Aloen – sukkulente Pflanzen
Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae)

ca. 17 Min. Lesezeit Aktualisiert: 

🌿 Aloe – Auf einen Blick

  • Licht: Mind. 2.000 Lux, heller Fensterplatz, keine pralle Mittagssonne
  • Gießen: Mäßig – oberste 2 cm Substrat zwischen den Wassergaben antrocknen lassen
  • Temperatur: 10–30 °C; kurze Winterruhe bei 10–13 °C regt die Blüte an
  • Substrat: Locker, durchlässig, pH 6,0–7,2; fertige Sukkulentenerde eignet sich gut
  • Vermehrung: Einfach durch Seitensprosse (Kindel) am Fuß der Mutterpflanze

Aloen (Aloe) sind eine etwa 500 sukkulente Arten umfassende Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Affodillgewächse (Asphodeloideae) innerhalb der Familie der Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae).

Die Aloe Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler.

Aloe ferox – sukkulente Zimmerpflanze mit stacheligen Blättern und fleischiger Rosette

Aloe ferox: robuste Sukkulente mit langen, stacheligen Blättern – ideal als Zimmerpflanze auf einer hellen Fensterbank

Wuchsbilder & Beschreibung

Deutscher Name: Tiger Aloe, Papageien Aloe, baumartige Aloe, bebänderte Aloe, Echte Aloe
Wissenschaftlicher Name: Aloe L.
Familie: Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae)
Unterfamilie: Affodillgewächse (Asphodeloideae)
Wuchshöhe: 5 bis 100 cm
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht, für Anfänger geeignet

Aloen sind ausdauernde, blattsukkulente Pflanzen. Sie wachsen mit dickfleischigen, spitz zulaufenden Blättern, die bei den meisten Arten eine Rosette bilden. Bei manchen Aloen besitzen die Blattspitzen kurze Stacheln, bei anderen sind die Blätter dicht mit spitzen Stacheln und hakenförmigen Zähnen besetzt. Die Blütenstände der Aloen können sich ab Ende des Winters und bis zum Anfang des Sommers in den Blattachseln ausbilden. Ein Blütenstand besteht in der Regel aus einer Traube mit röhrenförmigen, orangefarbenen oder roten Blüten.

Aloe Arten / Sorten

Aloe arborescens – Baum-Aloe mit schmalen gezahnten Blättern und holzigem Stamm

Aloe arborescens (Baum-Aloe): schmale, gezähnte Blätter in lockerer Rosette auf kahlem, holzigem Stamm – bildet leuchtend rote Blüten

Aloe arborescens

Aloe arborescens, auch als Baum-Aloe bekannt, hat sehr schmale und gezahnte Blätter, die eine lockere Rosette am Ende des kahlen und holzigen Stamms bilden. Wenn die Pflanze ein Alter von zwei bis drei Jahren erreicht hat, bilden sich am Fuß des Stamms Seitensprosse.

An der Spitze eines langen, verzweigten Stamms kann die Aloe einen Blütenstand mit roten Blüten ausbilden.


Aloe aristata

Aloe aristata – stammlose Sukkulente mit dunkelgrünen knotig-stacheligen Blättern in Rosettenform

Aloe aristata: stammlose Sukkulente mit 8–15 cm langen, dunkelgraugrünen Blättern und weißlichen Randstacheln – bildet orangerote Blüten im Frühling

Aloe aristata wächst stammlos mit fleischigen, dunkelgraugrünen Blättern. Die Blätter dieser Aloen sind 8–15 cm lang, auf der Rückseite knotig-stachelig und bilden eine Rosette. Auch werden zahlreiche weißliche Randstacheln bei dieser Aloen Art ausgebildet.

Die hübschen orangeroten Blüten, die sich im späten Frühling auf einem etwa 35 cm langen Schaft entwickeln, verwelken bereits nach wenigen Tagen.

Ältere Pflanzen der Aloe aristata bilden zahlreiche Seitentriebe.


Aloe vera (Aloe barbadensis)

Aloe vera Wüstenlilie – Heilpflanze mit blaugrünen lanzettartigen Blättern und heilendem Gel

Aloe vera (Wüstenlilie): bekannte Heilpflanze mit blaugrünen lanzettartigen Blättern – der Blattsaft wirkt nachweislich heilend bei Verbrennungen

Aloe vera, auch als Aloe barbadensis oder Wüstenlilie bekannt, ist seit langem als Heilpflanze bekannt. Der Saft dieser Aloen hat besonders bei Brandwunden eine nachgewiesene, sehr gute Heilwirkung.

