Wacholder ist ein Nadelstrauch, der zwischen drei und vier Metern hoch wird. Er hat eine rötliche Rinde und weißes, graues, gelbliches und braunes Holz, das einen angenehmen Duft hat. Die Wurzel breitet sich stark aus. Die sehr spitzen Nadelblätter weisen eine weiße Rinne auf der Oberseite auf. Die Unterseite der Blätter ist hellgrün. Im ersten Jahr sind die Beeren grün und oval. Im zweiten Jahr haben die Beeren eine kugelige Form und eine schwarzblaue Färbung. Die Beeren sind immer mit einer hellblauen, abwischbaren Masse bedeckt. Die Blüten sind grünlich.
Standort
Wacholder wächst in Wäldern, Heiden, auf trockenen Hügeln und im Gebirge. Er wird ebenfalls gerne im Garten angebaut.
Blütezeit
Wacholder blüht im Mai und Juni.
Ernte
Im Frühling werden das Holz und die Nadeln geerntet. Die Beeren werden im Herbst gesammelt.
⚠️ Hinweis: Wacholderbeeren werden gelegentlich mit Früchten anderer Wacholderarten verfälscht; der Sadebaum gilt laut Giftinformationszentrale Bonn als giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Anwendungsformen
Misch-Tees, Kräuter-Essenz
Kräuter-Essenz
10 Gramm Wacholderbeeren, 20 Gramm Schlüsselblumen, 20 Gramm Knabenkraut und 50 Gramm Johanniskraut in ein großes Glasgefäß füllen
Mit 38- bis 40%igem Kornbranntwein übergießen, sodass die Kräuter bedeckt sind
Flasche für mindestens zwei Wochen an einen warmen Platz stellen
Einnahme der Essenz: Stündlich 10 bis 15 Tropfen Essenz mit Kräutertee einnehmen
⚠️ Hinweis: Knabenkräuter sind Orchideen und in Deutschland besonders geschützt. Sie dürfen nicht aus der Natur entnommen werden; für diese Essenz dürfen keine wild gesammelten Knollen verwendet werden – siehe Schutzstatus des Knabenkrauts.
Anwendungsgebiete für Wacholder
Anwendungsgebiete des Wacholders nach Maria Treben
⚠️ Hinweis: Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die nur durch eine ärztlich überwachte, länger dauernde Behandlung mit Antibiotika zuverlässig behandelt werden kann. Kräutertees können eine ärztliche Behandlung nicht ersetzen.
Mundgeruch
Ein paar Tropfen Wacholderöl mit lauwarmem Wasser verdünnen und schluckweise trinken
⚠️ Hinweis: Die Einnahme von Wacholderbeeren und -öl wird unter 18 Jahren nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
Wacholder ist ein Nadelstrauch, der zwischen drei und vier Metern hoch wird. Im ersten Jahr sind die Beeren grün und oval. Im zweiten Jahr haben die Beeren eine kugelige Form und eine schwarzblaue Färbung.
Wann blüht der Wacholder und was wird geerntet?
Wacholder blüht im Mai und Juni. Im Frühling werden das Holz und die Nadeln geerntet. Die Beeren werden im Herbst gesammelt.
Wie wird die Kräuter-Essenz mit Wacholderbeeren hergestellt?
10 Gramm Wacholderbeeren, 20 Gramm Schlüsselblumen, 20 Gramm Knabenkraut und 50 Gramm Johanniskraut werden in ein großes Glasgefäß gefüllt und mit 38- bis 40%igem Kornbranntwein übergossen, sodass die Kräuter bedeckt sind. Das Gefäß steht mindestens zwei Wochen an einem warmen Platz.
Ist Wacholder giftig?
Die Giftinformationszentrale Bonn stuft Beeren und Nadeln des Wacholders als gering giftig ein; eine kritische Dosis ist nicht bekannt. Der Sadebaum (Juniperus sabina) gilt dagegen als giftig.