Nisthilfen für freibrütende Vögel

Amsel

Für Freibrüter stehen in den heutigen Kulturlandschaften nicht mehr genügend Brutplätze zur Verfügung. Um freibrütende Vögel zu unterstützen, kann man ihnen im eigenen Garten verschiedene Nisthilfen anbieten. So können entsprechende Nistkästen aufgehängt werden oder man befestigt einfache Brutplattformen auf dickeren Stängeln von Efeu oder anderen Rankpflanzen. Es gibt aber noch weitere Nisthilfen, die sich relativ unkompliziert und schnell anbringen lassen.

Nistquirle

Beim Verschneiden von Bäumen und Hecken können dünnere Äste ringförmig an einem dickeren Ast belassen bleiben. Diese dünnen Äste sollte eine Länge von etwa zehn Zentimeter aufweisen. Bei einer Hecke belässt man diesen Nistquirl in Bodennähe.

Ein Nistquirl bildet in der Mitte einen Trichter, der von freibrütenden Vögeln zum Brüten genutzt wird. Diesen Quirl kann man auch aus Zweigen von Sträuchern herstellen: Man nimmt die Zweige trichterförmig zusammen. Dieser Quirl sieht einem Blumenstrauß ähnlich, nur mit mehr Platz im Zentrum. Nun fixiert man die Zweige mit einem Draht oder Bindfaden und bringt den Nistquirl in einer Höhe zwischen ein und zwei Metern an. Die Zweige sollten schon belaubt sein, denn ein Quirl ohne Laub wird als Nisthilfe nicht angenommen. Damit das Laub nicht abstirbt, darf die Saftzirkulation nicht unterbrochen werden. Die Zweige dürfen somit nicht zu eng zusammengebunden werden.

Nistbüsche

Ein Nistbusch wird aus Zweigen von Koniferen hergestellt. Besonders gut geeignet sich Zweige von Kiefern. Diese müssen eine Länge zwischen fünfzig und siebzig Zentimeter aufweisen.

Die Zweige werden zu einem dichten Strauß mit Bindfaden oder Draht zusammengebunden an einen Baumstamm gebunden. Dieser Nistbusch muss auf einer Höhe zwischen 1,5 und 1,8 Meter angebracht werden. Zwischen dieser Nisthilfe und dem Baumstamm muss eine Mulde entstehen, die etwa handtellergroß ist. In dieser Mulde bauen freibrütende Vögel ihr Nest.

Nisttaschen

Für Nisttaschen benötigt man biegsame Zweige von Lebensbäumen, Kiefern oder Fichten. Diese Zweige müssen zirka achtzig Zentimeter lang sein.

Die Zweige werden auf einer Höhe von etwa zwei Metern an einem Baum festgebunden. Dazu legt man jeweils einen Jutestrick oben und unten um die Zweige und den Stamm herum. Im unteren Drittel muss sich eine Tasche bilden, in der die Vögel ihr Nest bauen können.

Es lassen sich auch junge Zweige von Hasel oder Weide verwenden. Diese geschmeidigen Zweige müssen zwischen 1 und 1,5 Meter lang sein. Sie werden nach unten gerichtet am Baumstamm befestigt, in dem eine Schnur um die oberen Enden und den Stamm gebunden wird. Nun biegt man die unteren Zweigenden nach oben und bindet ebenfalls eine Schnur um die die oberen Enden und den Baumstamm. Dadurch bildet sich ein röhrenförmiger Zwischenraum, in dem die Vögel brüten können.  Damit das Nest gut geschützt liegt, werden ein paar Koniferenzweige in die Nisttasche eingeflochten.

Nistampeln

Für Nistampeln verwendet man dieselben Zweige wie für Nisttaschen. Bei der Befestigung werden die Zweige oben so zusammengebunden, dass eine Tasche oder ein Netz entsteht. Die Zweige werden an Äste von Sträucher oder Bäume gehängt oder in Astgabeln befestigt.