Grauschnäpper

Amsel

Der Grauschnäpper (Muscicapa striata) ist Teil der Familie der Fliegenschnäpper und gehört zur Ordnung der Sperlingsvögel. Der etwa vierzehn Zentimeter große Singvogel jagt fliegende Insekten im Flug, die er dann mit dem Schnabel fängt und verspeist. Dabei ist ein Schnabelklappen zu hören.

Aussehen der Grauschnäpper

Grauschnäpper erreichen eine durchschnittliche Größe von rund vierzehn Zentimetern. Bei diesem schlanken Vogel wirken der Kopf eher groß und seine Flügel und sein Schwanz lang. Sein Gefieder hat eine unscheinbare graubraune Färbung. Scheitel und Brust sind mit einer dunklen Strichelung versehen.

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Die Oberseite der jungen Vögel ist hell gesprenkelt und das Gefieder an der Brust ist dunkel meliert.

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Die Rufe des Grauschnäppers sind entweder ein fein klingendes „Ziieh“ oder ein scharfes „Pst“. Droht Gefahr, ruft der Vogel ein „tektektek“, das sich hektisch anhört. Der eher unauffällige Gesang des Grauschnäppers besteht aus zirpenden Lauten.

Die Bettelrufe der jungen Vögel sind dagegen auffällig und werden in hoher Tonlage gerufen. Dieser Ruf hört sich an wie ein „Zit“. Nähert sich ein Elternteil mit Futter, ist ein schneller Ruf der Jungvögel zu vernehmen, der aus aneinander gereihten Tönen besteht („zi zi zi, zi zi zi“). Die elterlichen Stimmungslaute werden ebenfalls in hohen Tönen gerufen, die wie ein kratzendes, zirpendes „zit“ oder „zieh“ klingen.

Vorkommen

Als Brutvogel kommt der Grauschnäpper fast in allen europäischen Regionen vor.

Lebensraum

Der bevorzugte Lebensraum dieses Vogels sind Lichtungen und Waldränder. Auch in großen Gärten und Parks ist der Grauschnäpper anzutreffen. Er braucht Bäume zum Leben, wobei er Laubbäume genauso nutzt wie Nadelbäume. Wichtig sind hohe Bäume, die er als Sitzwarte nutzt, um auf Insektenjagd zu gehen. Weil Gebäude Wärme abstrahlen und somit Insekten anziehen, ist der Grauschnäpper ebenfalls in Städten und Dörfern zu finden.

Zugverhalten

Grauschnäpper sind Zugvögel, die in den südlichen und tropischen Gebieten Afrikas überwintern.

Nahrung

Grauschnäpper ernähren sich größtenteils von fliegenden Insekten, die sie im Flug mit dem Schnabel schnappen und verspeisen. Rund zwei Drittel der Insekten werden im freien Flug gefangen und weitere Insekten liest der Vogel ebenfalls fliegend von Hauswänden, Bäumen, Sträuchern u.ä. ab. Da bei schlechter Witterung nur wenige Insekten fliegen, wird dann in Bodennähe und in Bäumen nach Beute gejagt.

Schnappen die Grauschnäpper größere Insekten, werden diese Beutetiere zunächst gegen einen Ast oder etwas anderes Hartes geschlagen, bevor sie gefressen werden.

Regenwürmer werden nur in Ausnahmefällen gefressen, wenn das Wetter kalt und verregnet ist. Ab Juli werden auch Früchte verzehrt. Wenige Schnecken, Doppelfüßer oder Asseln dienen der Deckung des Kalkbedarfs.

Balzverhalten und Paarbildung

In der Regel führen Grauschnäpper eine monogame Saisonehe.

Nestbau und Gelege

Das Nest des Grauschnäppers ist ein lockeres Gefüge, welches in Halbhöhlen in Mauern oder Bäumen gebaut wird. Auch auf Querbalken oder in Blumenkästen und Fensterläden werden gerne Nester gebaut. Steht ein halboffener Nistkasten zur Verfügung, wird auch dieser gerne angenommen. Als Nistmaterial werden Moos, Halme, Federn und Tierhaare verwendet. Wird in menschlichen Siedlungen ein Nest errichtet, nutzen die Grauschnäpper auch Bindfäden, Plastikbänder und ähnliches Material für den Bau des Nestes.

Ein Gelege besteht aus fünf bis sieben blassgrünen Eiern, die hellbraune Flecken aufweisen.

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Die Bebrütung wird alleine vom Weibchen übernommen, welche zwischen 11 und 15 Tagen andauert. Die Fütterung der Nestlinge wird von beiden Elternteilen durchgeführt. Im Alter zwischen 12 und 16 Tagen verlassen die jungen Vögel ihr Nest.

Grauschnäpper brüten ein bis zwei Mal im Jahr. Die erste Brut erfolgt in Mitteleuropa gegen Ende Mai und die zweite Brut zwischen Juli und August.

Lebenserwartung

Brombeeren