Schefflera actinophylla

Schefflera
Strahlenaralie

Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Araliengewächse (Araliaceae)
Unterfamilie: Aralioideae
Gattung: Schefflera
Deutscher Name: Strahlenaralie
Wissenschaftl. Name: Schefflera J.R.Forst. & G.Forst.
Unter Glas (in Wohnungen) gepflegte Art/en, Sorten oder Varietäten: Schefflera actinophylla, Schefflera arboricola, Schefflera elegantissima, Schefflera elegantissima ‘Castor‘, Schefflera veitchii
Wuchshöhe unter Glas (Wohnung): 50 bis 180 cm
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht

Arten & Pflege der Schefflera

Die Schefflera Pflege ist einfach, die Pflanzen verzeihen auch den einen oder anderen Pflegefehler.

Die Pflanzen aus der Gattung Schefflera sind kleinwüchsige Bäume und Sträucher. Eine Schefflera ist eine Blattpflanze mit strahlenförmig angeordneten, ledrigen, glänzenden Blättern. Jüngere Pflanzen bilden meist 3 bis 5, ältere Pflanzen  5 bis 15 einzelne, länglich ovale, glänzend olivgrün gefärbte oder panaschierte und bis zu 30 cm lange Blätter.

Die ursprünglich aus Australien stammenden Schefflera bildet in der freien Natur prächtige, rot gefärbte Blüten, in Wohnungskultur sind Blüten eher selten oder gar nicht zu erwarten.


Schefflera actinophylla

Schefflera actinophylla

Schefflera actinophylla wird unter diesen Namen zum Verkauf angeboten: Fingeraralie, Schefflera, Großblättrige Schefflera, Lackblatt, Queensland-Strahlenaralie, Synonym: Brassaia actinophylla

Diese aus Nordostaustralien oder Neuguinea stammende Aralie wächst mit einem straff aufrecht strebenden Stamm und wechselständig angeordneten Blättern. An den verhältnismäßig langen Blattstielen bilden sich große, handförmig geteilte Blätter mit jeweils 5 bis 9 länglich-ovalen Einzelblättern. Diese hängen bei älteren Pflanzen leicht über. Je nach Alter erreicht eine Schefflera actinophylla eine Wuchshöhe zwischen 30 und gut 200 cm.

Schefflera actinophylla vertragen höhere Temperaturen nicht so gut. Idealerweise sollte die Temperatur während der sommerlichen Vegetationsphase 16 bis 20°C und während der winterlichen Vegetationsruhe 12 bis 15°C betragen. Ein heller bis halbschattiger Platz ist für die Pflege dieser Pflanze ideal. Im Sommer ist direkte Sonnenbestrahlung, besonders während der heißen Mittagsstunden zu vermeiden.

Das Substrat sollte ein gut durchlässiges Gemisch aus Humuserde, tonhaltiger Landerde und Perliten, mit einem Boden pH-Wert von 5,5 bis 6,5 sein. Schefflera actinophylla vermehrt man durch Aussaat bei 20 bis 25°C. Dabei ist es wichtig, möglichst frisches Saatgut zu verwenden.

Pflegehinweise: Staunässe, stark vernässtes Substrat sind zu vermeiden, denn die Schefflera actinophylla besitzen sehr nässeempfindliche Wurzeln. Große Pflanzen vertragen problemlos einen Rückschnitt. Die Pflanzen sind bei ungünstigen Pflegebedingungen anfällig für Schildläuse.


Schefflera arboricola

Schefflera arboricola

Schefflera arboricola wird unter diesen Namen zum Verkauf angeboten: Strahlenaralie, Kleinblättrige Schefflera, Kleine Strahlenaralie, Synonym: Heptapleurum arboricola

Diese ursprünglich aus Taiwan stammende Schefflera wächst als aufrechter, spärlich verzweigter Strauch. Die sich an den langen Stielen bildenden Blätter sind wechselständig angeordnet, handförmig geteilt und von dunkelgrüner Farbe. Schefflera arboricola gibt es auch in unterschiedlichen panaschierten ( Bild ansehen ) Mutationsformen. Je nach Alter erreicht eine Schefflera actinophylla eine Wuchshöhe zwischen 30 und 150 cm.

Ein guter Standort für die Schefflera arboricola ist hell bis halbschattig. Während des Sommers sollte die heiße Mittagssonne deutlich abgeschattet werden, ansonsten ist mit Verbrennungen zu rechnen. Diese Schefflera Art mag es eher kühl, 15 bis 20°C sind empfehlenswert.

