen und sie fällt durch ihre blau schillernde Färbung sowie ihren metallisch blauen Hinterleib auf. Der komplette Körper ist weißlich bereift.

Am breit-ovalen Kopf sitzen die braunen, großen Augen und die kurzen Fühler. Die Männchen haben an der Stirn einen rotbraunen bis dunkelbraunen Streifen.

Auf der dunkelblauen, behaarten, schildförmigen Brust sind feine Längsstreifen erkennbar.

Die Flügel sind einfach geadert, groß und transparent. Die deltaartig nach hinten gerichteten Flügel überragen den Hinterleib.

Lebensweise

Schmeißfliegen besuchen Aas, Kadaver, Fäkalien, organische Abfälle und auch Blüten. Sie legen dort ihre Eier ab, wobei sie die Eier auch an verrottendes Pflanzenmaterial oder an ungeschütztes, offenes Fleisch ablegen.

Die Larven ernähren sich von organischen Stoffen. Lebendes Gewebe fressen sie nicht.

Lebensräume

Schmeißfliegen kommen sehr häufig vor und sind fast überall verbreitet. Sie leben in Siedlungen sowie in freier Natur.

Goldfliege (Lucilia caesar)

Kurzcheck
  • Grün schillernde, mittelgroße Fliege • Kräftige Behaarung auf Hinterleib und Brust • Rote, sehr große Augen

Aussehen

Die Goldfliege hat einen gedrungenen Körperbau und wird zwischen 6 und 11mm lang. Der Körper ist weißlich überstäubt.

Am breit-ovalen Kopf sitzen sie roten, sehr großen Augen. Die lang-schildförmige Brust ist schwarz beborstet.

Der Hinterleib ist breit und kurz und ist mit schwarzen, langen Haaren überzogen. Die Flügel sind deltaförmig nach hinten gerichtet.

Auffällig ist die grün schillernde Färbung, die je nach Alter variiert: Junge Goldfliegen haben eine smaragdgrüne Färbung mit dunkelgrünem Schimmer; alte Fliegen sind kupfergrün gefärbt und schimmern rötlich.

Lebensweise

Goldfliegen lieben die Sonne und die Wärme. Sie besuchen Blüten und ernähren sich vom Nektar sowie von Zuckersäften und Pilzschleim.

Sie legen ihre gelben Eier an offenes Fleisch (somit auch in Wunden), Kadaver und Fäkalien.

Die Entwicklungszeit der Maden dauert nur eine Woche.

Lebensräume

Goldfliegen kommen sehr häufig vor. Sie leben in Siedlungen und in der freien Natur.

Fleischfliege (Sarcophaga carnaria)

  • Graue, mittelgroße Fliege mit schwarzen Streifen • Körper mit schwarzer, aufrechter Behaarung • Stark einkrümmbarer, gescheckter Hinterleib

Aussehen

Fleischfliegen haben einen kräftigen Körperbau und werden bis  zu 14mm lang.

Der Körper hat eine matte graue bis braune Grundfarbe.

Auf Brust und Kopf befinden sich schwarze Längsstreifen. Auf dem Hinterleib sind helle Flecken und schwarze Querstreifen sichtbar.

Der Kopf hat von oben betrachtet eine stumpf-dreieckige Form. An ihm sitzen die roten bis rotbraunen, großen Augen.

Die beim Männchen schmale und beim Weibchen breite Stirn steht hervor.

Hinterleib, Kopf und Brust sind mit schwarzen, aufrechten Haaren bestückt.

Die transparenten, wenig geaderten und fein genarbten Flügel sind deltaförmig nach hinten gerichtet.

Lebensweise

Fleischfliegen ernähren sich von süßen Frucht-, Baum- und Blütensäften sowie von Honigtau.

Sie legen keine Eier ab, sondern gebären lebend. Die Larven werden an ungeschütztes Fleisch abgesetzt.

Das Fleisch wird von den Larven mittels Enzyme verflüssigt, sodass sie sich dort eingraben können.

Oftmals leben die Larven aber als Parasiten in Regenwürmen. Ebenso leben sie in Fäkalien und Aas.

Lebensräume

Fleischfliegen kommen sehr häufig vor und leben in Siedlungen und in der freien Natur.

