Purpurtuten - Syngonium

Purpurtuten sind Pflanzen aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die Purpurtute sieht einigen kletternden Philodendren sehr ähnlich und wird gerne mit diesen verwechselt. Eine weitere Gemeinsamkeit beider Pflanzen aus der Familie der Aronstabgewächse liegt darin, dass die Blätter der jungen Pflanzen eine andere Form als die Blätter älterer Exemplare besitzen.

Purpurtute

Die Pflege einer Purpurtute ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler. Purpurtuten eignen sich als hängende Pflanzen für Blumenampeln ebenso wie an einem Spalier oder Topfstab kletternd hochgeleitet.

Familie: Aronstabgewächse (Araceae)
Handelsnamen: Syngonium auritum: Purpurtute, Syngonium, Fussblatt, Westindische Purpurtute
Syngonium podophyllum: Purpurtute, pfeilblättriges Syngonium, veränderliche Purpurtute
Unter Glas (in Wohnungen) gepflegte Art/en, Sorten oder Varietäten: Syngonium auritum, Syngonium podophyllum, S. podophyllum "Emerald Gem", S. podophyllum "Arrow", S. podophyllum "White Butterfly"
Wuchshöhe unter Glas (Wohnung): 100 cm und mehr, je nach Kletterhilfe
Verwendung: Blattschmuckpflanze, Ampelpflanze, Kletterpflanze
Heimat / Herkunft:: feuchtwarme Regenwälder Mittelamerikas
Schwierigkeit: pflegeleicht

Arten & Pflege der Purpurtuten

Die Blätter einer jungen Purpurtute sind pfeilartig geformt und meist ungeteilt, ausgewachsene Purpurtuten bilden fußförmige, geteilte Blätter. Bei der Mehrzahl der Syngonium Arten fühlen sich die Blätter ledrig an, sie glänzend und haben einen gekerbten Stiel, der meist ebenso lang ist wie das Blatt. Im Laufe der Zeit bildet eine Purpurtute gleichzeitig beide Arten von Blättern und es wachsen allmählich kletternde oder hängende Triebe. Bei der Kultur in Wohnungen kann man die Triebe an Kletterhilfen hochbinden oder man pflegt die Purpurtuten in Blumenampeln und lässt die Triebe herabhängen.

Die Triebe junger Purpurtuten sind schlankwüchsig, fleischig und mit kräftig ausgeprägten Blattknoten. Die bis zu 2 m langen Triebe älterer Purpurtuten werden leicht holzig und verdicken sich auf bis zu 2 cm Durchmesser. Blüten sind in Wohnungskultur nur selten zu erwarten, falls sie sich bilden haben sie die typische Form einer Aronstabblüte.

Syngonium auritum

Siderasis

Syngonium auritum westindische Purpurtute

Syngonium auritum, im Handel manchmal auch unter dem Namen westindische Purpurtute erhältlich, bildet als junge Pflanze dunkelgrün gefärbte, pfeilförmige Blätter, die Blätter einer ausgewachsenen Pflanze sind dreifach oder fünffach geteilt.

Die lange, elliptisch geformte Mittelfieder des Blattes wird von einem Paar mittelgroßer, leicht seitwärts abstehender Fiedern flankiert. Am Blattgrund befindet sich ein weiteres Paar kleiner, ohrähnlich geformter, gegenständiger Blattsegmente.


Syngonium podophyllum

Syngonium podophyllum

Syngonium podophyllum

Syngonium podophyllum hat vielfältige, variabel geformte, mittelgrün gefärbte Blätter. Bei jungen Pflanzen ist die Blattform pfeilförmig, ausgewachsene Pflanzen bilden fünffach, siebenfach, neunfach oder auch elffach geteilte Blätter.

