Wildes Stiefmütterchen - als Heilpflanze verwenden

Stiefmütterchen

Name: Viola tricolor L.
Pflanzennamen im Volksmund: Ackerstiefmütterchen, Dreifaltigkeitskraut, Muttergottesschuh, Mädchenaugen, Gedenkemein, Schöngesicht, Liebesgesichtli
Pflanzenfamilie: Wildes Veilchengewächse (Violaceae)
Wuchshöhe: 10 bis 30 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Akne, Ekzem, Haut, Hautflechte, Magenverstimmung, Kopfflechte, Rheumatismus

Steckbrief / Beschreibung

Die hübschen Blüten der Wilden Stiefmütterchen, mit ihren nuancierten Farben, sind ein Schmuck der Felder und Wiesen. Neben dem Wilden Stiefmütterchen und dessen zahlreichen Unterarten gibt es noch weitere, in den Gebirgen wachsende Arten. Die Stiefmütterchen gehören zusammen mit den Veilchen in die gleiche Gattung. Stiefmütterchen und Veilchen sind sehr nahe verwandt, sie unterscheiden sich im wesentlichen nur dadurch, dass die seitlichen Blütenblätter beim Stiefmütterchen aufwärts und nicht wie beim Veilchen seit- bzw. abwärts gerichtet sind. Das Sammeln und Trocknen der Stiefmütterchen ist etwas heikel, es sollte rasch geschehen, um ein Reifwerden der Blüten und Kapseln zu vermeiden. Die getrockneten Blüten der Stiefmütterchen bewahren ihre Farbe nur wenn man sie luftdicht aufbewahrt. Bereits seit einigen Jahrhunderten wird ein Aufguss mit Wilden Stiefmütterchen innerlich gegen Hautausschlag, Geschwüre und Milchschorf oder auch äußerlich in Form von Umschlägen angewandt. Der Tee aus diesen Heilpflanzen wirkt außerdem harntreibend und blutreinigend, auch hat er eine positive Wirkung bei der Behandlung von Rheumatismus.

Je nach Standort wird das einjährige Stiefmütterchen 10 bis 30 cm hoch. Die eiförmig bis lanzettlich geformten Blätter sind gestielt und gekerbt. Sie wachsen zusammen mit mit großen, fiederteiligen Nebenblättern. Die Blütezeit der Wilden Stiefmütterchen beginnt im April und endet im Oktober. Die weißen, gelben, violetten oder oftmals gemischt gefärbten Blüten sind lang gestielt, mit je 5 ungleichen Kelch- und Kronblättern. Das unterste Kronblatt ist  gespornt. Der Geschmack der Wilden Stiefmütterchen ist bitter und etwas salzig.

Standort / Hier findet man Wilde Stiefmütterchen

Die Wilden Stiefmütterchen wachsen im gesamten europäischen Raum. Die Pflanze bevorzugt Felder, Feldränder und Wegränder. Man findet Wilde Stiefmütterchen bis in Höhenlagen von 1800 m.

Heilwirkung - Wildes Stiefmütterchen

abführend, blutreinigend, brechreizerzeugend, fiebersenkend, harntreibend, krampflösend, narbenbildend (wundheilend), schweißtreibend, tonisch

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von den Stiefmütterchen die Blüten, den Saft und die gesamte blühende Pflanze. Gesammelte Pflanzen sollten gut gelüftet, rasch und schonend im Schatten getrocknet werden.

Inhaltsstoffe der Wilden Stiefmütterchen

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Saponine, Flavonglykoside, Salicylsäure, Schleimstoffe, Gerbstoffe

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Das Wilde Stiefmütterchen wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit den Stiefmütterchen in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Akne, Ekzem, Haut, Hautflechte, Magenverstimmung, Kopfflechte, Rheumatismus

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Bilder der Wilden Stiefmütterchen

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Wildes Stiefmütterchen, Blüte

Blüte des Wilden Stiefmütterchens

Foto: Thomas Meienberg
Public Domain

Wildes Stiefmütterchen, Acker-Stiefmütterchen

Wildes Stiefmütterchen

Foto: Jörg Hempel
Bestimmte Rechte vorbehalten

Stiefmütterchen, Wilde

Wilde Stiefmütterchen

Foto: Kjetil Lenes
Public Domain

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