Das Substrat sollte ein durchlässiges Gemisch aus Humuserde, tonhaltiger Landerde und Perliten, mit einem Boden pH-Wert von 5,8 bis 6,5 sein. Schefflera arboricola vermehrt man durch Kopf- und Blattaugenstecklinge oder durch Abmoosen.

Pflegehinweise: Staunässe und stark vernässtes Substrat sind bei der Pflege einer Schefflera arboricola unbedingt zu vermeiden, denn die Pflanzen besitzen äußerst nässeempfindliche Wurzeln. Große Pflanzen vertragen einen Rückschnitt. Die Pflanzen sind bei ungünstigen Pflegebedingungen, besonders bei zu niedriger Luftfeuchte, anfällig für Schildläuse, Spinnmilben, Weichhautmilben und Thripse.


Schefflera elegantissima

Schefflera elegantissima

Schefflera elegantissima wird unter diesen Namen zum Verkauf angeboten: Schmalblättrige Fingeraralie, Neukaledonische Strahlenaralie, Synonym: Aralia elegantissima, Dizygotheca elegantissima

Die aus Neukaledonien stammende Schefflera elegantissima wächst als verholzender, aufrechter Spross, dem wechselständig angeordnete, geteilte Blätter entwachsen. Die Blattränder sind stark gezähnt, die schmalen Blattflächen bilden einen schönen Kontrast zu dem deutlich heller gefärbtem Mittelsaum. Schefflera elegantissima erreicht als Topfpflanze, je nach Alter, eine Wuchshöhe zwischen 20 und 80 cm.

Schefflera elegantissima pflegt man an einem hellen bis halbschattigen Standort. Die Sommertemperaturen sollten 18 bis 25°C, die Überwinterungstemperaturen 15 bis 20°C betragen. Das Substrat sollte ein gut durchlässiges Gemisch aus Humuserde, tonhaltiger Landerde und Perliten, mit einem Boden pH-Wert von 5,5 bis 6,5 sein.

Schefflera elegantissima vermehrt man durch Aussaat oder durch Okulation (Bild ansehen).

Pflegehinweise: Nässe, vernässtes Substrat, Ballentrockenheit, Lufttrockenheit und Zugluft sollte man vermeiden. Die Schefflera sind dankbar für erhöhte Luftfeuchtigkeit, mindestens 50 bis 75% sind wünschenswert. Die Pflanzen sind bei ungünstigen Pflegebedingungen anfällig für Blattläuse, Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben und Weichhautmilben.


Schefflera elegantissima ‘Castor‘

Schefflera elegantissima ‘Castor‘

Schefflera elegantissima ‘Castor‘ wird unter diesen Namen zum Verkauf angeboten: Dichtblättrige Fingeraralie, Synonym: Aralia elegantissima, Dizygotheca elegantissima.

Diese aus Neukaledonien stammende Pflanze bildet einen straff aufrecht strebenden, verholzenden Spross mit kurzen Abständen zwischen den Blättern (Internodien > ansehen) . So entsteht das dichtblättrige Wuchsbild dieser Schefflera. Die wie auch bei den anderen Arten fingerförmig geteilten Blätter sind für eine Schefflera ziemlich kurz gestielt. Auch die breitere Blattform ist ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu der Schefflera elegantissima Die Blattfarbe ist dunkelgrün. Schefflera elegantissima ‘Castor‘ erreicht als Topfpflanze, je nach Alter, eine Wuchshöhe zwischen 20 und 40 cm, unter guten Bedingungen aber auch deutlich mehr.

Schefflera elegantissima ‘Castor‘ pflegt man an einem hellen bis teilschattigem Standort. Die sollten ganzjährig 18 bis 20°C betragen. Als Substrat verwendet man ein gut durchlässiges Gemisch aus Humuserde, tonhaltiger Landerde und Perliten, mit einem Boden pH-Wert von 5,8 bis 6,5 sein.

Schefflera elegantissima ‘Castor‘ vermehrt man durch Aussaat oder durch Kopfstecklinge.  Die Pflanzen sind bei ungünstigen Pflegebedingungen anfällig für Blattläuse, Wollläuse, Schildläuse und Spinnmilben. Bei zu nasser Pflege neigt dieser Art zur Wurzelfäule.