Syngonium podophyllum "Emerald Gem"

Syngonium podophyllum "Emerald Gem" wächst als kompakte Form mit kurzen Blattstielen. Die Blätter sind bei jungen und älteren Exemplaren dunkelgrün gefärbt mit hellgrüner Zeichnung entlang der Blattadern.

Syngonium podophyllum "Arrow"

Die pfeilförmigen, etwa 20 bis 30 cm langen Blätter dieser Purpurtute besitzen eine hellgrüne Färbung und sind weiß geadert.

Da die Wuchsrichtung der Triebe nicht festgelegt ist, kann die "White Butterfly ebenso wie die anderen Arten an einer Kletterhilfe hochgebunden aber auch hängend in einer Blumenampel gepflegt werden.

 Während des Winters sollte die "Arrow" täglich mit kalkfreiem, zimmerwarmem Wasser besprüht werden. Eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit hilft beim Vorbeugen von Schädlingsbefall.

Unter optimalen Verhältnissen gepflegte Exemplare können mit grünen und weißen Blütenständen blühen. Die wenig auffallenden Blüten stehen auf einer Ähre, in der Mitte eines großen Deckblatts.

Syngonium podophyllum "White Butterfly"

Syngonium podophyllum White Butterfly

Syngonium podophyllum "White Butterfly"

Die Blätter der Sorte "White Butterfly" bilden eine kontrstreiche grün-weiße, Zeichnung. An dunkleren Standorten verstärkt sich der Grünanteil der Blätter. Pflegt man die Purpurtute "White Butterfly" an einem hellen Standort mit ganzjährig mindestens 4400 Lux nehmen die hellen und weißlichen Blattanteile deutlich zu. Auch bei dieser Purpurtute ist das regelmäßige Einnebeln mit kalkfreiem und zimmerwarmem Wasser ratsam.

 Wie auch die anderen Purpurtuten kann auch die "White Butterfly" hochgebunden an einer Kletterhilfe oder als elegante Tropenschönheit hängend in einer Blumenampel gepflegt werden. Im Laufe der Zeit können die Triebe dabei eine Länge von über 200 cm erreichen.

Standort / Licht

Purpurtuten pflegt man an einem hellen Standort ohne pralle Sonneneinstrahlung.

Die Beleuchtungsstärke am Standort sollte mindestens 4400 Lux betragen. Während des Sommers ist eine ausreichende Beleuchtung kein Problem, vorausgesetzt man stellt die Pflanze nicht in eine dunkle Ecke des Zimmers. In der lichtarmen Jahreszeit sollte man die Lichtwerte überprüfen, nur ein ausreichend hell gepflegte Purpurtute bleibt auch während der Überwinterung gesund und schädlingsfrei.

Standort für Zimmerpflanzen

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort

Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

Gießen / Wässern

Die Purpurtuten werden mäßig gegossen. Die Pflanzen vertragen kein kaltes Gießwasser und keine höheren Kalkmengen im Gießwasser.

Als Gießwasser und zum Besprühen nimmt man für die Purpurtute deshalb nur weiches, abgestandenes und zimmerwarmes Wasser. Idealerweise verwendet man sauberes, bei Bedarf gefiltertes Regenwasser.

Pflanzen mäßig gießen

Mäßiges Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von ca. 2 cm, antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats gut trocken anfühlt, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt so eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen. Das Substrat darf nicht durchtrocknen.
  2. Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Wer die Pflanze von unten bewässern möchte, gibt ein wenig Wasser in den Untersetzer und wartet bis alles aufgesogen wurde. Dies widerholt man je nach Topfgröße mehrmals. Es sollte kein Wasser in dem Untertopf stehenbleiben.

Die xxx vertragen keine Staunässe. Überschüssiges Wasser muss frei ablaufen können oder nach dem Gießen aus dem Übertopf abgeschüttet werden, denn Staunässe führt schnell zur Wurzelfäule.