Dungfliege (Scatophaga stercoraria)

Kurzcheck
  • Gelbe und stark behaarte Fliege • Rote Stirn und Augen • Flache Flüge, die parallelseitig über dem Hinterleib liegen

Aussehen

Dungfliegen werden zwischen 5 und 10mm lang und fallen durch ihre gelbe Grundfärbung sowie ihre starke Behaarung auf.

Der rundliche Kopf ist deutlich von der braunen bis grauen Brust abgesetzt. Stirn und Augen sind rot. Die breite Fühlerborste steht abgespreizt vom Kopf.

Die gelb bestäubte Brust ist mit zwei dunklen Längsstreifen versehen. Sie ist gelb und fein behaart und trägt einzelne, schwarze Borstenhaare.

Die abgespreizten Beine sind sehr lang und die Oberschenkel tragen eine gelbe, dichte Behaarung.

Der Hinterleib ist mit einem fellähnlichen, grüngelben bis goldgelben Haarkleid überzogen.

Die langgestreckten, bräunlichen Flügel sind am hinteren Ende gerundet. In Ruhestellung liegen die Flügel flach und parallelseitig auf dem Hinterleib.

Lebensweise

Dungfliegen besuchen Blüten und trinken Nektar. Sie fangen aber ebenso andere Fliegen: Sie umklammern ihre Beute mit den Vorderbeinen und saugen sie aus.

Oft sieht man sie in Massen auf Menschenkot, Pferdeäpfeln, Misthaufen oder Kuhfladen. Ihre Eier legen sie dort hinein und darin entwickeln sich auch die Larven.

Lebensräume

Dungfliegen kommen häufig vor und sind weit verbreitet. Sie leben in ländlichen Siedlungen, auf Almen, Wiesen und Weiden.

Stubenfliege (Musca domestica)

Kurzcheck
  • Dunkelgraue, kleine Fliege • Heller Hinterleib • Vier schwarze Längsstreifen auf der grauen Brust • Abgeknickte, innere Längsadern der Flügel

Aussehen

Stubenfliegen werden 7 bis 8mm lang. Der dunkelgraue Körper trägt eine spärliche Behaarung.

Von oben betrachtet hat der Kopf eine breit gerundete Form. An ihm sitzen die großen Augen, die eine rötliche Färbung haben.

Auf der schwarzgrauen Brust sind vier schwarze Längsstreifen sichtbar.

Der Hinterleib ist gelb bis weißlich gefärbt und schwarz gezeichnet.

Die angewinkelten Flügel sind transparent und nach hinten gerichtet. Die inneren Längsadern sind abgeknickt.

Lebensweise

Obwohl Stubenfliegen gute Flieger sind, findet man sie meistens sitzend vor. Sie können auch an senkrechten und glatten Flächen laufen, da sie haftende „Fußsohlen“ besitzen.

Oft sitzen sie auf Lebensmittel, Fäkalien und verwesenden Stoffen, die ihnen als Nahrung dienen. Sie lecken ihre Nahrung auf und können sie mit ihrem Speichel vorher verflüssigen.

Da die Larven sich sehr schnell entwickeln, können bis zu vier Generationen jährlich entstehen.

Die Stubenfliege kann Krankheiten übertragen.

Lebensräume

Stubenfliegen sind weltweit verbreitet und gehören zu den häufigsten Fliegenarten, die in Siedlungen leben.

Wadenstecher (Stomoxys calcitrans)

Kurzcheck
  • Dunkelgraue Fliege • Deutlich vorstehender Stechrüssel am Kopf • Deltaartig abgespreizte Flügel

Aussehen

Wadenstecher werden 6 bis 8mm lang. Da die Färbung und Größe der Stubenfliegen ähneln, können sie leicht mit ihnen verwechselt werden.

Die Grundfarbe des Körpers ist dunkelgrau. Auf der Brust sind schwärzliche Quer- und Längsstreifen zu sehen.

Die Unterseite des Hinterleibs ist hell gefärbt. Die Oberseite ist grau, kann aber manchmal auch gelb sein.

Am hellgrauen Kopf sitzt ein kräftiger, vorstehender Stechrüssel. Die großen Augen stehen weit auseinander. Auf dem Scheitel ist eine schwarze Zeichnung erkennbar.

