Grundwissen über Nützlinge

Komposthaufen

Komposthaufen, CC BY-SA 4.0, Michael Barera

Als Pflanzenschutzmaßnahme  ist der Einsatz von Nützlingen eine Möglichkeit. Damit die Nützlinge im eigenen Garten überleben und somit ihre Aufgabe als Pflanzenschützer ausführen können, muss ihnen Lebensraum gegeben werden. Ein zu sehr aufgeräumter Garten zerstört eher Lebensräume für Nützlinge.

Pflanzenabfälle sollten deshalb auf den Kompost gelegt werden, denn an diesen Pflanzenresten leben einige Tiere, die sich als nützlich erweisen können.

Nützlinge

Florfliegen benötigen zum Überwintern einen warmen Platz. Deshalb suchen sie häufig Rollladenkästen oder Dachböden auf und im Frühling versuchen sie an den Fenstern wieder nach außen zu gelangen.

Florfliege

Florfliege, CC BY-SA 3.0, von Vera Buhl

Auf dem Speiseplan der Florfliegenlarven stehen Blattläuse (bis zu 500 Blattläuse pro Larve), Blutläuse, Insekteneier, Spinnmilben und kleinen Larven und Raupen. Die Nahrung ausgewachsener Florfliegen besteht aus Pollen, Nektar und Honigtau.

Es gibt rund 70 Marienkäferarten, die in unseren Breitengraden heimisch sind. Der Großteil davon ernährt sich von Blattläusen.

Einige mögen lieber Spinnmilben, Echten Mehltau oder Schildläuse. Marienkäfer benötigen zum Überwintern Laub, lose Rinde oder Grasbüschel. Darunter oder dahinter (Rinde) nehmen sie ihr Winterquartier ein.

Laufkäfer essen Schnecken, Schneckeneier, andere Käfer, Larven, Raupen, Drahtwürmer und Asseln, indem sie in Nahrung Verdauungssaft einspritzen, sodass sie sich verflüssigt. Die meisten der etwa 500 mitteleuropäischen Laufkäferarten sind Bodenbewohner. Der Lebensraum einiger Laufkäfer sind Bäume.

Weichkäfer (auch Franzosenkäfer oder Soldatenkäfer genannt) ernähren sich von Blattwespenlarven, Blattläusen und anderen Kleinsttieren sowie von Pollen und Nektar. Die Weichkäferlarven fressen Insekteneier, Schnecken, Larven und Raupen.

Die Eiablage der Gallmücken geschieht in den Kolonien der Blattläuse. Die Läuse werden von den Larven angestochen und gleichzeitig wird ein Gift abgesondert. Dadurch bleiben die Blattläuse regungslos liegen und die Larven können die Läuse aussaugen.

Der Speiseplan von Raubmilben besteht aus Milben, wobei bis zu zwanzig Spinnmilben pro Tag von einer Raubmilbe verzehrt werden.

Raubwanzen ernähren sich von Käferlarven, Larven der Blattwespen, Zikaden, Rauben, Blattsauger und Blattläusen. Dabei spießen sie ihre Nahrung auf, die anschließend ausgesaugt wird.

Bei den Schlupfwespen wird zwischen Brackwespen und Echten Schlupfwespen unterschieden: Brackwespen legen ihre Eier in Blattwespenlarven, Miniermotten, oder Kohlweißlinge ab und der Wirt wird dann Nachwuchs von innen aufgefressen. Echte Schlupfwespen leben als Schmarotzer an Bockkäferlarven, Holzwespenlarven und Wickler.

Aufgrund ihres Aussehens werden Schlupfwespen häufig mit Schwebfliegen verwechselt. Schwebfliegen besitzen aber keinen Stachel, nur  zwei statt vier Flügel und haben auch keine Wespentaille. Schwebfliegenlarven ernähren sich von Blattsaugern, Blattläusen, Blutläusen, kleinen Raupen und Larven sowie Spinnmilben.