Jede Region hat eine unterschiedliche Wasserhärte. Es gibt Gegenden mit sehr weichem, kalkarmem oder auch sehr hartem Leitungswasser. Falls man die Wasserhärte nicht kennt, kann man die Wasserbeschaffenheit beim regionalen Versorger erfragen.

Falls man keine Möglichkeit hat Regenwasser zu sammeln und das Leitungswasser ungeeignet ist, kann man zur Enthärtung des Gießwassers einen Ionenaustauscher (hier z.B. bei Amazon) verwenden.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
Einkaufstipp: Automatische (Urlaubs) - Bewässerung für Pflanzen & Feuchtigkeitsmesser

Luftfeuchtigkeit

Strauchveronika einsprühen

Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit ist für alle xxx vorteilhaft. Bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen gesund und entwickeln sich prächtig, sofern auch die anderen Pflegebedürfnisse ausreichend erfüllt werden.

Außerhalb der Heizperiode ist die natürliche Luftfeuchte für die meisten Pflanzen ausreichend bis gut. Während des Winters sinkt die Luftfeuchte in unseren Wohnungen jedoch deutlich. Problematisch ist es besonders dann, wenn die Pflanze während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht. Mit einer Wetterstation oder einem einfachen Hygrometer lässt sich der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft messen, bei Bedarf kann man dann die Luftfeuchte durch Sprühen oder Verdunster erhöhen.

Bekommt eine xxx braune, vertrocknete Blattspitzen, so liegt dies meist an zu trockener Luft. Problematisch ist es, wenn die Pflanze während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht.

Bei Bedarf sollte man die Luftfeuchte erhöhen, hierfür eignen sich in der Nähe der Pflanze aufgestellte Luftbefeuchter (hier über Amazon erhältlich) oder Verdunster für Heizkörper (hier über Amazon).

Zusätzlich ist es hilfreich, die Pflanze hin und wieder mit weichem, zimmerwarmem Wasser einzusprühen. Damit die Sprühdüse nicht verstopft verwendet man gefiltertes Regenwasser. Leitungswasser eignet sich nicht so gut, denn es hinterlässt im Laufe der Zeit oft Flecken auf den Blättern. Am besten funktioniert das Einsprühen mit einem kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze (hier über Amazon erhältlich).

Damit können die Blätter der Pflanze unproblematisch von allen Seiten, auch von unten besprüht werden, ohne den Topf drehen zu müssen. Dies ist bei empfindlichen Zimmerpflanzen wichtig, denn manche reagieren mit Knospen- oder Blattfall auf eine Änderung des Lichteinfalls. Einfache Handsprüher wie sie z.B bei Haushaltsreinigern verwendet werden, sind unpraktisch in der Verwendung und gehen meist schnell kaputt.

Überwintern / Ruheperiode

Die xxx legt als Tropenpflanze keine deutliche Ruheperiode ein und wächst das ganze Jahr über. Aufgrund des geringeren Lichtangebotes während der Wintermonate und den kürzeren Tagen, verlangsamt sich das Wachstum der Pflanzen jedoch deutlich. Man achtet auf die Beleuchtungsstärke am Standort, diese sollte auch im Winter mindestens 4400 Lux betragen.

Pflanzen aus den tropischen Regenwaldgebieten können mit einer künstlichen Beleuchtung vital über die lichtarme Jahreszeit gebracht werden, sie danken dies mit einem gesunden Wachstum.

Während der Überwinterung werden die xxx höchstens einmal gedüngt.

Einsprühen von Zimmerpalmen

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Die Purpurtute kann während der warmen Jahreszeit an einem geschützten, hellen bis halbschattigen Standort im Freien gepflegt werden. Etwas schwache, diffuse Morgen- oder Nachmittagssonne ist für ein gesundes Wachstum dieser Pflanze von Vorteil. Purpurtuten sollten niemals von der prallen Mittagssonne beschienen werden.

Temperatur / Frosthärte

Idealerweise pflegt man Purpurtuten in einem Temperaturbereich zwischen 15 und 20°C.

