Sumpfdotterblume – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Caltha palustris L.
🌿 Sumpfdotterblume – Auf einen Blick
- Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
- Wuchshöhe: 15 bis 60 cm
- Blütezeit: März bis Juni
- Verwendung: äußerlich
- Wichtig: giftig; reizt Haut und Schleimhäute
- Schutz: in Deutschland auf der Vorwarnliste
Volksmund: Schmalzblume, Butterblume, Eierblume, Wiesengold, Goldrose, Bachbombele (Schweiz)
Sumpfdotterblume von Wildfeuer, CC BY-SA 3.0
Steckbrief von Sumpfdotterblume
| Wissenschaftlicher Name | Caltha palustris L. |
|---|---|
| Familie | Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) |
| Wuchshöhe | 15 bis 60 cm |
| Blütezeit | März bis Juni |
| Verwendung | äußerlich |
Die saftigen, tiefgrün gefärbten Sprosse der Sumpfdotterblumen benötigen viel Wasser. Die Pflanze gedeiht an Bachufern, in sumpfigen Wiesen und in feuchten Wäldern. Die dicken, kugeligen Knospen der Sumpfdotterblume öffnen sich im Frühjahr zu großen, glänzenden goldgelb strahlenden Blüten mit zahlreichen Staubblättern. Die rundlichen Blätter dieser Heilpflanzen wurden früher als Gemüse zubereitet. In Weinessig eingelegte Knospen dienten in manchen Gegenden als Kapernersatz. Früher wurde Butter, wenn sie zu blass war, mit den gelben Blüten der Sumpfdotterblume eingefärbt. Man sollte die Pflanze nicht in frischem Zustand essen.
Die Sumpfdotterblumen gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse und sind, wie viele Arten dieser Familie, zwar schön, aber auch giftig. In der Homöopathie wird die aus der blühenden Sumpfdotterblume gewonnene Essenz innerlich bei Hautausschlägen und anderen Hautleiden verschrieben. Normalerweise kommt diese Heilpflanze jedoch äußerlich zur Anwendung. In Form von Umschlägen verursachen die getrockneten Blätter der Sumpfdotterblumen lokale Hautreizungen, die eine Linderung rheumatischer Schmerzen herbeiführen sollen. Früher wurden die Blätter einer Sumpfdotterblume außerdem als Tabakersatz zur Raucherentwöhnung verwendet. Die pharmazeutische Industrie, die kosmetische Industrie und die Tiermedizin verwenden Inhaltsstoffe dieser Pflanze.
Je nach Standort wird die ausdauernde Sumpfdotterblume 15 bis 60 cm hoch. Die liegenden bis aufsteigenden Stängel sind hohl, kahl, meist reich verzweigt und gefurcht. Die dunkelgrünen, großen, fettig glänzenden, rundlich herzförmig bis nierenförmig geformten Blätter sind gekerbt. Die unteren Blätter der Sumpfdotterblumen sind gestielt, die oberen Blätter wachsen sitzend. Die Blütezeit der Sumpfdotterblumen beginnt im März und endet im Juni. Die glänzenden, gelben und recht großen Blüten sind schalenförmig und nicht in Kelch und Krone gegliedert. Die Pflanzen bilden einen kräftigen, kurzen Wurzelstock. Der Geruch dieser Heilpflanzen ist fein, ihr Geschmack ist brennend.
Standort von Sumpfdotterblume
Die Sumpfdotterblume wächst im gesamten europäischen Raum. Die Pflanze bevorzugt feuchte Gebüsche und Wälder, sumpfige Wiesen, nasse Gräben und Uferböschungen. Man findet Sumpfdotterblumen bis in Höhenlagen von 2047 m. In Deutschland steht die Sumpfdotterblume auf der Vorwarnliste der Roten Liste (BfN, FloraWeb).
Heilkraft von Sumpfdotterblume
In der Volksmedizin werden der Sumpfdotterblume folgende Eigenschaften zugeschrieben:
-
hautreizend
Hautreizend nennt man Mittel, die bei äußerlicher Anwendung die Haut röten und erwärmen.
Inhaltsstoffe von Sumpfdotterblume
Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Flavonoide, Carotin, Protoanemonin und Saponin.
Anwendung von Sumpfdotterblume
Die Sumpfdotterblume wird in der Pflanzenheilkunde äußerlich angewendet. Anwendungen mit den Sumpfdotterblumen in der Naturheilkunde finden Sie unter folgendem Stichwort:
-
Rheumatismus
Wärmeanwendungen und Kräuter, die rheumatische Beschwerden lindern können.
⚠️ Hinweis: Die Sumpfdotterblume ist giftig; frische Pflanzenteile reizen Haut und Schleimhäute – siehe Sicherheitshinweise.
Verhalten bei Vergiftungen
Verzeichnis der giftigen und stark giftigen Pflanzen
Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Sumpfdotterblume - Wikipedia
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Caltha palustris: Sicherheitsabschnitt; gelesen am 23.10.2026)
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Caltha palustris: Sicherheitsabschnitt; gelesen am 23.10.2026)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (Sicherheitsabschnitt; gelesen am 23.10.2026)
- Bundesamt für Naturschutz, FloraWeb – Caltha palustris (Rote Liste V „Vorwarnliste“; Standort; gelesen am 23.10.2026)
- Wikipedia – Sumpfdotterblume (Wuchshöhe, Höhenlage; gelesen am 23.10.2026)
Häufige Fragen zu Sumpfdotterblume
Wo wächst die Sumpfdotterblume?
Die Pflanze gedeiht an Bachufern, in sumpfigen Wiesen und in feuchten Wäldern.
Wann blüht die Sumpfdotterblume?
Die Blütezeit der Sumpfdotterblumen beginnt im März und endet im Juni.
Kann man die Sumpfdotterblume essen?
Man sollte die Pflanze nicht in frischem Zustand essen.
Ist die Sumpfdotterblume giftig?
Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Sumpfdotterblume für Mensch und Tier als giftig ein (ganze Pflanze), die Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) ebenfalls; sie enthält Protoanemonin, das Haut und Schleimhäute reizt.
Ist die Sumpfdotterblume gefährdet?
In Deutschland steht die Sumpfdotterblume auf der Vorwarnliste der Roten Liste (BfN, FloraWeb).