In Ruhestellung wird der Hinterleib an die Unterlage gedrückt und die Flügel werden deltaartig abgespreizt.

Lebensweise

Der Stich eines Wadenstechers kann sehr schmerzhaft sein. Überwiegend stechen sie Huftiere, deren Blut sie saugen. Von ihren Ruheplätzen aus fliegen sie von unten ihre Opfer an. Beim Menschen stechen sie hauptsächlich in die Waden oder Knöchel.

Die Larven leben meistens in Kuh- oder Pferdemist.

Lebensräume

Wadenstecher kommen häufig vor und sind überall verbreitet. Ihre bevorzugten Lebensräume sind Ställe, Strände und Viehweiden.

Viehbremse/ Rinderbremse (Tabanus bovinus)

Kurzcheck
  • Kräftig gebaute und große Fliege • Braungraue Färbung und feine Behaarung • Grün schillernde, sehr große Augen • Lautes Brummen im Flug

Aussehen

Bremsen haben einen kräftigen Körperbau und werden zwischen 19 und 24mm lang. Ihre Flügelspannweite kann bis zu 40mm betragen.

Die Grundfärbung des Körpers ist braun bis schwarzbraun. Auf der Brust befinden sich Längsstreifen. Die großen, grün schillernden Augen wirken überdimensional. Vom Kopf bleiben nur der Mundbereich und ein schmaler Mittelstreifen frei.

Die transparenten Flügel werden in Ruhestellung dachartig aufgestellt.

Entlang der Mittellinie des Hinterleibs sind helle Flecken sichtbar.

Lebensweise

Die Männchen stechen nicht, sondern besuchen Blüten. Die Weibchen stechen in erster Linie Pferde und Rinder, manchmal aber auch Menschen. Die Wunden bluten oft lange nach, da die Weibchen einen gerinnungshemmenden Stoff mit ihrem Speichel in die Wunde spritzen.

Die Eier werden an Pflanzen in der Nähe von Gewässer abgelegt. Die Larven leben und überwintern im Wasser oder im nassen Boden. Sie töten kleine Tiere, indem sie Gift in ihre Beute spritzen. Außerdem ernähren die Larven sich von organischem Material.

Lebensräume

Bremsen kommen häufig vor und leben auf Wiesen und in der Nähe von Wäldern.

Regenbremse (Haematopota pluvialis)

Kurzcheck
  • Graue, mittelgroße Bremse • Marmorierte Flügel, die dachförmig aufgestellt werden • Bunt schillernde, zickzackförmig gestreifte Augen

Aussehen

Die Regenbremse hat einen schlanken Körperbau und wird 8 bis 11mm lang.

Der hinten konkave, halbkugelige Kopf hat einen breiten Scheitel. An ihm sitzen kurze Fühler, die nach hinten gerichtet sind.

Die großen Augen fallen durch zickzackförmige Streifen und bunt schillernde Farben auf.

Auf der grauen Brust befinden sich dunkle Längsbänder.

Die grauen Flügel sind mit gebogenen Bändern und Flecken hell gemustert.

Der dunkle Hinterleib hat helle Säume und wird in Ruhestellung von den dachförmig aufgestellten Flügeln bedeckt.

Lebensweise

Die männlichen Regenbremsen besuchen Blüten. Sie stechen nicht.

Die Opfer werden von den Weibchen fast geräuschlos angeflogen. Die Stiche bleiben zunächst unbemerkt. Später entstehen juckende und schmerzhafte Hautreaktionen, die sich dann zu Quaddeln entwickeln.

Die Weibchen stechen vor allem bei leichtem Regenwetter und bei schwüler Gewitterluft.

Die Eier werden ins Gras über feuchtem Boden abgelegt. Die beweglichen, schlanken Larven leben im Boden. Dort jagen sie andere Insektenlarven.

Lebensräume

Regenbremsen kommen bis zur Baumgrenze häufig vor und sind überall verbreitet. Ihre bevorzugten Lebensräume sind Wälder und Wiesen in der Nähe von Gewässer.

Goldaugenbremse (Chrysops relictus)

Kurzcheck
  • Auffällig gefärbte Bremse • Goldgrün schillernde, fleckige Augen • Gefleckte Flügel

Aussehen

Goldaugenbremsen werden 9 bis 14mm lang. Der komplette Körper ist mit einer feinen Behaarung überzogen.