Frosthärte: sehr frostempfindlich

Normale Wohnungstemperaturen zwischen 18 und 25 ° Celsius werden von den Purpurtuten jedoch gut vertragen. Bei Temperaturen über 18 °C sollte man für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit sorgen, man kann die Pflanzgefäße auf mit Wasser und Steinen gefüllte Unterschalen stellen.

Während der wärmeren Sommerperiode sollte man die Purpurtute einmal täglich mit zimmerwarmem, kalkfreiem Wasser einnebeln.

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht schnell und/oder über einen längeren Zeitraum über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

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Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock

Purpurtute vermehren

Im späten Frühjahr bis in den frühen Sommer kann man die Purpurtute mit 8 bis 10 cm langen Kopfstecklingen, Triebteil- und Blattaugenstecklingen vermehren. Man schneidet mehrere Stecklinge direkt unterhalb eines Blattknotens ab und entfernt dann die unteren Blätter. Die so vorbereiteten Stecklinge setzt man in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand in einzelne kleine Gefäße mit Wasserabzugsloch. Über das Pflanzgefäß stülpt man einen Plastikbeutel oder man stellt es in einen beheizten Vermehrungskasten an einen nicht sonnigen aber hellen Platz.

Zur Bewurzelung benötigen die Pflanzen eine Temperatur von 18 bis 21 °C, ideal ist eine Temperatur zwischen 22 und 25 °C. Das Substrat wird bis zur Bewurzelung nur schwach gegossen, die Anzuchterde sollte nur leicht feucht sein.

Man wartet bis sich die Stecklinge gut bewurzelt haben, vier bis sechs Wochen sollten ausreichen, danach kann man den Plastikbeutel im Laufe von 2 bis 3 Tagen langsam entfernen und die Stecklinge an die trockenere Umgebungsluft gewöhnen. Etwa ein halbes Jahr später topft man die Stecklinge in kleinen Gruppen in größere Pflanzgefäße mit dem empfohlenen Substratgemisch.

Beim Umtopfen achtet man darauf, das Anzuchtsubstrat nicht von den Wurzeln zu entfernen. Man nimmt die jungen Purpurtuten vorsichtig aus den Töpfen und setzt den Tuff zusammen mit dem Steckling in ein größeres Pflanzgefäßmit dem neuem Substratgemisch.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Purpurtute ist ein Boden ph-Wert von 5,0 bis 6,0.

Blumenerde kaufen: Die Purpurtuten gedeihen auch in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte von 5,0 bis 6,0 liegen. Bei falschem pH-Wert des Substrats wird sich die xxx nicht gesund entwickeln können. Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht gewährleistet sind.

Substrat selber mischen: Eine Purpurtute pflanzt man idealerweise in ein Substrat aus hochwertiger Blumenerde, lehmhaltiger Ackererde, Perlit oder Quarzsandanteilen. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Substratmischung für Purpurtuten

  • 5 Teil hochwertige Blumenerde
  • 2 Teile Ackererde mit Tonanteil
  • 1 Teil Quarzsand oder
  • 1 Teil 6 mm Grus oder Lavagranulat

 Alles muss gut miteinander vermischt werden. Die Landerde (Ackererde mit Tonanteil) kann vor der Verwendung durch Erhitzen sterilisiert werden.

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Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
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Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
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Lavagranulat: Eifel-Lava, rein mineralisches Material mit optimalem Wasser- und Luftgehalt. Körnung ca. 0-12 mm.
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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Purpurtute umtopfen

Die xxx wird bei Bedarf im zeitigen Frühjahr umgetopft.

