Bauanleitung für einen Meisenkasten

Amsel

Höhlenbrüter nutzen in der Natur Baumhöhlen zum Nisten. Da sie kaum noch solche natürliche Brutplätze vorfinden, nehmen sie gerne entsprechende Nistkästen an. Meisen gehören zu den Höhlenbrütern und für sie lässt sich mit wenig handwerklichem Geschick ein Nistkasten bauen. Wird das Einflugloch vergrößert, eignet der Nistkasten sich auf für andere Vögel.

Baumaterial für einen Meisenkasten

Für den Bau des Meisenkastens folgende Bretter zugeschnitten werden:

  • Bodenplatte: 120 x 140 mm
  • Vorderfront: 120 x 250 mm
  • Rückwand: 120 x 270 mm
  • Seitenwände (2 Stück): 270 x 180 mm (die Seitenwände werden mit einer leichten Neigung nach vorne zugeschnitten)
  • Dach: 180 x 220 mm

Weiterhin werden Scharniere, Schrauben (oder Nägel), Leim und Haken benötigt.

Bauanleitung

  1. Die Sägekanten der zugeschnittenen Einzelteile werden mit Schleifpapier geglättet.
  2. In die Bodenplatten müssen vier bis fünf Löcher gebohrt werden. Diese dienen als Abzugslöcher für Feuchtigkeit.
  3. In die Vorderfront wird ein Flugloch gesägt. Dazu verwendet man eine Lochsäge (Über die Fluglochgröße gibt es weiter unten Informationen).
  4. Sollten die Bretter gehobelt sein, muss die Innenseite der Vorderfront mit Hilfe einer Raspel angeraut werden.
  5. Die obere Vorderkante der Vorderfront wird abgerundet, sodass sie sich später hochklappen lässt.
  6. Die Vorderfront wird mit einem Scharnier mit der Bodenplatte verbunden.
  7. Nun werden alle Elemente mit Leim verbunden und vernagelt oder verschraubt.
  8. Zum Schluss wird die bewegliche Front mit einem Haken und entsprechenden Ösen fixiert. Die Vorderfront lässt sich also nach vorne klappen.

Größe des Einfluglochs

Ein Flugloch mit einem Durchmesser von 26 bis 28 mm ist für Blaumeisen, Haubenmeisen, Tannenmeisen, Sumpfmeisen sowie für Sperlinge geeignet.

Ein Flugloch mit einem Durchmesser von 32 bis 34 mm ist für Kohlmeisen geeignet. Ebenso bieten sich Nistkästen mit dieser Fluglochgröße für den Wendehals sowie für Hausperling, Kleiber, Gartenrotschwanz, Halsbandschnäpper und Trauerschnäpper an.

Tipps

Das Einflugloch sollte nach Süden oder Osten ausgerichtet sein. Der Nistkasten sollte so platziert sein, dass er für Katzen und andere Tiere unerreichbar ist. Dafür gibt es auch spezielle Ringe, die unter den Kasten montiert werden.