Am halbkugeligen Kopf sitzen die auffälligen Augen: Sie schillern in goldgrüner Farbe und haben blaue und rote Reflexe. Die Augen stoßen bei den Weibchen auf dem Scheiten aneinander.

Auf der graubraunen Brust sind zwei helle Längsstreifen erkennbar. Der schwarze Hinterleib ist gelb gezeichnet.

Die großen Flügel haben eine dunkelbraune bis schwarze Färbung und jeweils einen hellen Fleck. In Ruhestellung werden sie deltaförmig nach hinten gespreizt.

Lebensweise

Obwohl Goldaugenbremsen sehr geschickt fliegen können, zeigen sie ein eher träges Verhalten.

Die Männchen stechen nicht und besuchen Blüten. Die Weibchen stechen und saugen Blut. Allerdings bleibt genügend Zeit, um die Bremsen zu verscheuchen.

Lebensräume

Die Goldaugenbremse kommt häufig vor. Diese Bremsenart lebt in offenem Gelände und in Wäldern. Sie sind im Flachland und im Gebirge vertreten. Ihre bevorzugten Lebensräume sind Gebiete in Gewässernähe sowie Moorflächen.

Hirsch-Lausfliege (Lipoptena cervi)

Kurzcheck
  • Sehr flacher, gedrungener, brauner Körper • Kräftige Beine • Starke Krallen an den Füßen

Aussehen

Hirsch-Lausfliegen werden 5 bis 6mm lang. Ihr brauner Körper ist gedrungen und sehr flach.

Die halbkugeligen Augen sitzen an den Seiten des breiten Kopfes. Die Stirn ist breit und am Kopf befinden sich zudem drei Punktaugen.

Die Brust sitzt eng am Kopf an. Die Vorderbeine stehen somit fast unter dem Kopf.

Der rundliche Hinterleib sowie die Brust sind breit.

Die sehr kräftigen Beine sind bedornt und an den Füßen sitzen starke Krallen.

Die einfach gebauten Flügel mit drei Längsadern ragen weit über das Ende des Hinterleibs hinaus. In Ruhestellung werden sie parallel flach über den Hinterleib gelegt. Sobald die Hirsch-Lausfliege ihr Opfer angezapft hat, wirft sie ihre Flügel ab.

Lebensweise

Im Oktober und November schlüpfen die Hirsch-Lausfliegen. Dann gehen sie auf die Suche nach einem Wirt und man sieht sie im Wald umherfliegen. Sie fliegen zwar auch Menschen an, saugen diese aber nicht an.

Vorzugsweise fliegen sie Hirsche, Rehe und Elche an. Daneben zapfen sie auch Blut von Fledermäusen, Schafen und Pferden. Ebenso werden Hunde angeflogen und angezapft.

Sobald die Lausfliege einen Wirt gefunden und sich in seinem Fell eingenistet hat, wirft sie ihre Flügel ab. Dann fängt sie damit an, Blut abzuzapfen.

Die Larven entwickeln sich im Körper des Weibchens. Sind sie verpuppungsreif, werden sie geboren, fallen zu Boden und verpuppen sich.

Lebensräume

Hirsch-Lausfliegen sind weit verbreitet und leben am Waldrand sowie im Wald.

Mistbiene (Eristalis tenax)

Kurzcheck
  • Plumpe, braune Schwebfliege, die einer Honigbiene ähnlich sieht • Sehr große Augen mit zwei Haarstreifen • Amboss-ähnliche Zeichnung am ersten Segment des Hinterleibs

Aussehen

Mistbienen werden 15 bis 19mm lang. Ihr Körper ist robust gebaut und hat eine plumpe Erscheinung.

Sie sind braun gefärbt und dicht behaart. Auf dem Hinterleib befinden sich gelbe bis gelbbraune Flecken. Auf dem ersten Hinterleibssegment ist eine Zeichnung erkennbar, die wie ein Amboss aussieht.

Über den großen Augen befindet sich jeweils ein Haarband. Die Fühlerbroste ist unbehaart.

Lebensweise

Mistbienen besuchen Blüten und ernähren sich von Nektar.