Man topft die Pflanze um, wenn

  • der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein geworden ist
  • das Substrat zusammengesackt ist
  • der Topf vollständig durchwurzelt ist
  • wenn reichlich Wurzeln an die Oberfläche treten

Zum Umtopfen der xxx wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Pflanze werden abgeschnitten. Auch lebende Wurzeln können bei Bedarf etwas gestutzt werden. Nach dem Umtopfen schützt man die Pflanzen 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf einer Purpurtute ist gering mäßig. Vom Frühling bis zum Herbst bekommt die Purpurtute alle 4 bis 6 Wochen einen flüssigen Volldünger. Während des Winters düngt man seltener, zwischen November und März reicht eine Düngergaben meist aus.

Purpurtute schneiden

Ein Purpurtute verträgt problemlos einen Rückschnitt im zeitigen Frühjahr. Zu lange Triebe kürzt man maximal um 2/3 ihrer Länge. Das Schneiden der Triebe einer Pflanze die nicht verholzt sind macht man mit einem scharfen Messer. Verholzte Triebe beschneidet man immer mit einer Gartenschere.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Weitere beliebte Zimmerpflanzen aus dieser Familie mit dekorativen Blättern oder Blütenständen stammen aus den Gattungen Fensterblätter (Monstera), Baumfreund (Philodendron), Dieffenbachien (Dieffenbachia), Flamingoblumen (Anthurium), Kalla (Zantedeschia), Syngonium und Einblatt (Spathiphyllum). Einige sind in der Floristik beliebt, beispielsweise aus den Gattungen Flamingoblumen (Anthurium) und Kalla (Zantedeschia).

Im Handel erhältliche Purpurtuten sind meist mit wuchshemmenden Stoffen behandelt. So sehen die Pflanzen kompakter und buschiger aus. Im Laufe der Zeit verlieren sich die Hemmstoffe und der kompakte Wuchs geht verloren.

Bei Staunässe faulen die Wurzeln der Purpurtuten.

Die gemeine Spinnmilbe kann an der Purpurtute auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Der Befall mit Schmier- und Wollläusen wird bei den Purpurtuten manchmal beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der Purpurtute zu erkennen.

Die Purpurtute wird bei Zugluft schnell von Schildläusen befallen. Die Pflanzen sollten regelmäßig auf einen Befall kontrolliert werden, die Parasiten siedeln sich meist auf der Blattunterseite an. Schildläuse erkennt man bei genauem Hinsehen leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Eine Purpurtute ist schwach giftig. Die Purpurtute enthält, wie andere Aronstabgewächse auch, Caciumoxalat und Oxalsäure. Somit zeigt sich eine Vergiftung durch Brennen der Mundschleimhäute, Anschwellen der Lippen, Magen- Darmbeschwerden und Durchfall. Bei starker Vergiftung könnte es auch zu inneren Blutungen und Krämpfen kommen.

Blätter und Stiele der Purpurtuten sind für Tiere (Hunde, Katzen, Kleinsäuger z. B. Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, sowie für Vögel giftig. Unlöslichen Kalziumoxalat-Kristalle und Oxalsäure reizen und schädigen die Schleimhäute. Es können Blutungen des Magen-Darm-Trakts und Nierenschäden beim Tier auftreten. Schluckbeschwerden, starkes Speicheln, Erbrechen und Durchfall sind mögliche Hinweise für eine Vergiftung mit einer Purpurtute. Hat Ihr Tier an einer solchen Pflanze geknabbert, sollte man einen Tierarzt aufzusuchen.

Erste Hilfe Maßnahmen und Notrufnummern haben wir Ihnen auf unserer Seite Vergiftung durch Pflanzen zusammengestellt. Besonders wichtig ist es, den Kindern einen richtigen Umgang mit Pflanzen zu vermitteln, denn eine ständige Kontrolle nicht möglich ist. Dies gilt besonders für verlockend aussehende Früchte, Blüten und Beeren. Beispiele für Giftpflanzen im Außenbereich sind Maiglöckchen, Oleander, Pfaffenhütchen, Eibe. In Wohnungen findet man beispielsweise Efeu, Dieffenbachia oder Wandelröschen.

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