Schefflera veitchii

Schefflera veitchii

Schefflera veitchii wird meist unter dem Namen Breitblättrige Fingeraralie zum Verkauf angeboten. Synonyme: Aralia veitchii, Dizygotheca veitchii

Diese ebenfalls aus Neukaledonien stammende Schefflera wächst mit einem aufrecht strebenden Stamm, der wechselständig an 10 bis 15 cm langen Stielen handförmig geteilte, bis 15cm lange, grüne glänzende Blätter bildet. Die gewellten Blattränder der relativ breiten Einzelblättchen stehen in einem hübschen Kontrast zu den deutlich heller gefärbten Mittelnerven. Schefflera veitchii  erreicht als Topfpflanze eine Pflanzenhöhe zwischen 40 und 100 cm.

Schefflera veitchii pflegt man an einem hellen Standort. Die pralle Mittagssonne darf diese Pflanzen nicht bescheinen und muss deshalb deutlich abgeschattet werden. Die Temperaturen während der Vegetationsperiode sollten 18 bis 25°C, die Überwinterungstemperaturen 15 bis 20°C betragen. Als Substrat verwendet man ein gut durchlässiges Gemisch aus Humuserde, tonhaltiger Landerde und Perliten, mit einem Boden pH-Wert von 5,8 bis 6,5 sein.

Schefflera veitchii vermehrt man durch Aussaat. Die Pflanzen sind bei ungünstigen Pflegebedingungen anfällig für Schildläuse, Spinnmilben, Weichhautmilben. Wie auch bei den vorgenannten Arten ist Staunässe unbedingt zu vermeiden, sonst gibt es Wurzelfäule.

Bildnachweise: Schefflera Actinaphylla von Manuel Rodriguez , Schefflera actinophylla von Limysei1235, Schefflera arboricola von Ijennysleeam88, Schefflera elegantissima von Eric in SF unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 alle über Wikimedia Commons.

Standort / Licht

Alle Schefflera Arten pflegt man an einem hellen bis halbschattigem Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung während der heißen Mittagsstunden. Diffuses, zerstreutes Sonnenlicht während der Morgen- oder späten Nachmittagsstunden ist für eine Schefflera vorteilhaft.

Während des Sommers ist eine ausreichende Beleuchtung kein Problem, vorausgesetzt man stellt die Pflanze nicht in eine dunkle Ecke des Zimmers. In der lichtarmen Jahreszeit sollte man die Lichtwerte überprüfen, nur eine ausreichend hell gepflegte Schefflera bleibt auch während der Überwinterung gesund und schädlingsfrei.

Günstig sind nach Osten- oder Westen ausgerichtete Blumenfenster. Auch ein Südfenster kommt als Standort in Frage, die kräftige Sonne muss hier aber durch Gardinen, vorgestellte sonnenliebende Pflanzen oder ähnliches deutlich abgeschwächt werden. Dicht vor einem Südfenster wachsende Bäume oder Büsche erfüllen meist die gleiche Funktion, sofern sie nicht die kräftige Mittagssonne direkt durch das Fenster scheinen lassen.

Die Beleuchtungsstärke für eine Schefflera sollte im Schnitt etwa 1500 Lux betragen. Rein grüne belaubte Arten kommen auch mit etwas weniger Licht (1300 Lux) zurecht, panaschierte Arten benötigen mit 1700 Lux eher etwas höhere Lichtwerte.

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort

Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

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Schefflera Gießen / Wässern

Während der Hauptwachstumsphase gießt man alle Schefflera mäßig.

Schefflera mäßig gießen

Mäßiges Gießen der Schefflera

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von etwa 2 cm antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert zur Überprüfung gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats gut trocken anfühlt, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen, das Substrat darf nicht durchtrocknen.
  2. Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 5 Minuten abgeschüttet.

Wer die Schefflera von unten bewässern möchte, gibt ein wenig Wasser in den Untersetzer und wartet bis alles aufgesogen wurde. Dies widerholt man je nach Topfgröße mehrmals. Es sollte kein Wasser in dem Untertopf stehenbleiben.

