Streptocarpus / Zimmerpflanzen für lichtschwache Standorte

Streptocarpus

Wissenschaftl. Name: Streptocarpus
Deutscher Name: Drehfrucht
Familie: Gesneriaceae
Wuchshöhe: 20 bis 40 cm
Verwendung: Blattschmuckpflanze, Blütenschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht bis mittelschwer

pflegeleicht: Für Anfänger geeignet
mittelschwer: Erfahrung und durchschnittliche Pflegekenntnisse erforderlich
anspruchsvoll: Gute Grundkenntnisse der Zimmerpflanzenpflege sind zu empfehlen, diese können Sie hier nachlesen: Der grüne Daumen

Zahlreiche Hybriden mit schönen Blüten
Die Pflanzen aus der Gattung Streptocarpus teilt man in Gruppen mit und ohne Stengel ein. In Wohnungen trifft man meist die stengellosen Arten und Sorten dieser Pflanzen an, sie sind die Urform vieler hübscher, reichlich blühender Hybridenformen.

Einige der Streptocarpus haben eine Besonderheit, die Pflanzen bilden nur ein einzeln stehendes großes Blatt, nach der Blüte sterben diese Pflanzen dann ab. Einige Streptocarpus bilden kleinere Blätter, die der Basis eines größeren Blatts entwachsen. Es gibt aber auch Streptocarpus die mehrere gleich große Blätter in Form einer Rosette bilden. Die weit verbreiteten Hybriden gehören zu dieser Gruppe. Die Blütenstiele dieser Hybriden wachsen aus der Basis der Mittelrippe eines jeden Blatts und sie tragen meist mehrere Blüten.

Streptocarpus mit Stielen bilden wechselständig stehende Blätter an sich stark verzweigenden Stengeln. Die Blütenstiele dieser Arten wachsen dann aus den Blattachseln. Einige Arten tragen mehrere Blüten an einem Stiel, andere nur eine einzelne Blüte. Alle Streptocarpus Blüten bestehen aus einem fünfzähligem Kelch, der die verlängerte, zylindrisch geformte, zu einem ebenfalls fünfzähligen Saum ausgebreitete Blumenkrone umgibt. Nach der Blüte bilden sich in Spiralen gedrehte hübsche Samenkapseln. Um die anhaltende Blüte einer Streptocarpus zu fördern, entfernt man diese Samenkapseln nachdem sie sich gebildet haben.

Die sich im Handel befindlichen sind unter der Bezeichnung Streptocarpus Hybriden zusammengefasst, bei einigen Sorten ist nur eine vegetative Vermehrung möglich, andere wiederum können auch generativ durch die Samenaussaat vermehrt werden.

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Steckbrief / Beschreibung

Streptocarpus "Constant Nymph" ist eine sehr beliebte und verbreitete Sorte, diese Hybride bildet rosettenförmig angeordnete, kräftig grün gefärbte, länglich ovale, bis zu 30 cm lange Blätter. Der Basis einer Mittelrippe entwachsen vom Frühjahr bis in den Herbst mehrere Blütenstiele mit jeweils 2 bis 6 blau gefärbten und dunkelblau gestreiften Blüten. Die Blüten treten von Frühjahr bis Herbst auf. Aus Streptocarpus "Constant Nymph" sind viele weitere Sorten mit unterschiedlichsten Blütenfarben gezüchtet worden.

Wiesmoor Hybriden sind eine bereits seit langem gezüchtete Sorte. Diese Pflanzen haben eine große Ähnlichkeit mit den anderen Streptocarpus Hybriden, sie werden aber generell auf generativem Wege, also durch Aussaat der Samen, vermehrt. Um die Eigenschaften der Hybriden in der einmal gezüchteten Form zu erhalten, werden die meisten Streptocarpus  Hybriden jedoch vegetativ vermehrt. Bei guten Kulturbedingungen legt diese Pflanze keine Ruhepause ein und wächst das ganze Jahr hindurch. Die länglich ovalen, spitz zulaufenden Blätter sind hell olivgrün gefärbt mit grünlich weißen Mittelstreifen, die Unterseite der Blätter ist purpurrot. Die Siderasis ist mit kurzen, sehr feinen, rostfarbenen Haaren bedeckt. Zu Beginn des Herbstes bildet die Pflanze behaarte Blütenstengel mit dreizähligen Blüten von veilchenblauer bis rotvioletter Färbung. Größere Pflanzen bilden an der Basis Ableger aus.

Streptocarpus rexii bildet rosettenförmig angeordnete, länglich oval geformte, behaarte, runzelige, leicht gekerbte, kräftig grüne, 20 cm lange und 5 cm breite Blätter. Die Pflanze bildet vier lange Blütenstiele mit bis zu jeweils drei Blüten aus. Die Blütenfarbe reicht von hellblau bis lila mit feinen dunklen Streifen im Blütenschlund. Bei guten Kulturbedingungen bildet die Streptocarpus rexii permanent neue Blüten aus.