Aloe vera bildet einen 35–55 cm hohen Stamm und lanzettartige, 30–60 cm lange Blätter. Die Färbung hat einen blaugrünen Grund mit zartgrünen und weißen Flecken. Die Ränder der Blätter sind mit weichen, rosarot oder rot gefärbten Zähnen besetzt.

An dem bis zu 60 cm hohen Schaft der Aloe bilden sich gelbe oder orangefarbene röhrenförmige Blüten. Seitensprosse und Ausläufer breiten sich dicht unter der Erdoberfläche aus.


Aloe brevifolia

Aloe brevifolia Kurzblatt-Aloe – kompakte Sukkulente mit hellgrünen stacheligen Blättern

Aloe brevifolia (Kurzblatt-Aloe): kompakte Aloe mit 8–12 cm langen, hellgrünen Blättern und scharfen Randstacheln – kräftig rote Blüten an bis zu 30 cm Schaft

Aloe brevifolia besitzt 8 bis 12 cm lange, hellgrüne Blätter, die am Rand mit scharfen Stacheln bewehrt sind. Der Stamm dieser Aloen kann nach einigen Jahren Wachstum zur Seite kippen.

Die Blüten dieser Aloen Art sind kräftig rot und sitzen an einem bis zu 30 cm langen Schaft. Den unteren Blattachseln entwachsen Seitentriebe.


Aloe ferox

Aloe ferox Kap-Aloe – junge Zimmerpflanze mit hornigen Stacheln auf Ober- und Unterseite

Aloe ferox (Kap-Aloe) als Jungpflanze: im Topf kultivierbar, Blätter werden mit der Zeit über 80 cm lang – trägt bis zu 1,30 m hohe Blütentrauben

Aloe ferox, auch als Kap Aloe bekannt, ist in den meisten Wohnungen nur als junge Pflanze als Zimmerpflanze zu kultivieren.

Die grünen Blätter können bis zu 80 cm lang werden. Sie laden weit aus, sind dickfleischig und runzelig geformt. Auf der Ober- und Unterseite besitzen die Blätter hornige Stacheln, an den Rändern sitzen braune, harte Stacheln.

Ausgewachsene Aloen dieser Art bilden bis zu 1,30 m hohe Blütentrauben.


Aloe variegata

Aloe variegata Tiger-Aloe – Zwergform mit dunkelgrünen Blättern und weißen Querbändern

Aloe variegata (Tiger-Aloe): beliebte Zwergform mit dunkelgraugrünen Blättern und markanten weißen Querbändern – blüht bereits ab 10–15 cm Höhe

Aloe variegata, die Tiger Aloe, ist eine sehr beliebte Zwergform der Aloen. Die Pflanzen wachsen mit einem lanzettförmigen Blättern umgebenen Stamm. Die Blätter werden nur 10 bis 15 cm lang und 2 bis 5 cm breit. Anfangs stehen diese Blätter aufrecht, doch bei älteren Pflanzen rollen sie sich ein. Die Farbe der Blätter ist dunkelgraugrün mit auffallenden Zeichnungen oder unregelmäßigen weißen Querbändern. Die Aloe variegata wird meist nicht höher als 40 cm. Die erste Blüte beginnt oft schon, wenn die Pflanzen erst 10 bis 15 cm hoch sind. Die kräftig roten Blüten werden zu Beginn des Frühjahres an 35 cm langen Schäften ausgebildet. Die Stämme dieser Aloen kippen um, wenn sie allzu kopflastig werden.

Standort / Licht

Alle Aloen Arten lieben helle Standorte und sollten möglichst nah an einem Fenster stehen. Die weichblättrigen Arten der Aloe wachsen am besten, wenn sie nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Die minimale Beleuchtungsstärke für den Standort einer Aloe beträgt ca. 2.000 Lux.

Info: Wie misst man die Beleuchtung am Standort?
Standort am Fenster richtig wählen

Licht ist für Pflanzen wie Nahrung. Schattenliebende Pflanzen brauchen mindestens 500 bis 600 Lux, während sonnenliebende Geranien oder Sukkulenten 2.000 Lux und mehr benötigen.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Art der Verglasung und umgebende Bäume beeinflussen die Lichtmenge schnell um 30 bis 70 %. Ein Nordfenster lässt deutlich weniger Licht herein als ein Südfenster. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es zu dunkel sein.