Ihre Eier legt sie in Mist, vergärende Dunghaufen oder Jauchegruben ab, wo sich auch die Larven entwickeln.

Die dicken, Fliegenmaden ähnlichen Larven besitzen einen sehr langen Schwanz, der als Atemrohr dient. Wie mit einem Schnorcheln können sie in der Jauche oder unter Wasser frischen Sauerstoff erhalten.

Lebensräume

Mistbienen kommen häufig vor. Sie leben in ländlichen Gebieten und dort vor allem an Bauernhöfen.

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Hornissen-Schwebfliege (Volucella zonaria)

Kurzcheck
  • Große, gedrungene Schwebfliege, die einer Hornisse ähnlich sieht • Gelber Hinterleib mit zwei schwarzen Bändern • Braune Brust ist am äußeren Rand schwarz beborstet

Aussehen

Hornissen-Schwebfliegen werden 18 bis 19mm lang.

Am gelben, halbkugeligen Kopf sitzen die zwei großen Augen, die durch einen breiten Scheitel getrennt liegen. An der vorstehenden Stirn sitzen die gefiederten, kurzen Fühler.

Die braunen Beine und die braune Brust sind mit einer feinen Behaarung überzogen. Die Brust ist auf der Oberseite braun und hat dort zwei dunkle Streifen. Die Seiten sind gelb und mit schwarzen Borsten besetzt.

Der rötlich-gelbe Hinterleib trägt zwei schwarze Bänder und ist nach hinten zugespitzt.

Die bräunlichen Flügel werden in Ruhestellung abgespreizt.

Lebensweise

Hornissen-Schwebfliegen sind eher träge und sitzen häufig auf Skabiosen und Doldenblüten. Ihre Eier legt sie in Hornissennester ab. Die Larven leben zuerst parasitisch an den Hornissenlarven. Später ernähren sie sich von toten Larven und Abfällen. Zur Verpuppung wandern sie in den Boden. Sie verpuppen sich im Frühling.

Lebensräume

Hornissen-Schwebfliegen sind weit verbreitet. Sie halten sich im Lebensraum von Hornissen auf.

Große Schwebfliege (Syrphus ribesii)

Kurzcheck
  • Abgespreizte Flügel • Der gelb-schwarz gezeichnete Hinterleib erinnert an eine Wespe • Große, rotbraune Augen

Aussehen

Große Schwebfliegen werden 9 bis 11mm lang.

Am breiten Kopf sitzen die großen, rotbraunen Augen. Sie sind durch einen schmalen Scheitel voneinander getrennt. Die flache Stirn hat eine schwarze Zeichnung und eine rostrote Färbung über den verdickten Fühlern.

Die schwarze Brust trägt eine bräunliche Behaarung. Das gelbe Schildchen ist schwarz behaart.

Der schwarze  Hinterleib hat eine lang-ovale Form und verjüngt sich nach hinten. Auf ihm befinden sich gelbbraune Querbänder. Das vorderste Querband ist mittig unterbrochen.

Die glasig hellen Flügel haben einen braunen Vorderrand.

Lebensweise

Große Schwebfliegen sind Blütenbesucher und ernähren sich von Pollen und Nektar. Sie können lautlos in der Luft stehen.

Die Larven leben räuberisch und fressen pro Tag bis zu 150 Blattläuse.

Lebensräume

Die Große Schwebfliege kommt sehr häufig vor und ist überall verbreitet. Sie lebt in offenen Lebensräumen – vom Garten bis zur Waldlichtung.

Waffenfliege (Oxycera meigenii)

Kurzcheck
  • Schwarze-gelbe, der Wespe ähnlichen Zeichnung • Ovaler, sehr breiter Hinterleib • Schmale Flügel liegen in Ruhestellung flach zusammengelegt über dem Rücken

Aussehen

Waffenfliegen sehen mit ihrer schwarz-gelben Zeichnung Wespen ähnlich.

Am großen Kopf sitzen die sehr großen Augen, die durch einen Scheitel getrennt sind. Der Rüssel steht leicht vor.

An der kräftigen Brust sitzen die gelben, abgespreizten Beine.