Besonders wichtig ist, dass alle Schefflera Arten nicht zu nass gepflegt werden dürfen! Pitschnasse Erde, als Folge großzügiger Wassergaben, führt schnell zu einer Wurzelfäule und zum Abwurf der Blätter. Ein trockener Wurzelballen muss ebenfalls vermieden werden. Im Inneren des Topfballens sollte immer eine gleichmäßige, aber eben nur leichte, Bodenfeuchtigkeit bestehen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
Einkaufstipp: Automatische (Urlaubs) - Bewässerung für Pflanzen & Feuchtigkeitsmesser

Luftfeuchtigkeit

Schefflera einsprühen

Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, 60 bis 70%, ist für alle Schefflera Arten vorteilhaft. Bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen gesund und entwickeln sich prächtig, sofern auch die anderen Pflegebedürfnisse ausreichend erfüllt werden.

Außerhalb der Heizperiode ist die natürliche Luftfeuchte für die meisten Pflanzen in Ordnung. Während des Winters sinkt die Luftfeuchte in unseren Wohnungen jedoch deutlich. Problematisch ist es besonders dann, wenn die Schefflera während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht. Mit einer Wetterstation oder einem einfachen Hygrometer lässt sich der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft messen, bei Bedarf kann man die Luftfeuchte durch Sprühen oder Verdunster erhöhen.

Bekommt eine Schefflera braune, vertrocknete Blattspitzen, so liegt dies meist an zu trockener Luft. Problematisch ist es, wenn die Pflanze während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht.

Bei Bedarf sollte man die Luftfeuchte erhöhen, hierfür eignen sich in der Nähe der Pflanze aufgestellte Luftbefeuchter (hier über Amazon erhältlich) oder Verdunster für Heizkörper (hier über Amazon).

Zusätzlich ist es hilfreich, die Pflanze hin und wieder mit weichem, zimmerwarmem Wasser einzusprühen. Damit die Sprühdüse nicht verstopft verwendet man gefiltertes Regenwasser. Leitungswasser eignet sich nicht so gut, denn es hinterlässt im Laufe der Zeit oft Flecken auf den Blättern. Am besten funktioniert das Einsprühen mit einem kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze (hier über Amazon erhältlich).

Damit können die Blätter der Pflanze unproblematisch von allen Seiten, auch von unten besprüht werden, ohne den Topf drehen zu müssen. Dies ist bei empfindlichen Zimmerpflanzen wichtig, denn manche reagieren mit Knospen- oder Blattfall auf eine Änderung des Lichteinfalls. Einfache Handsprüher wie sie z.B bei Haushaltsreinigern verwendet werden, sind unpraktisch in der Verwendung und gehen meist schnell kaputt.

Schefflera überwintern / Ruheperiode

Die Schefflera legt keine ausgesprochene Ruheperiode ein und wächst das ganze Jahr über. Aufgrund des geringeren Lichtangebotes während der Wintermonate und den kürzeren Tagen, verlangsamt sich das Wachstum der Pflanzen jedoch deutlich.

Um das für die Überwinterung notwendige Licht bereitzustellen eignen sich dicht über den Pflanzen angebrachte Leuchtstoffröhren bzw. energiesparendere Pflanzlampen mit LED. Bei einem Standort im Wintergarten oder vor ausreichend großen Süd-, Südwest-, oder Südostfenstern mit ungehindertem Lichteinfall ist in der Regel keine Zusatzbeleuchtung erforderlich.

Während der Vegetationsruhe benötigen die Schefflera etwas weniger Wasser, die Gießmenge und Häufigkeit muss dem Vegetations-Rhythmus angepasst werden. Kontrollieren Sie das Substrat regelmäßig und vermeiden Sie weiterhin Ballentrockenheit und Vernässung.

Die Temperaturen dürfen auch zwischen Oktober und März nicht unter 15°C, bei panaschierten Sorten nicht unter 18°C fallen. Niedrigere Temperaturen oder kalte Zugluft führen schnell zum Abwurf der Blätter.

Während der Überwinterung werden leicht wüchsige Schefflera nur ein- bis zweimal schwach gedüngt. Stagnierende Pflanzen düngt man während der Überwinterung nicht.

Zu Beginn der Vegetationsperiode werden die Schefflera wieder etwas kräftiger gegossen. Beginnt die Pflanze nun auszutreiben, so fängt man auch wieder mit dem regelmäßigen Düngen an.

Schefflera überwintern

Um während der Ruheperiode den Feuchtigkeitsgehalt im Inneren des Topfes richtig einschätzen zu können, benötigt man ein Feuchtigkeitsmessgerät für Zimmerpflanzen. Dies gilt ganz besonders für größere Pflanzgefäße.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Schefflera kann während der warmen Jahreszeit, sofern die Tages- oder Nachttemperaturen nicht unter 18 °Celsius sinken, an einem geschützten, hellen bis halbschattigem Standort im Freien gepflegt werden. Die Schefflera dürfen aber nicht direkt von der heißen Mittagssonne beschienen werden. Etwas zerstreutes Sonnenlicht, besonders während der Morgen- oder Nachmittagsstunden, wird jedoch vertragen.