Lichtmangel – Symptome

  • Lange, helle, zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • Deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe

Luxmessung: Mit einem Luxmeter können Sie die Lichtstärke messen:

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen & Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte

Aloen gießen / wässern

Aloen gießt man mäßig, aber gleichmäßig. Der Wurzelballen darf nur leicht feucht gehalten werden. Vor einer Wassergabe sollten die obersten 1 bis 2 cm des Substrats abtrocknen. Insgesamt sollte man eine Aloe besser einmal zu wenig als zu oft gießen.

💡

Expertentipp: Gießen nach Jahreszeit

Im Sommer alle 2–3 Wochen wässern, im Winter reicht eine Gabe pro Monat. Stecke einen Finger 2 cm tief ins Substrat – fühlt es sich noch leicht feucht an, ist Warten die bessere Wahl. Aloen überleben Trockenheit problemlos; Staunässe ist ihr größter Feind.

Mäßiges Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats bis in eine Tiefe von ca. 2 cm antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert gut: fühlt sich die oberste Schicht trocken an, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt eine leichte Feuchtigkeit bestehen.
  2. Beim Gießen gibt man so viel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht, aber nicht gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen aus dem Abzugsloch laufen, gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Wer von unten bewässern möchte, gibt ein wenig Wasser in den Untersetzer und wartet, bis alles aufgesogen wurde. Es sollte kein Wasser im Untertopf stehenbleiben.

Aloen vertragen keine Staunässe. Überschüssiges Wasser muss frei ablaufen können oder spätestens 5 Minuten nach dem Gießen abgeschüttet werden, denn Staunässe führt zur Wurzelfäule.

Regenwasser ist günstiger, die Pflanzen nehmen aber auch mit gewöhnlichem, nicht zu kalkhaltigem Leitungswasser vorlieb.

+ Weitere Infos über den Wasserbedarf anzeigen

Die richtige Bewässerung ist für das Gedeihen von Zimmerpflanzen essentiell. Gerade Anfänger tun sich oft schwer damit, die Bedürfnisse ihrer Pflanzen zu erkennen.

Grundsatz beim Gießen

Weniger ist mehr! Die meisten Pflanzen vertragen Trockenheit besser als Staunässe, die zu Wurzelfäule und Schimmelbildung führen kann.

Anzeichen für Überwässerung

  • Schlaffe Blätter: Bevor Sie gießen, kontrollieren Sie die Erde. Handelt es sich nicht um Wassermangel, kann Überwässerung die Ursache sein.
  • Gelbe Blätter: Vergilbte Blätter können auf zu viel Wasser hinweisen.
  • Faulige Wurzeln: Im schlimmsten Fall führt Staunässe zu faulen Wurzeln.

Richtig gießen

  • Fühlen Sie die Erde: Stecken Sie einen Finger ca. 2 cm tief ins Substrat. Fühlt es sich feucht an, warten Sie mit dem Gießen.
  • Gründlich gießen: Wasser sollte bis aus den Drainagelöchern fließen, damit der gesamte Wurzelballen durchfeuchtet wird.
  • Kein Wasser im Untersetzer: Gießwasser im Untersetzer führt zur Wurzelfäule. Überschüssiges Wasser nach einigen Minuten wegkippen.
  • Das richtige Wasser: Zimmerwarmes, abgestandenes Leitungswasser verwenden.

Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Zu wenig Sauerstoff in der Erde lässt die Wurzeln faulen. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen – die Pflanze wird schlapp. Jetzt hilft nur schnelles Austopfen: alle Wurzeln reinigen, faulige Anteile entfernen, in frische Erde einpflanzen und 1–2 Monate sparsam gießen.

Was tun bei Ballentrockenheit?

Den gesamten Topf solange vollständig in Wasser tauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Sukkulenten richtig gießen
Einkaufstipp: Automatische Bewässerung & Feuchtigkeitsmesser

Luftfeuchtigkeit

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Zimmerpflanzen vertragen die sukkulenten Aloen problemlos auch trockene Luft.