Der rundliche, sehr breite, schwarze Hinterleib ist abgeflacht und mit gelben Bändern versehen, die  mittig getrennt sind.

Am Schildchen befinden sich spitze Fortsätze, die wie Dolche aussehen.

Die Flügel sind schmal und werden in Ruhestellung über dem Rücken zusammengelegt.

Lebensweise

Die Bezeichnung „Waffenfliege“ geht auf ihr uniformähnliches Erscheinungsbild zurück. Diese harmlosen Fliegen besuchen Blüten. Sie sind häufig in feuchter Umgebung auf Pflanzen und Blüten sitzend zu sehen – vorzugsweise in der Sonne. Im Flug ist ein Brummen zu hören.

Die Larven leben im Wasser oder in feuchten Baumstubben oder feuchtem Moos.

Lebensräume

Waffenfliegen sind weit verbreitet und leben an Hecken, Bachufern, Waldrändern und in feuchten Wäldern.

Große Raubfliege (Machimus-Gruppe)

Kurzcheck
  • Hohe Beine mit stacheligen Borsten • Schlanker Hinterleib • Kräftige, lang behaarte Brust • Borstiger Bart am Kopf

Aussehen

Große Raubfliegen werden 6 bis 30mm lang (abhängig von der Art) und sind meistens grau gefärbt. Eine Arten haben eine buntere Färbung.

Auffällig sind die langen Beine, der dünne, langgestreckte Hinterleib, die kräftige Brust und der große Kopf.

Die halbkugeligen, großen Augen sind nach vorne gerichtet und werden durch einen Stirnfurche getrennt.

Die schnabelartigen Mundwerkzeuge sind zu einem Saug- und Stechrüssel ausgezogen.

An den Beinen, am Körper und am Kopf sind die Raubfliegen behaart. Am Kopf befindet sich ein borstiger Bart.

Der kurze, breite Brustkorb ist hochgewölbt.

Der Hinterleib ist schmal und verjüngt sich zum Ende hin.

Die Flügel bedecken nicht den Hinterleib und werden in Ruhestellung flach zusammengelegt.

Lebensweise

Raubfliegen sitzen an Rinde, an den Boden oder an Steine gepresst und lauern Beute auf. Durch ihre Färbung sind sie sehr gut getarnt.

Sie jagen Insekten wie Libellen, Käfer, Wanzen oder Bienen, indem sie die Beute blitzschnell im Stoßflug ergreifen und mit den Beinen umklammern. Dann töten sie ihre Beute und saugen sie aus.

Lebensräume

Große Raubfliegen kommen häufig vor und sind überall verbreitet. Sie leben untern anderem an Wegrändern, Lichtungen und Kahlschlägen.

Essigfliege (Drosophila melanogaster)

Kurzcheck
  • Winzige, schlanke Fliege in brauner Färbung • Braunrote oder rote Augen • Flügel liegen flach über dem Hinterleib

Aussehen

Essigfliegen sind eher unscheinbar und werden maximal 2,5mm lang. Sie sind gelblich bis braun gefärbt und  die Weibchen haben braunrote und die Männchen rote Augen.

Am Kopf mit dem breiten Scheitel sitzt vorne ein nasenartiger Kiel. Die Fühler sind gefiedert.

Die mit feinen Längsstreifen versehen Brust trägt einzelne Haare.

Die transparenten Flügel liegen in Ruhestellung flach über dem Hinterleib.

Lebensweise

Von Obst werden Essigfliegen angelockt und sie erscheinen dann massenhaft. Lässt man – auch im Haus – Obst, Marmeladengläsern oder Säfte offen stehen, können diese winzigen Fliegen vor allem im Herbst sehr lästig werden. Zudem können sie Keime auf Lebensmittel übertragen.

Lebensräume

Essigfliegen kommen häufig und weltweit vor. Man findet sie in Obstplantagen, Obstgeschäften, Gärten, Keller und Wohnungen vor.

Gewöhnliche Stechmücke (Culex pipiens)

Kurzcheck
  • Zierliche Mücke in brauner Färbung • Beim Sitzen ist der Körper waagerecht zur Sitzfläche geneigt • Weibchen haben kurze Tastern und einen langen Stechrüssel

Aussehen

Die Gewöhnliche Stechmücke hat einen schlanken Körperbau und wird zwischen 3,5 und 7mm lang. Der beschuppte Körper hat eine hellbraune Färbung.

