Insektenhotel

Ein Insektenhotel stellt künstlich geschaffene Nist,- und Überwinterungsplätze für die Nützlinge zur Verfügung. Diese werden benötigt, da aufgrund von intensiver Flächennutzung, riesigen Monokulturen und massiver Schädlingsbekämpfung kaum noch natürliche Rückzugsorte vorhanden sind.

Mit einem Insektenhotel wird also aktiver Naturschutz betrieben und ganz nebenbei noch das ökologische Gleichgewicht im Garten gefördert. Solche, für zahlreiche unterschiedliche Insekten geeignete Nist- und Überwinterungshilfen, gibt es fertig zu kaufen. Wer Spaß daran hat, baut sein Nützlingshotel selber. Bauanleitungen findet man auf der "Seite von Nabu", fertige Hotels gibt es zum Beispiel online im Shop von Lidl (hier).

Igel

Anforderungen an ein Insektenhotel

Ein Insekten oder auch Nützlingshotel sollte dem natürlichen Lebensraum der Insekten, die Sie gerne in ihrem Garten ansiedeln oder unterstützen wollen, nachempfunden sein. Die Materialien richten sich nach der jeweiligen Insektenart und sollten stets unbehandelt sein.

Es können verschiedene Nützlinge in einem Hotel zusammen gefasst werden.

Für Wildbienen z.B. werden Holzscheite in die Löcher gebohrt wurden, Bambusstöcke die am hinteren Ende verschlossen sind oder ähnliches zusammengestellt.

Marienkäfer und deren Larven sind fleißige Vertilger von Blattläusen. Als Unterschlupf bevorzugen Marienkäfer trockenes Stroh, genau so wie die meisten Hummelarten.

Ein Insektenhotel kann also in verschiedene "Wohnungen" unterteilt werden. Dabei muss nur darauf geachtet werden, dass die Bewohner die gleichen Anforderungen an Standort und Bauart stellen. Eine Erdhummel z.B. wird nie in ein Instektenhotel ziehen das 1,50 hoch in einem Baum hängt, wohingegen der Ohrwurm sofort einziehen würde.

Standort eines Nützlingshotels

Damit sich verschiedene Insektenarten in ihrem Insektenhotel wohlfühlen müssen bestimmte Rahmenbedingungen eingehalten werden.

Der beste Standort für ein Insektenhotel ist innerhalb eines naturnahen Gartens mit bereits funktionierendem Ökosystem. Dieser besteht im Idealfall aus einer Vielzahl von heimischen Pflanzenarten die den Insekten als Futterquelle, Rückzugsort und als Platz zur Fortpflanzung dienen. Sind diese Bedingungen erfüllt so fügt sich das Insektenhotel ergänzend in den schon natürlich bestehenden Lebensraum ein und fördert die Artenvielfalt im heimischen Garten.

Ferner bietet das Insektenhotel zusätzlichen Raum zur Brutpflege und oder zum Überwintern für viele verschiedene Nützlinge. Einige Insektenarten wie z.B. die Florfliege können auch in Wohnungen eingebracht werden um Zimmerpflanzen von Schädlingen zu befreien. Dazu muss der Befall allerdings stark genug sein um den Nützlingen genügend Nahrung zu bieten.

Nützlinge anstatt Chemiekeule (oder so)

In einem funktionierendem Ökosystem halten sich Tier,- und Pflanzenwelt gegenseitig in der Waage. Insekten haben dabei, auch bedingt durch ihre Artenvielfalt, wohl die meisten Aufgaben.

Bienen befruchten beim Pollensammeln ganz nebenbei tausende von Blüten. Marienkäfer, Florfliegen, Ohrwürmer und vor allem ihre Larven vertilgen jeden Tag, zum Teil ein vielfaches ihres eigenen Körpergewichts, an Schädlingen wie Blattläusen und Spinnmilben. Ferner sorgt eine Stabile Insektenpopulation auch für den Fortbestand vieler Vogelarten die stark von Insekten als Futterquelle abhängig sind. Es ist also von großen Vorteil eine ausgewogenen Nützlingspopulation in seinem Garten zu haben.

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