Aloe / Sukkulente - Kulturanleitung & Pflege

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Aloe / Sukkulente

Zur der Gattung Aloe gehören etwa 220 bekannte sukkulente Arten. Aloen haben dicke, spitz zulaufende Blätter, die bei den meisten Arten eine Rosette bilden. Bei manchen Aloen besitzen die Blattspitzen kurze Stacheln, bei anderen sind die Blätter dicht mit spitzen Stacheln und hakenförmigen Zähnen besetzt.

Einige Aloen wachsen stammlos, bei anderen Arten sind die Stämme von Blättern umgeben. Bei einigen Aloen werden die Stämme kahl wenn sie ihre Blätter verlieren.

Andere Arten der Aloe kippen gerne seitlich um, wenn die Pflanzen 35 cm oder höher gewachsen sind. Die umgefallenen Aloen wachsen dann seitlich am Topf nach unten weiter.

Einige Arten der  Aloen eignen sich nur einige Jahre für die Zimmerkultur, da die Pflanzen im Alter sehr groß werden. Glücklicherweise gibt aber auch viele zwergwüchsige Aloe-Arten. Alle Aloen sind relativ leicht zu kultivieren.

Die Blütenstände der Aloen können sich ab Ende des Winters und bis zum Anfang des Sommers in den Blattachseln ausbilden. Die Blüten der Aloen bestehen in der Regel aus einer Traube mit röhrenförmigen, orangefarbenen oder roten Blüten.

Aloe Arborescens: hat sehr schmale und gezahnte Blätter, die eine lockere Rosette am Ende des kahlen und holzigen Stamms bilden. Wenn die Aloe arborescens zwei bis drei Jahre alt ist, bilden sich am Fuß des Stamms Seitensprosse. An der Spitze eines langen, verzweigten Stamms kann die Aloe ein Blütenstand mit roten Blüten ausbilden.

Aloe aristata: wächst stammlos mit fleischigen, dunkelgraugrünen Blättern. Die Blätter dieser Aloen sind 8-15 cm lang, auf der Rückseite knotig-stachelig und bilden eine Rosette. Auch werden zahlreiche weißliche Randstacheln bei dieser Aloen Art ausgebildet. Die hübschen orangeroten Blüten, die sich im späten Frühling auf einem etwa 35 cm langen Schaft entwickeln, verwelken bereits nach wenigen Tagen. Ältere Pflanzen der Aloe aristata bilden reichlich Seitentriebe.

Aloe barbadensis (echte Aloe): ist seit langem als Heilpflanze bekannt. Der Saft dieser Aloen hat besonders bei Brandwunden eine nachgewiesene, sehr gute Heilwirkung. Die Aloen bilden einen 35-55 cm hohen Stamm und lanzettartige, 30-60 cm lange Blätter. Die Färbung hat einen blaugrünen Grund mit zartgrünen und weißen Flecken. Die Ränder der Blätter sind mit weichen, rosarot oder rot gefärbten Zähnen besetzt. An dem bis zu 60 cm hohen Schaft der Aloe bilden sich gelbe oder orangefarbene röhrenförmige Blüten. Seitensprosse und Ausläufer breiten sich dicht unter der Erdoberfläche aus.

Aloe brevifolia: Diese Art besitzt 8-12 cm lange, hellgrüne Blätter, die mit scharfen Stacheln am Rand bewehrt sind. Der Stamm dieser Aloen kann nach einigen Jahren Wachstum zur Seite kippen. Die Blüten dieser Aloen Art sind kräftig rot und sitzen an einem bis zu 30 cm Langem Schaft. Den unteren Blattachseln entwachsen Seitentriebe.

Aloe ferox: ist in den meisten Wohnungen nur als junge als Zimmerpflanze zu kultivieren. Die grünen Blätter können bis zu 80 cm lang werden. Sie laden weit aus, sind dickfleischig und runzelig geformt. Auf der Ober- und Unterseite besitzen die Blätter hornige Stacheln, an den Rändern sitzen braune, harte Stacheln. Ausgewachsene Aloen dieser Art bilden bis zu 1,30m hohe Blütentrauben.

Aloe variegata: ist eine in Zimmerkultur sehr beliebte Zwergform der Aloen. Die Pflanzen wachsen mit einem lanzettförmigen Blättern umgebenen Stamm. Die Blätter werden nur 10 bis 15 cm lang und 2 bis 5 cm breit. Anfangs stehen stehen diese Blätter aufrecht, doch bei den ältern Pflanzen rollen sie sich ein. Die Farbe der Blätter dieser Aloen Art ist dunkelgraugrün mit auffallende Zeichnungen oder unregelmäßige weißen Querbändern. Die Aloe variegata wird meist nicht höher als 40 cm. Die erste Blüte beginnt aber oft schon, wenn die Pflanzen erst 10 bis 15 cm hoch sind. Die kräftig roten Blüten werden gegen zu Beginn des Frühjahres an 35 cm langen Schäften ausgebildet. Die Stämme dieser Aloen kippen um, wenn sie allzu kopflastig werden.

Kulturanleitung Aloe

Licht: Alle Aloen lieben helle Standorte und sollten möglichst nah an einem Fenster stehen. Die weichblättrigen Arten der Aloe wachsen am besten, wenn sie nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Gießen: Während der Hauptwachstumszeit wird reichlich, während der Ruhezeit nur mäßig gegossen. Bei den rosettenbildenden Arten der Aloe darf sich in der Rosette kein Wasser ansammeln.

Temperatur: Die unterschiedlichen Arten der Aloe kommen mit normaler Raumtemperatur gut zurecht. Aloen vertragen auch trockene Luft problemlos. Um die Blütenbildung einer Aloe anzuregen, hält man eine kurze Winterruhe bei einer Temperatur ein von 10 bis 15°C ein.

Vermehrung: Man vermehrt die Aloen durch Seitensprossen, Die frisch eingesetzten dürfen jedoch nicht zu feucht gehalten werden.

Erdmischung: Man verwendet eine übliche, durchlässige Blumenerde. Die meisten Aloe-Arten sollten im Frühjahr - aber nur bei Bedarf - in einen größeren Topf umgepflanzt werden. Pflanzen mit dichter Belaubung bis zur Stammbasis dürfen nach dem Umpflanzen nicht tiefer im Boden sitzen als zuvor, weil sie sonst faulen. Eine dünne Perlite- oder Sandschicht auf der Erde verhindert Fäulnis an den Stellen, wo die Blätter stammloser Aloen den Boden berühren

Dünger: In der Hauptwachstumszeit verabreicht man alle zwei Wochen einen handelsüblichen Flüssigdünger.

Hinweise: Die Aloen neigen zum Befall von Schildläusen die meist tief in den Spalten der Blattrosette anzutreffen sind. Wurzelläuse treten bei einer Aloe manchmal unmittelbar unter der Erdoberfläche im oberen Bereich des Wurzelsystems auf.

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