Streptocarpus saxorum wächst mit sich verzweigenden, flach ausbreitenden Stengeln. Die sich samtig anfühlenden, elliptisch geformten, auf der Oberseite dunkelgrün gefärbten, auf der Unterseite blassgrünen Blätter dieser Hybride wachsen in gegenständigen Paaren oder Quirlen zu dritt an den Stengeln. Die Blätter der Streptocarpus saxorum sind am Rand nach unten eingeschlagen und von kräftigen Adern durchzogen. An den 8 bis 15 cm langen Blütenstielen bilden sich einzelne behaarte, weißliche Blüten mit einem in zartem lila gefärbten Schlund.

Licht / Standort

Während der Wachstumsperiode kultiviert man  die Streptocarpus an einem hellen bis mittelhellen Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung. Die Pflanzen wachsen besser an einem möglichst gleichmäßig beleuchteten Standort. Die Streptocarpus sollten aber möglichst nahe an einem Fenster stehen, damit das Licht für die Fotosynthese ausreicht.

Hinweis: Eine Streptocarpus gedeiht auch mit wenig Licht noch an Standorten, die für die meisten Zimmerpflanzen zu dunkel oder schattig sind. Besser ist es jedoch, dunkle Zimmerecken mit einer Pflanzlampe aufzuwerten. Beleuchtet werden Pflanzen zu einem attraktiven Blickfang. Die Pflanzen danken es auch mit kräftigerem Wachstum, wenn wir Ihnen statt des fehlenden Tageslichts eine künstliche Beleuchtung geben.

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Gießen / Wässern

Streptocarpus gießt man gleichmäßig, der Topfballen wird beim wässern gut angefeuchtet. Vor der jeweils nächsten Wassergabe lässt man die oberste Schicht der Erde leicht antrocknen. Da Streptocarpus von Natur aus in Humus wurzeln, lieben die Pflanzen keinen Kalk. Zum Gießen verwendet man deshalb am besten Regenwasser.

Temperatur

Die Streptocarpus Pflanzen wachsen bei normalen Zimmertemperaturen das ganze Jahr über. Bei der Pflege dieser Pflanzen sollte man bei Temperaturen ab 24 °C für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Ein mit Kieseln und Wasser gefüllter Untersetzter leistet hierbei gute Dienste. Fallen die Temperaturen unter etwa 13 °C, beginnen fast alle Streptocarpus eine Ruheperiode einzulegen.

Vermehren der Streptocarpus

Mit Ausnahme der stengelbildenden Streptocarpus saxorum vermehrt man die Hybriden im zeitigen Frühjahr durch Blattstecklinge. Man schneidet dafür ein Blatt von der Pflanze und zerteilt es durch Querschnitte in zwei bis vier Teile. Diese Teilstücke werden mit der unteren Schnittkante in ein kleines Pflanzgefäß etwa 10 mm tief in ein Gemisch aus Torf und Sand gesteckt. Danach stellt man die Töpfe an einen hellen, aber nicht sonnigen Platz und hält das Substrat mäßig feucht. An der Schnittkante des Blattstecklings bilden sich nach etwa 5 Wochen Wurzeln und kleine Pflänzchen. Sobald die Pflanzen etwa 7 cm hoch sind, werden sie vom Blatt abgetrennt, einzeln in Pflanzgefäße umgetopft und danach wie ausgewachsene Streptocarpus weiterbehandelt.

Die stengelbildende Streptocarpus saxorum vermehrt man im Frühjahr mit 7 bis 10 cm langen Kopfstecklingen. Die Stecklinge dieser Pflanze werden jeweils einzeln etwa 1,5 cm tief in ein angefeuchtetes Gemisch aus Torf und Sand gesteckt. Danach stellt man sie an einen hellen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung. Das Substrat muss nun bis zum ersten neuen Austrieb permanent  leicht feucht gehalten werden. Danach werden die kleinen Pflanzen wie ausgewachsene Exemplare weiterkultiviert.

Erde / Substrat

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Man kultiviert die Streptocarpus in einem Gemisch aus gleichen Teilen Komposterde, Torf und Sand. Auf den Boden des Pflanzgefäßes sollte man für einen besseren Wasserabzug eine Schicht Tonscherben legen.

Umtopfen der Streptocarpus

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Streptocarpus sind flachwurzelnde Pflanzen, sie gedeihen am besten in flachen Pflanzgefäßen oder Schalen. Wenn der Topf gut durchwurzelt ist, kann man die Pflanzen zum Ende der Blühzeit oder im Frühjahr umtopfen.

Düngen / Nährstoffbedarf

Die Streptocarpus wird alle 14 Tage mit einem handelsüblichen Flüssigdünger gedüngt.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Wollläuse können bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit, zu starker Zugluft oder anderen Pflegefehlern an den Pflanzen auftreten. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Läuse ist gut auf den Blättern und besonders auf den Blattunterseiten zu erkennen. > Wollläuse, Schmierläuse bekämpfen / Symptome erkennen

Bei einem Befall mit der roten Spinne sind die befallenen Blätter der Pflanze mit einem feinen Gespinst überzogen. Bei einer  genaueren Untersuchung sieht man kleine helle bis gelblich weiße Flecken. Bei stärkerem Befall mit der roten Spinne ändert sich die Farbe der Blätter von grün zu gelb und graugün bis kupferbraun. > Rote Spinne bekämpfen / Symptome erkennen

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Bilder der Streptocarpus

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Drehfrucht

Streptocarpus

Foto: Wildfeuer
Lizenz: GFDL