Info: Luftfeuchtigkeit für Pflanzen erhöhen

Ideal für tropische Pflanzen

Zusätzliche Tipps

  • Pflanzen mit weichem, zimmerwarmen Wasser einsprühen
  • Gefiltertes Regenwasser bevorzugen (keine Flecken auf Blättern)
  • Kleinen Drucksprüher verwenden: Drucksprüher bei Amazon*

Aloe überwintern / Ruheperiode

Aloen können ganzjährig unter gleichbleibenden Bedingungen gepflegt werden. Im Winter, zwischen November und Februar, sollten die Aloen jedoch vorzugsweise für 5 bis 8 Wochen etwas kühler stehen. Ein heller Platz und Temperaturen zwischen 10 und 13 °C sind ideal. Man gießt die Aloe während dieser Zeit gerade so viel, dass die Erde nicht vollständig austrocknet.

Während der Ruheperiode werden die Aloen nicht gedüngt.

Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Standort im Sommer

Wie zahlreiche andere Zimmerpflanzen sind auch die Aloen über einen Platz im Freien sehr dankbar. Aloen, die in geschlossenen Räumen überwintert wurden, dürfen zu Beginn der warmen Jahreszeit nicht sofort dem Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt werden. Die harte UV-Strahlung kann die Blätter verbrennen, erkennbar an braunen, unregelmäßigen Flecken.

Um die Aloe an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Ein wenig Sonne in den Morgen- oder Nachmittagsstunden reicht in dieser Zeit aus. Nach der Eingewöhnungsphase kann man die Pflanze an einen sonnigeren, aber nicht vollsonnigen Standort stellen.

Temperatur

Die Aloen Arten pflegt man bei durchschnittlichen Zimmertemperaturen. Um die Blütenbildung anzuregen, hält man eine kurze Winterruhe bei einer Temperatur zwischen 10 und 13 °C ein.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
Einkaufstipp: Hygrometer, Thermometer, Feuchtigkeitsmesser & Wetterstationen

Aloe vermehren

Aloe vera mit Seitensprossen – Kindel zur vegetativen Vermehrung abtrennen

Aloe vera mit Seitensprossen (Kindel): Die Ableger am Fuß der Mutterpflanze werden abgetrennt und in Sukkulentensubstrat eingesetzt

Aloen lassen sich am besten durch Seitensprosse vermehren.

Die Seitensprosse, auch Kindel genannt, setzt man in ein angefeuchtetes Sukkulentensubstrat. Bis sich die Wurzeln fest verankert haben, pflegt man die Kindel wie die ausgewachsenen Pflanzen – nur die Wassergaben müssen sparsamer sein.

Lesetipp: Sukkulenten erfolgreich vermehren
Einkaufstipp: Aufzucht- u. Gewächshäuser zur Vermehrung

Erde / Substrat

Ideal für die Aloe ist ein Boden-pH-Wert von 6,0 bis 7,2. Aloen gedeihen auch in einfacher, handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis.

Normale Erdmischungen aus dem Baumarkt oder Gartencenter sind nur bedingt empfehlenswert, da Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung nicht dauerhaft gewährleistet sind.

+ Info über ein gutes Substrat anzeigen

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Ein Zusatz von Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe.

Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und ähnliche Zusatzstoffe verbessern den Wasserabzug und beugen Staunässe vor.

Pufferkraft des Substrats

Die Pufferkraft verhindert schnelles Austrocknen, Versalzungen an den Wurzeln, größere Schwankungen im Nährstoffvorrat und schnelle Veränderungen des pH-Werts.

Ausführliche Informationen: Erde oder Substrat? – Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wer die Aloe in gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt es sich selbst – die Herstellung ist einfach.

Substratmischung

  • 2,5 Anteile Torfsubstrat
  • 1,5 Anteile Quarzsand
  • 1,5 Anteile Bims-Kies, Lavalit oder Lavagranulat
  • 0,5 Anteile Ackererde mit Tonanteil
+ Info: Bezugsquellen für Substrate & Zutaten

Qualitäts-Blumenerde als Basis:

Quarzsand (Körnung 1–4 mm): über Amazon*

Bims 10 l: über Amazon*

Lavagranulat 10 l: über Amazon*

Vermiculite 5 l: Amazon*

Landerde / Ackererde: Mutterboden gesiebt 0–20 mm

Lesetipp: Erde oder Substrat? – Die perfekte Mischung
Substrat herstellen: Rezepte für Sukkulentensubstrate

Aloe umtopfen

Die meisten Aloe Arten sollten im Frühjahr – aber nur bei Bedarf – in ein größeres Pflanzgefäß umgetopft werden. Pflanzen mit dichter Belaubung bis zur Stammbasis dürfen nicht tiefer im Boden sitzen als zuvor, weil sie sonst faulen. Eine dünne Perlite- oder Sandschicht auf dem Substrat verhindert Fäulnis an den Stellen, wo die Blätter den Boden berühren.