Temperatur

Schefflera actinophylla vertragen höhere Temperaturen nicht so gut. Idealerweise sollte die Temperatur während der sommerlichen Vegetationsphase 16 bis 20°C und während der winterlichen Vegetationsruhe 12 bis 15°C betragen.

Schefflera arboricola mag es eher kühl, 15 bis 20°C sind empfehlenswert.

Schefflera elegantissima pflegt man im Sommer zwischen 18 bis 25°C, die Überwinterungstemperaturen sollten 15 bis 20°C betragen.

Schefflera elegantissima ‘Castor‘ pflegt man ganzjährig bei 18 bis 20°C.

Schefflera veitchii sollte während der Vegetationsperiode bei 18 bis 25°C, und während der Überwinterung bei 15 bis 20°C gepflegt werden.

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Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock

Schefflera vermehren

Im Frühjahr kann man eine Schefflera mit Kopf- oder Stammstecklingen vermehren. Man schneidet einen etwa 8 cm langen Steckling direkt unterhalb eines Blattknotens ab, entfernt die unteren Blätter und setzt den Steckling in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand. Ein vorheriges Eintauchen der Schnittstelle in ein Bewurzelungshormon ist für die Bewurzelung des Stecklings sehr hilfreich.

Über das Pflanzgefäß stülpt man einen Plastikbeutel und stellt es an einen nicht sonnigen aber hellen Platz. Die ideale Temperatur zur Bewurzelung liegt zwischen 18 und 22 °C. Bei niedrigeren Temperaturen wird der Schefflera Steckling meist faulen, bevor er Wurzeln ausbilden kann. Das Substrat wird bis zur Bewurzelung nur schwach gegossen, die Anzuchterde sollte nur leicht feucht sein. Bei ausreichenden Lichtverhältnissen und geeigneten Temperaturen wurzelt der Steckling in drei bis vier Wochen.

Nach 5 bis 6 Wochen zeigt ein neuer Austrieb dann die erfolgreiche Bewurzelung der Stecklinge an. Man deckt die jungen Pflanzen dann langsam in einem Zeitraum von einigen Tagen ab und wässert vorsichtig, wobei man die obersten zwei Drittel der Erde zwischen den jeweiligen Wassergaben abtrocknen lässt.

Wenn die jungen Pflanzen dann 7 bis 10 cm hoch gewachsen sind, beginnt man im Abstand von 4 Wochen mit dem Düngen in schwacher Konzentration, bis junge Wurzeln an der Oberfläche der Erde sichtbar werden. Bis zu diesem Zeitpunkt haben sich meist auch 2 bis 3 neue Blätter ausgebildet. Nun kann man die kleinen Schefflera in ein etwas größeres Pflanzgefäß umtopfen und wie ausgewachsene Exemplare weiterpflegen.

Die Schefflera Arten lassen sich auch durch Aussaat vermehren.

 

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
Einkaufstipp: Aufzucht-, Anzucht u. Gewächshäuser zur Vermehrung

Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Schefflera ist ein Substrat mit einem schwach saurem Boden pH-Wert von etwa 6,0.

Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, pH-Wert etc. nicht gewährleistet sind.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man die Schefflera in gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen werden ebenfalls erfüllt. Da das eigene Substrat, im Gegensatz zu einfacher Blumenerde, über einen langen Zeitraum nicht zusammensackt und verdichtet, kann man auf ein jährliches Umtopfen verzichten.

Mischung für Schefflera - pH-Wert 6,0 bis 6,5

  • 4 Anteile Torfsubstrat
  • 2 bis 3 Anteile Ackererde mit Tonanteil
  • 0,5 Anteile Quarzsand
  • 1 Anteil Bims-Kies, Lavalit, oder Lavagranulat

Alles muss gut miteinander vermischt werden.

Der Boden pH-Wert wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torf oder Humussubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Die Landerde (Ackererde mit Tonanteil) muss vor der Verwendung durch Erhitzen sterilisiert werden. Mit einem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert überprüfen.

