Pfingstrose – Anwendung nach Maria Treben
Paeonia officinalis
🌿 Pfingstrose nach Maria Treben – Auf einen Blick
- Verwendete Pflanzenteile: Wurzelknollen (August und September), Samen in voller Reife
- Blütezeit: Mai und Juni
- Anwendungsformen: Pfingstrosenknollen-Vollbad, Pfingstrosenknollen-Essenz (äußerlich)
- Anwendungsgebiet nach Treben: Bandscheibenbeschwerden
- Sicherheit: Gilt laut AWL als wenig giftig; Samen und Wurzel nicht zur Selbstmedikation verwenden
Volksmund: Ballerose, Bijonenrose, Bedaune, Gichtrose, Klapperrose, Kirschrose, Knopfrose, Päonienrose, Ohnmachtsblume, Zahnknollen, Pumprose, Purpurblume, Echte Pfingstrose, Bauern-Pfingstrose, Garten-Pfingstrose
Pfingstrose von Wert262, CC BY-SA 3.0
Erscheinungsbild der Pfingstrose
Die Pfingstrose bildet einen runden Stängel aus, der zwischen 40 und 100 Zentimetern hoch wird. An der Stängelspitze erscheint eine rote, große Blüte mit einem Durchmesser bis 20 Zentimeter. Die halbrunden Blätter sind mattgrün und glänzend. Die Wurzel ist knollig und kurz. An den Wurzelenden befinden sich dünne Fasern.
Standort
In den Alpen ist die Pfingstrose in der Natur anzutreffen. Ansonsten wird sie in ganz Europa in Gärten gezogen.
Blütezeit
Die Pfingstrose blüht im Mai und Juni.
Ernte
Im August und September werden die Wurzeln gesammelt. Die Samen werden in der vollen Reife geerntet.
Anwendungsformen
Pfingstrosenknollen-Vollbad, Pfingstrosenknollen-Essenz
Pfingstrosenknollen-Vollbad
- Zwei gehäufte Handvoll Knollen waschen und fein reiben
- In fünf Liter kaltes Wasser für 12 Stunden einweichen
- Kaltansatz erwärmen, abseihen und dem Badewasser zufügen
- Die Badewanne sollte nur so weit mit Wasser gefüllt sein, dass das Herz nicht vom Wasser bedeckt wird
- Badedauer: 20 Minuten
- Anschließend den nicht abgetrockneten Körper in einen Bademantel hüllen und damit etwa eine Stunde im Bett nachschwitzen
Pfingstrosenknollen-Essenz
- Pfingstrosenknollen waschen, reiben und in eine Flasche füllen
- Mit 38- bis 40%igem Kornbranntwein übergießen
- Flasche für mindestens zwei Wochen an einen warmen Platz stellen
Um die Wirkung des Vollbads zu erhöhen, gibt man drei Esslöffel der Essenz ins Badewasser.
Anwendungsgebiete für Pfingstrose
| Beschwerden | Anwendung nach Maria Treben |
|---|---|
| Bandscheibenbeschwerden | Vollbäder und Einreibungen mit Essenz |
Weitere Seiten mit Pfingstrosen:
→ Pfingstrose – eine Heilpflanze der Volksmedizin » — Herkunft, Steckbrief und Anwendung der Pfingstrose in der Volksmedizin, mit Sicherheitshinweisen.
Anwendungen mit Pfingstrose in der Volksmedizin finden Sie auf folgenden Seiten:
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Hämorrhoiden
Sitzbäder und Kräutersalben, die Hämorrhoidenbeschwerden lindern können.
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Herzklopfen
Beruhigende Kräuter, die bei nervösem Herzklopfen ausgleichend wirken können.
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Husten
Hustentees, Sirupe und Wickel, die Reizhusten und festsitzenden Husten lindern können.
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Krampfadern
Venenstärkende Kräuter und kühlende Anwendungen, die bei Krampfadern entlasten können.
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Krämpfe
Mineralstoffe und entspannende Kräuter, die bei Muskelkrämpfen helfen können.
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Reizhusten
Überlieferte Tees und Absude mit Heilkräutern, die bei Reizhusten den Hustenreiz beruhigen sollen.
Häufige Fragen zur Pfingstrose nach Maria Treben
Wie wird ein Pfingstrosenknollen-Vollbad zubereitet?
Zwei gehäufte Handvoll Knollen werden gewaschen, fein gerieben und in fünf Liter kaltem Wasser 12 Stunden eingeweicht. Der Kaltansatz wird erwärmt, abgeseiht und dem Badewasser zugefügt; das Herz soll nicht vom Wasser bedeckt sein. Die Badedauer beträgt 20 Minuten.
Wie wird die Pfingstrosenknollen-Essenz hergestellt?
Die Knollen werden gewaschen, gerieben, in eine Flasche gefüllt und mit 38- bis 40%igem Kornbranntwein übergossen. Die Flasche steht mindestens zwei Wochen an einem warmen Platz. Drei Esslöffel der Essenz im Badewasser sollen die Wirkung des Vollbads erhöhen.
Wann blüht die Pfingstrose und was wird geerntet?
Die Pfingstrose blüht im Mai und Juni. Im August und September werden die Wurzeln gesammelt, die Samen werden in der vollen Reife geerntet.
Ist die Pfingstrose giftig?
Die Echte Pfingstrose gilt laut AWL als wenig giftig. Größere Mengen von Blüten, Wurzeln oder Samen können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall auslösen.