Bauanleitung für einen Kombi-Nistkasten
für Halbhöhlenbrüter oder Höhlenbrüter

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Kombi-Nistkasten – Auf einen Blick

  • Geeignet für: Halbhöhlenbrüter und Höhlenbrüter
  • Prinzip: Austauschbare Einschubbretter mit verschiedenen Einfluglöchern
  • Material: Nadelholz, unbehandelt, mind. 15 mm Stärke
  • Einfluglöcher: 26 mm (Blaumeise) bis 60 mm (Specht)
  • Vorteil: Ein Kasten, viele Vogelarten durch einfachen Frontwechsel
Fertig gebauter Nistkasten aus unbehandeltem Holz – bereit zum Aufhängen

Nistkasten aus unbehandeltem Holz. Foto: Trish Steel, CC BY-SA 2.0

Ein Nistkasten für Halbhöhlenbrüter ist schnell und unkompliziert selbst zu bauen. Die Front kann so konzipiert werden, dass sie eingeschoben werden kann. Stellt man nun mehrere Einschubbretter mit unterschiedlich großen Einfluglöchern her, wird dieser Kasten zum Kombi-Nistkasten, der auch von Höhlenbrütern genutzt werden kann.

Anleitung für den Bau eines Kombikastens

Im ersten Schritt werden die Bretter zugeschnitten. Empfehlenswert ist es, unbehandeltes Nadelholz mit einer Stärke von mindestens 15 mm zu verwenden.

  • 1 Brett (Rückwand) von 40 × 14 cm
  • 1 Brett (Dach) von 20 × 14 cm
  • 1 Seitenwand von 30 × 13,5 cm
  • 1 Seitenwand von 26 × 13,5 cm
  • 2 Bretter (Front und Boden) von 15 × 14 cm

Die Verlängerung der Rückwand dient der besseren Befestigung des Kastens. Die Seitenwände haben verschiedene Maße, damit das Einschubbrett an der einen Seitenwand stoppt und nicht durchrutschen kann.

Nachdem alle Bretter passend zugeschnitten wurden, werden sie vorgebohrt. Danach schraubt man die Seitenwände an die Rückwand. Anschließend wird der Boden angeschraubt. Im nächsten Schritt bringt man die Front an und zum Schluss wird das Dach an den Kasten geschraubt.

Dieser Nistkasten eignet sich für Halbhöhlenbrüter oder Nischenbrüter. Der Kasten kann jedoch mit entsprechenden Einschubbrettern zur Nisthilfe für Höhlenbrüter umfunktioniert werden.

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Expertentipp: Vorbohrung verhindert Holzspaltung

Immer alle Bretter vorbohren, bevor sie verschraubt werden – besonders an den Enden. Nadelholz spaltet sonst längs auf. Für die Schrauben Durchmesser 3–4 mm, Länge mind. 3 × Holzstärke wählen. Auf Gummidichtungen am Dach verzichten – das Holz soll atmen können, damit innen keine Feuchtigkeit kondensiert.

Verschiedene Einschubbretter

Nistkasten mit Einschubbrett – das Frontbrett bestimmt die Vogelart

Das Einschubbrett bestimmt, welche Vogelart den Kasten besiedelt. Foto: Trish Steel, CC BY-SA 2.0

Je nachdem wie groß das Einflugloch ist, wird der Nistkasten von verschiedenen Vögeln angenommen. Für manche Vogelarten muss das Einflugloch zudem eine längliche Form aufweisen.

Für den Kombikasten können mehrere Einschubbretter vorbereitet werden, sodass er für Höhlenbrüter geeignet ist. Die Einfluglöcher sollten folgende Durchmesser besitzen:

  • 26 mm für Blaumeisen
  • 28 mm für Tannenmeisen
  • 32 mm für Kohlmeisen
  • 34 mm für Kleiber und Sperlinge
  • 45 bis 50 mm für Stare
  • 60 mm für Spechte

Häufige Fragen zum Kombi-Nistkasten

Was ist ein Kombi-Nistkasten?

Ein Nistkasten mit austauschbaren Frontplatten (Einschubbrettern). Je nach Größe des Einflugslochs eignet er sich für verschiedene Vogelarten – von der Blaumeise bis zum Specht. Praktisch: Ein Kasten für viele Arten.

Welche Vogelarten nutzen welche Einfluglochgröße?

26 mm: Blaumeise · 28 mm: Tannenmeise · 32 mm: Kohlmeise · 34 mm: Kleiber und Sperling · 45–50 mm: Star · 60 mm: Specht. Für Halbhöhlenbrüter wie Rotkehlchen offene Front ohne Loch.

Welches Holz eignet sich für einen Nistkasten?

Unbehandeltes Nadelholz, mindestens 15 mm stark. Keine Lacke, Farben oder Imprägnierung – diese können für Vögel und ihre Brut giftig sein. Das Holz verwittert natürlich und wird von Vögeln bevorzugt.

Wann sollte der Nistkasten aufgehängt werden?

Idealerweise im Herbst oder Winter, damit Vögel ihn als Schlafquartier nutzen und im Frühjahr als Brutstätte kennen. Spätestens bis Ende Februar hängen, bevor die Brutsaison beginnt.

Wo sollte ein Nistkasten aufgehängt werden?

2–4 Meter hoch, windgeschützt, Einflugsloch nicht zur Wetterseite (meist Westen). Ruhige, schattierte Plätze sind ideal. Katzenschutz einplanen – glatte Stange oder Dornengestrüpp unter dem Kasten.