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Bromelien 1: Licht und Temperatur
Bromelien 2: Gießen, Vermehren, Erde
Bromelien 3: Umtopfen, Düngen
Kulturanleitungen Bromelien:
Aechmea | Ananas | Billbergia | Cryptanthus | Dyckia | Guzmania | Neoregelia | Nidularium | Tillandsia | Vriesea
Bild: Aechmea serrata
Foto: Jeffdelonge
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Bild: Aechmea aquilegia / Lanzenrosette
Foto: Bot Bln
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Bild: Ananas ornamental
Foto: Universidade Federal de Lavras
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Bromelien sind tropische oder subtropische Pflanzen. Zu den bekanntesten bei uns zählt die Ananas. Nach der Blüte sterben die meisten Pflanzen langsam ab. Auf dem Foto rechts ist eine Aechmea fasciata zu sehen.
Bromelien nehmen ihre Nährstoffe und die benötigte Feuchtigkeit durch ihre Wurzeln und durch ihre Blätter auf. In Zimmerkultur überwiegen epiphytische Arten, welche in der Natur auf Ästen und Stämmen von Bäumen oder auf Felsen wurzeln. Einige Bromelien wachsen jedoch terrestrisch, wurzeln also in der Erde.
Andere Gattungen der Bromelien kommen wiederum mit den epiphytischen und auch mit den terrestrischen Lebensbedingungen gleich gut zurecht. Die in der Zimmerkultur gehaltenen Bromelienarten sind in der Regel ohne Stamm und haben ledrige, schwertförmige und gebogene Blätter welche eine Rosette bilden.
Diese Rosette kann röhrenförmig sein oder auch lockeren und offenen Blattkreis bestehen. Bei den meisten Bromelien überlappen sich diese Blätter und bilden einen wasserdichten, trichterförmigen Kessel in dem sich Regen und Tauwasser sammelt. Dies ist für die Bromelie der Wasser- und Nährstoffvorrat in trockenen Zeiten. (siehe Vriesea)
Insbesondere die epiphytisch lebenden Bromelien sind nicht nur auf die Nahrungszufuhr durch ihre Wurzeln angewiesen; sie können auch Nahrung über Ihre Blätter aufnehmen. In den Blatttrichter fallende Insekten zersetzen sich langsam und die dabei frei werdende Nährstoffe werden von den Bromelien als Nahrung aufgenommen.
Einige Arten der Bromelien haben sich von der Nahrungszufuhr über die Wurzeln vollkommen unabhängig gemacht. Diese Bromelien sind in der Lage, ihren gesamten Nahrungsbedarf über die Rosette aufzunehmen. Diese Bromelienarten besitzen ihr Wurzeln dann nur noch zur Verankerung oder sie verzichten sogar vollkommen auf die Ausbildung von Wurzeln.
Epiphytische Gattungen der Bromelien mit weichen, dünnen Blättern benötigen einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Epiphytische Bromelien mit harten, ledrigen Blättern siedeln im Freien meist an offenen und sonnigen Standplätzen, auf Felsen oder weiter oben in den Kronen der Bäume.
Dementsprechend ist auch der Lichtbedarf der hartblättrigen Bromelien größer. Werden diese Bromelien regelmäßig von der Morgen- oder Abendsonne beschienen, so bekommen die Blätter eine sehr schöne, kräftige Färbung und die Pflanze setzt Blüten an.
Erdbromelien benötigen für ein gesundes Wachstum und eine Blütenbildung einen sehr hellen Standort. Diese Bromelien vertragen auch direktes Sonnenlicht sehr gut.
Für alle Arten von Bromelien sind die in Wohnräumen herrschenden Temperaturen ganzjährig geeignet. Bromelien reagieren allgemein empfindlich auf Kälte. Temperaturen unter 14 °C schädigen bereits nach einigen Tagen die Blätter der Bromelien. Steigen die Temperaturen über 18 °C an, so sollte man die Bromelie täglich mit lauwarmem weichen Wasser, am besten Regenwasser, besprühen.