Gartenlexikon A bis Z

Neuanlage eines Gartens

Wenn man einen Garten neu anlegen will, z. B. in einem Neubaugebiet auf ehemaligem Wiesen- oder Waldgelände, dann muss das Land erst tiefgreifend umgearbeitet werden.

Abtragen der Oberfläche

Weniger Mühe bereitet die Neuanlage eines Gartens auf ehemaligem Ackerland. Doch kann der Boden auch dort durch die Baumaschinen bis in die Tiefe verdichtet sein, so dass sich eine entsprechende Behandlung empfiehlt. Die Grasnarbe sticht man in Soden ab und schichtet sie zu einem Haufen, in dem sie zu Kompost oder Mutterboden verrotten können.

Alten Bewuchs kompostieren

Zunächst entfernt man mit Hilfe einer Sense oder Sichel den Gras- und Unkrautbewuchs. Man häckselt ihn und verwendet ihn zum Anlegen eines Komposthaufens. Die darin enthaltenen Unkrautsamen werden später weniger lästig als die Samen der typischen Gartenunkräuter, denn die daraus hervorgehenden Pflanzen werden bei der Gartennutzung meist verdrängt oder sind leicht durch rechtzeitiges Jäten zu beseitigen.

Verfestigten Boden holländern

Der darunterliegende Boden wird anschließend 2 bis 3 Spaten tief umgegraben, je nachdem wie tief der Boden verkrustet ist. Die hierfür zu verwendende Methode ist das "holländern".

Obwohl bei der Behandlung die Bodenschichten nicht grundsätzlich vermischt werden, bedeutet sie doch eine starke ökologische Veränderung. Ehe die oberste Schicht des Mutterbodens wieder aufgetragen wird, was etwa nach 1 Jahr geschehen kann, wenn die Grassoden verrottet sind, kann man Gründüngungspflanzen aussäen. Es hat sich als günstig erwiesen, in dem wiederaufgetragenen Mutterboden wenigstens für 1 Jahr Kartoffeln anzubauen.

Eine lohnende Bodenuntersuchung

Natürlich kann man das Land auch sofort als Garten nutzen. Dazu sollte jedoch eine Bodenuntersuchung und entsprechende Behandlung erfolgen, zu der man den Rat von Fachleuten einholt. Die entstehenden Kosten sind weit niedriger als die Verluste an wertvollen Pflanzen, die auf Boden, der ihnen nicht zusagt, nicht gedeihen können.