Nach dem Umtopfen schützt man die Aloe 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenstrahlung. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell.

Lesetipp: Einpflanzen & Umtopfen von Sukkulenten

Düngen / Nährstoffbedarf

Man gibt der Aloe während der Wachstumsphase alle vier Wochen eine schwache Lösung aus Kakteendünger. Während der Ruheperiode wird nicht gedüngt.

Lesetipp: Sukkulenten richtig düngen

Bezugsquellen für richtige Düngemittel:
Dünger für Topfpflanzen, Zierpflanzen und Zimmerpflanzen

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Pflanzenfreunde-Forum – Hilfe bei Pflanzenproblemen

Wer eine Lösung zu einem aktuellen Pflege- oder Schädlingsproblem sucht, kann hier im Pflanzenforum mitmachen und Hilfe erhalten.

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⚠️ Sicherheitshinweis: Aloe-Latex

Der gelbe Latex direkt unter der grünen Blattschale kann bei oraler Einnahme starke Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Für Katzen und Hunde gilt Aloe vera als giftig. Stellen Sie die Pflanze außerhalb der Reichweite von Tieren und Kleinkindern auf.

Die Aloen neigen zum Befall mit Schildläusen, die meist tief in den Spalten der Blattrosette anzutreffen sind. Wurzelläuse treten bei einer Aloe manchmal unmittelbar unter der Erdoberfläche im oberen Bereich des Wurzelsystems auf.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an Ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Einige Aloen wachsen stammlos, bei anderen Arten sind die Stämme von Blättern umgeben. Bei einigen Aloen werden die Stämme kahl, wenn sie ihre Blätter verlieren. Andere Arten kippen gerne seitlich um, wenn die Pflanzen 35 cm oder höher gewachsen sind und dann seitlich am Topf nach unten weiterwachsen.

Einige Arten eignen sich nur einige Jahre für die Zimmerkultur, da die Pflanzen im Alter sehr groß werden. Glücklicherweise gibt es aber auch viele zwergwüchsige Aloe-Arten. Alle Aloen sind relativ leicht zu kultivieren.

Bilder der Aloe

Klicken Sie zum Vergrößern auf die Vorschaubilder.

Quellen

Das Grosse Buch der Zimmerpflanzen. VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln 1995, ISBN 3-625-10680-9. 1001 Zimmerpflanzen von A–Z, ISBN-10: 1405492090. RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A–Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298. Wikipedia – Sukkulente, Aloen – Wikipedia. Zimmerpflanzen von Editha Thomas, ISBN-10: 3730401033. Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5.

Häufige Fragen zur Aloe-Pflege

Wie oft sollte ich meine Aloe gießen?

Im Sommer alle 2–3 Wochen, im Winter etwa einmal im Monat. Erst gießen, wenn die obersten 2 cm Substrat vollständig abgetrocknet sind. Aloen vertragen Trockenheit weit besser als Staunässe.

Warum werden die Blätter meiner Aloe schlaff oder weich?

Weiche Blätter deuten meist auf Überwässerung hin. Prüfe die Wurzeln – braun und faulig bedeutet: sofort umtopfen, faulige Teile entfernen, 4–6 Wochen kaum gießen. Schlaffe Blätter bei trockenem Substrat signalisieren dagegen Wassermangel.

Wann und warum blüht eine Aloe?

Die meisten Aloe-Arten blühen im späten Winter bis frühen Frühling. Eine kurze Winterruhe bei 10–13 °C und reduzierter Wassergabe löst die Blütenbildung aus. Zu warme Überwinterung verhindert oft die Blüte.

Wie vermehre ich Aloe vera am einfachsten?

Am einfachsten über Seitensprosse (Kindel) am Fuß der Mutterpflanze. Ab einer Größe von 5–8 cm abtrennen und in angefeuchtetes Sukkulentensubstrat setzen. Zunächst sparsam gießen, bis die Wurzeln fest verankert sind.

Ist Aloe vera für Haustiere giftig?

Ja – für Hunde und Katzen gilt Aloe vera als giftig. Der gelbe Latex unter der Blattschale kann Erbrechen, Durchfall und Lethargie verursachen. Pflanze außerhalb der Reichweite von Tieren aufstellen.

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