Am Kopf des Weibchens befinden sich beborstete, kurze Fühler und ein langer Stechrüssel. Die Fühler des Männchens sind befiedert und lang. Mit dem kürzeren Rüssel kann das Männchen kein Blut saugen.

Auf der grauen Brust sind Längsstreifen erkennbar. Der Hinterleib ist von hellen Ringeln gekennzeichnet.

Lebensweise

Gewöhnliche Stechmücken überwintern an kühlen und feuchten Orten wie beispielsweise Schuppen oder Keller. Die Weibchen legen im April ihre Eier in kleinste Gewässer ab (Regentonnen o.ä.). Jedes Jahr entwickeln sich drei bis vier Generationen.

Die Weibchen stechen und saugen Blut an Menschen und Tieren. Sie übertragen keine schweren Krankheiten.

Lebensräume

Gewöhnliche Stechmücken kommen weltweit häufig vor.

Gefleckte Fiebermücke (Anopheles maculipennis)

Kurzcheck
  • Zierliche, braune Mücke • Weibchen tragen sehr lange Taster und Stechrüssel • Langgestreckte, angewinkelte Sitzhaltung

    Aussehen

    Gefleckte Fiebermücken haben einen sehr schlanken und zierlichen Körperbau. Sie erreichen eine Körperlänge zwischen 5,5 und 8mm.

    Der Körper hat eine feine Behaarung und ist hell braungrau gefärbt.

    Bei den Weibchen sitzen am Kopf lange Taster und ein langer Stechrüssel sowie beborstete, kurze Fühler. Auch Männchen haben einen Rüssel, der kürzer und nicht zum Blut saugen geeignet ist. Ihre Fühler sind länger und gefiedert.

    Lebensweise

    Gefleckte Fiebermücken legen ihre Eier in Gewässer ab, die algenreich und pflanzenbestanden sind. Die Larven entwickeln sich im Gewässer.

    Diese Mücken übertragen Malaria – wenn sie zuvor einen an Malaria erkrankten Menschen gestochen hat. Zudem müssen sich die Krankheitserreger in der Mücke entwickelt haben und in die Speicheldrüsen der Mücke eingedrungen sein.

    Lebensräume

    Gefleckte Fiebermücken kommen weltweit häufig vor.

Zuckmücke (Chironomus plumosus)

Kurzcheck
  • Sehen einer Schnake ähnlich • Langer und schmaler Hinterleib, der nicht komplett von den Flügeln bedeckt wird • Federartige Fühlerbüschel bei den Männchen

Aussehen

Die weißlich grau gefärbte Zuckmücke sieht einer Schnake ähnlich und wird zwischen 7 und 8mm lang.

Der sehr kleine Kopf liegt unter dem Rumpf verborgen. Am Kopf sitzen die verkümmerten Mundwerkzeuge und die großen Fühler, die beim Männchen befiedert sind.

Die kurzen Flügel befinden sich an der hoch gewölbten und kräftigen Brust.

Der lange und schmale Hinterleib wird nicht ganz von den Flügeln bedeckt.

Körper, Brust und Beine sind mit einer feinen Behaarung überzogen.

Lebensweise

Zuckmücken werden nur wenige Tage alt. Zeitweise und vor allem abends sieht man jedoch sehr große Schwärme.

Die Larven leben im Bodenschlamm und in selbst gesponnenen Röhren in Meeresbuchten, Gräben, Seen oder Teichen. Dort leben sie das Jahr über und führen somit ein wesentlich längeres Leben, als die fertige Zuckmücke.

Lebensräume

Zuckmücken kommen häufig vor und sind weit verbreitet. Sie leben in unterschiedlichen Gewässern.

Kriebelmücke (Simulium sp.)

Kurzcheck
  • Dunkle, sehr kleine Mücke mit plumper Gestalt • Geringelter, walzenförmiger Hinterleib • Feine helle Behaarung auf rundlicher Brust und kleinem Kopf

Aussehen

Kriebelmücken sind mit 2 bis 6mm Länge sehr klein. Ihr Körperbau wirkt plump und die Grundfärbung ist dunkel.

