Blasenstrauch - als Heilpflanze verwenden

Blasenstrauch - Colutea arborescens L.

Blasenstrauch

Name: Colutea arborescens L.
Pflanzennamen im Volksmund: Schaflinse
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Art: Gelber Blasenstrauch
Wuchshöhe: 1 bis 5 m
Blütezeit in Mitteleuropa: Anfang Juni bis Mitte des Oktober
Verwendung: Innerlich
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Verstopfung

Steckbrief / Beschreibung

Seinen Namen hat der Blasenstrauch von den aufgeblasenen, luftgefüllten Hülsen. Zerdrückt man diese Hülsen, so zerplatzen sie mit einem leichten knallen. Der Blasenstrauch kommt in Mitteleuropa ursprünglich nur an einigen geschützten Stellen mit etwas milderem Klima wild vor. Man trifft Blasensträucher jedoch häufig verwildert oder als Zierstrauch in Parks und Gärten an. Mitte des 19. Jahrhundert begann man in der Schweiz mit der Anpflanzung des Blasenstrauches als Tierfutter. Da vor allem Ziegen und Schafe gerne die bitter schmeckenden Blätter fressen, wird der Blasenstrauch auch Schaflinse genannt.

Ursprünglich ist der Blasenstrauch im südlichen und südöstlichen Europa auf kalkreichem, sonnigem Boden recht weit verbreitet. Die Blätter der Blasensträucher wurden im 16. und 17. Jahrhundert als Ersatz für Sennesblätter verwendet. Die abführende Wirkung der Blasenstrauchblätter ist jedoch nur schwach. Die Blätter des Blasenstrauches gelten auch als harntreibendes und blutreinigendes Mittel.

Aufgrund des unangenehmen, widerlichen Geruchs und des bitteren Geschmacks des Blasenstrauchs bietet es sich an, den Blätteraufguss oder das aus den Samen des Blasenstrauchs hergestellte Pulver mit Honig vermischt einzunehmen. In größeren Mengen verabreicht, können die Samen des Blasenstrauches Brechreiz erzeugen.

Typisch wir der Blasenstrauch 1 m bis 5 m hoch. Der Strauch bildet überwiegend aufrechte Äste. Die Blätter des Blasenstrauches sind unpaarig gefiedert und glanzlos, sie bilden Nebenblätter. Die vom Mai bis Juli auftretenden Blüten der Blasensträucher sind gelb gefärbt. Die Blüten wachsen in Trauben, jeweils 2 bis 6 Blüten an der Spitze eines gemeinsamen Stieles. Der Blütenkelch ist kurz, mit 5 ungleichen Zähnen.

Die Hülsen der Blasensträucher sind aufgeblasen, bei Reife füllen sie sich mit Luft, die etwa 2 Prozent Kohlendioxid enthält. Die Samen eines Blasenstrauchs sind klein und glänzend.

Standort / Hier findet man den Blasenstrauch

Die Pflanze wächst in Mittel- und Südeuropa bis in Höhen von 1600 m. Der bevorzugte Standort des Blasenstrauches sind lichte Wälder und mit Büschen bewachsene Hänge. Der Blasenstrauch gedeiht besonders gut auf kalkreichen Böden, die Pflanze liebt sonnige Standorte.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung

Der Blasenstrauch wirkt leicht abführend. Der Geruch eines Blasenstrauchs ist unangenehm und widerlich, der Geschmack ist bitter.

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde verwendet man von dem Blasenstrauch die Blätter und die Samen.

Inhaltsstoffe des Blasenstrauchs

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Ätherisches Öl, Coluteasäure, Gerbstoff, Mineralsalze, Vitamin C

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Blasenstrauch wird innerlich angewendet. Anwendungen mit dem Blasenstrauch in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Verstopfung.

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Bilder des Blasenstrauchs

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Früchte eines Blasenstrauches

Blasenstrauch

Früchte eines Blasenstrauches,
Foto: Jeantosti
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Blasenstrauch - Colutea arborescens L.

Blasenstrauch

Colutea arborescens L.
Foto: Franz Xaver
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Blüten eines Blasenstrauches

Blasenstrauch

Colutea arborescens L.
Blüten eines Blasenstrauches
Foto: Beentree
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