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Weißtorf dient als Basis für Mischungen mit niedrigem pH-Wert.
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Torfsubstrat dient als Basis für Mischungen mit niedrigem pH-Wert.
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Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
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Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
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Lavagranulat: Eifel-Lava, rein mineralisches Material. Körnung ca. 0-12 mm.
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Vermiculite: aufgeblähtes Tonmineral zur Substratverbesserung: Lockerung, großes Anlagerungsvermögen für Nährstoffe und Wasser. Körnung 1-3mm
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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die richtige Mischung für Zimmerpflanzen

Schefflera umtopfen

Eine Schefflera wird bei Bedarf im zeitigen Frühjahr umgetopft.

Man topft die Pflanze um, wenn

  • der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein geworden ist
  • das Substrat zusammengesackt ist
  • der Topf vollständig durchwurzelt ist
  • wenn reichlich Wurzeln an die Oberfläche treten

Zum Umtopfen der Schefflera wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Pflanze werden abgeschnitten. Auch lebende Wurzeln können bei Bedarf gestutzt werden. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf einer Schefflera ist eher gering. Während der Hauptwachstumszeit bekommt die Schefflera bei jedem dritten bis vierten Gießvorgang einen handelsüblichen Dünger für Zimmerpflanzen nach Herstellerangaben. Während des Winters düngt man seltener, zwischen November und März reichen meist ein bis zwei schwache Düngergaben aus.

Schefflera schneiden

Eine Schefflera verträgt problemlos einen Rückschnitt vom zeitigen Frühjahr bis in den Sommer. Zu lange Triebe kürzt man maximal um 2/3 ihrer Länge. Das Schneiden der Triebe einer Pflanze die nicht verholzt sind macht man mit einem scharfen Messer. Verholzte Triebe beschneidet man immer mit einer Gartenschere. Sehr dicke Triebe werden mit einer Astschere oder mit einer Säge gekappt.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
Einkaufstipp: Gartenscheren und Astscheren für den Zimmergärtner

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Schefflera actinophylla: Staunässe, stark vernässtes Substrat sind zu vermeiden, denn die Pflanzen besitzen sehr nässeempfindliche Wurzeln. Große Exemplare vertragen problemlos einen Rückschnitt. Die Pflanzen sind bei ungünstigen Pflegebedingungen anfällig für Schildläuse.

Schefflera arboricola: Staunässe und stark vernässtes Substrat sind bei der Pflege unbedingt zu vermeiden, denn die Pflanzen besitzen äußerst nässeempfindliche Wurzeln. Große Pflanzen vertragen einen Rückschnitt. Die Pflanzen sind bei ungünstigen Pflegebedingungen, besonders bei zu niedriger Luftfeuchte, anfällig für Schildläuse, Spinnmilben, Weichhautmilben und Thripse.

Schefflera elegantissima: Nässe, vernässtes Substrat, Ballentrockenheit, Lufttrockenheit und Zugluft sollte man vermeiden. Die Schefflera sind dankbar für erhöhte Luftfeuchtigkeit, mindestens 50 bis 75% sind wünschenswert. Die Pflanzen sind bei ungünstigen Pflegebedingungen anfällig für Blattläuse, Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben und Weichhautmilben.

Schefflera elegantissima ‘Castor‘ sind bei ungünstigen Pflegebedingungen anfällig für Blattläuse, Wollläuse, Schildläuse und Spinnmilben. Bei zu nasser Pflege neigt dieser Art zur Wurzelfäule.

Schefflera veitchii sind bei ungünstigen Pflegebedingungen anfällig für Schildläuse, Spinnmilben, Weichhautmilben. Wie auch bei den vorgenannten Arten ist Staunässe unbedingt zu vermeiden, sonst gibt es Wurzelfäule.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Eine Schefflera ist giftig. Dies gilt für Mensch und Haustier. Die Pflanze enthält giftige, haut- und schleimhautreizende Substanzen.

Erste Hilfe Maßnahmen und Notrufnummern haben wir Ihnen auf unserer Seite Vergiftung durch Pflanzen zusammengestellt. Besonders wichtig ist es, den Kindern einen richtigen Umgang mit Pflanzen zu vermitteln, denn eine ständige Kontrolle nicht möglich ist. Dies gilt besonders für verlockend aussehende Früchte, Blüten und Beeren. Beispiele für Giftpflanzen im Außenbereich sind Maiglöckchen, Oleander, Pfaffenhütchen, Eibe. In Wohnungen findet man beispielsweise Efeu, Dieffenbachia oder Wandelröschen.

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