Der kleine Kopf sitzt unter der hoch gewölbten Brust. Am Kopf befinden sich große Augen, stechende Mundwerkzeuge und kurze Fühler.

Der geblähte, geringelte Hinterleib wird von den langen und großen Flügeln überdeckt. Die Flügel werden dachförmig aufgestellt.

Lebensweise

Die Kriebelmücke ist bei sonnigem Wetter und tagsüber aktiv. Mit ihren stechend-saugenden Mundwerkzeugen graben sie sich in die Haut von Wirbeltieren ein. Aufgrund des giftigen Speichels ist der Stich einer Kriebelmücke sehr schmerzhaft.

Es gab schon Fälle, bei denen große Vieherden starben, da die Kriebelmücken massenhaft auftraten. Die Schwärme sammeln sich meistens über den Köpfen ihrer Opfer.

Die Larven sind bis zu 15mm lang. Sie verbringen ihr Leben in fließenden Gewässern.

Lebensräume

Kriebelmücken kommen sehr häufig vor und sind überall verbreitet. Sie leben in Gewässernähe, in Gärten, an Waldrändern und in Wiesen.

Kohlschnake (Tipula sp.)

Kurzcheck
  • Schmaler Körperbau und sehr lange Beine • Schwache Längszeichnung auf mattgrauer Färbung • Doppelter Vorderrand an den einfach geaderten Flügeln

Aussehen

Kohlschnaken werden zwischen 10 und 35mm lang und ihre Flügelspannweite kann bis zu 55mm betragen.

Die Färbung ist ein unscheinbares Braun bis Grau, auf der eine schwache Längszeichnung sichtbar ist.

Der lange, kleine Kopf hat meistens Mundwerkzeuge, die nicht funktionieren. Am tropfenförmigen Rumpf sitzen die sehr langen Beine.

Die Flügel sind einfach geadert und manchmal gefleckt.  Die Hinterflügel sind zu Schwingkölbchen reduziert.

Bei den Weibchen endet der Hinterleib in eine spitze Legescheide.

Lebensweise

Die Larven der Kohlschnake - auch Erdschnake genannt – leben in der Erde. Sie fressen nachts die Wurzeln sowie oberirdische Pflanzenteile ab und können somit enorme Schäden in Gemüsebeeten anrichten.

Jährlich entwickeln sich zwei Generationen. Die fertigen Kohlschnaken fliegen im Dunkeln dem Licht entgegen und gelangen deshalb auch in Häuser oder Wohnungen.

Kohlschnaken stechen nicht und sind deshalb harmlos.

Lebensräume

Kohlschnaken kommen häufig vor und sind überall verbreitet. Sie leben in Gärten, in Wiesen und in Feldern.

Haarmücke (Bibio marci)

Kurzcheck
  • Langgestreckter und schwarzer Körper • Lang schwarze und kräftige Behaarung • Kopf bei Weibchen klein, bei Männchen groß

Aussehen

Haarmücken sehen einer Fliege ähnlich. Sie sind schwarz gefärbt und tragen eine lange Behaarung. Haarmücken werden zwischen 10 und 13mm lang.

Die Flügel glänzen schwarz und haben schwarze bis graue Adern. Sie überdecken den Hinterleib.

Bei den Männchen sind der Kopf und die Augen groß. Die Weibchen haben rote Augen und einen kleinen Kopf.

Die aufgewölbte Brust hat eine halbkugelige Form.

Lebensweise

Haarmücken ernähren sich von Honigtau und Nektar. Sie sind plumpe und schlechte Flieger. Haarmücken erscheinen im März. Die Männchen sitzen meistens an Kräutern und Gräsern und die Weibchen halten sich oft am Boden oder auf Blüten von Gebüschen auf. Beim Fliegen hängen ihre Hinterbeine herab.

Die Eier werden in lockeren Boden abgelegt. Die Larven sind zunächst lang behaart und später tragen sie starke Stacheln. Sie halten sich an Holzstubben oder unter Falllaub aus und ernähren sich hauptsächlich von faulenden, pflanzlichen Materialien.

Lebensräume

Haarmücken kommen häufig vor und sind überall verbreitet. Ihre bevorzugten Lebensräume sind Gärten, Gebüsche, Wiesen und Waldränder.