Chamaecereus / Zwergcereus - Kulturanleitung & Pflege

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deutsche Pflanzennamen:
Chili
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Chamaecereus / Zwergcereus

Aus der Gattung Chamaecereus wird überwiegend der Chamaecereus silvestrii von Kakteenfreunden kultiviert. Die jungen Triebe dieses Zwergcereus haben zu Beginn ihres Wachstums das Aussehen von Erdnüssen.

Die Kakteen wachsen dann zu fingerartigen zylindrischen Stämmen heran, die zartgrün, sehr weich und durch 8 bis 10 schmale Längsrippen unterteilt sind. Die Haupttriebe des Chamaecereus werden etwa 20 cm lang und 2 cm breit, wachsen kriechend und bilden im Laufe der Zeit kleinere Seitensprosse.

Die Kakteen der Gattung Chamaecereus wachsen so schnell, dass sie in 2 bis 3 Jahren die Oberfläche eines 20 cm Topfes vollständig bedecken. In den kleinen Areolen, die sich in dichter Reihe auf den Rippen befinden, sitzen 10 bis 15 kurze, weißlich gefärbte Dornen.

Die dunkelroten, sich schalenförmig entwickelnden, 2 bis 3 cm großen Blüten, bilden sich im zeitigen Sommer aus den Areolen. Eine Blüte hält nur einen Tag, dennoch steht die Kaktee während der 2 bis 3 Wochen ihrer Blühzeit in einem reichen Flor.

Durch Kreuzungen mit Kakteen der Gattung Lobivia wurden die hübschen Chamaecereus Silvestrii-Hybriden mit verschiedenfarbigen Blüten entwickelt. Im Handel werden diese Hybriden meist ohne nähere Bezeichnung als Zwergcereen angeboten. Die Triebe dieser Chamaecereus Hybriden sind meist kräftiger, aufrechter und wachsen langsamer als bei der Urform Chamaecereus silvestrii.

Unter den Kulturformen befindet sich auch die Sorte Chamaecereus silvestrii "Lutea" mit zartgelben Trieben. Dieser Kaktee fehlt das für den Stoffwechsel lebenswichtige Chlorophyll. Da diese Form keine eigenen Wurzeln bildet, muss sie auf einen anderen Kaktus, z. B. einen Säulenkaktus, gepfropft werden.

Kulturanleitung Chamaecereus / Zwergcereus:

Licht: Kakteen der Gattung Chamaecereus benötigen direktes Sonnenlicht. Gutgewachsene, hübsche und reich blühende Exemplare erhält man, wenn man die Pflanze möglichst in einem Südfenster kultiviert.

Gießen: Vom Frühjahr bis zum Herbst wird gleichmäßig gegossen, der Wurzelballen sollte nach dem Gießen durchgehend feucht sein. Zwischen den Wassergaben lässt man die oberste Erdschicht jedoch etwas abtrocknen.

Während der winterlichen Ruheperiode schränkt man das Gießen je nach Temperatur ein. Steht ein Chamaecereus sehr kühl, bei Temperaturen um die 4 °C, wird er im Winter überhaupt nicht gegossen. in wärmeren Räumen braucht die Kaktee gerade so viel Wasser, dass die Erde nicht vollständig austrocknet.

In keinem Fall sollte ein Chamaecereus in den Monaten mit den kurzen und lichtarmen Tagen zum Wachsen angeregt werden.

Temperatur:
Während der Hauptwachstumszeit vom Frühling bis zum Herbst ist ein Chamaecereus bei normalen Zimmertemperaturen zu kultivieren.

Während der Ruheperiode verträgt dieser Kaktus Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. Am Besten ist eine Winterruhe an einem kühlen Standort bei nicht mehr als 7 bis 8 °C.

Vermehrung:  Da Chamaecereus silvestrii keine Samen ausbildet, muss man diese Kakteen durch Stecklinge vermehren. Man schneidet einen 5 bis 8 cm langen Trieb von der Kaktee ab und legt ihn in einen waagrecht auf die Erdfläche des neuen Pflanzgefäßes.

Auch mehrere Stecklinge dieser Kakteen können in Abständen von 7 bis 10 cm in eine große Saatschale gelegt werden. Mit dem gleichen Erdgemisch und unter den selben Bedingungen wie bei der Elternpflanze sollte es bald zu neuem Austrieb der Stecklinge kommen.

Bei der Pflege dieser Kakteen brechen manchmal kleine Triebe ab, die man stets zu Vermehrung benutzen kann, denn sie bewurzeln sich fast zu jeder Zeit.

Im Gegensatz zu den Stecklingen anderer Kakteen braucht man die Schnittflächen der Stecklinge vor dem Einpflanzen nicht einige Tage lang antrocknen zu lassen. Die Ansatzstellen zwischen den einzelnen Trieben sind so schmal, dass an den Bruch- oder Schnittstellen der Stecklinge keine Tendenz zur Fäulnis besteht..

Erdmischung: Für Kakteen der Gattung Chamaecereus verwendet man ein Erdgemisch auf Kompost- oder Torfbasis. Zur besseren Dränage mengt man der Erde etwa ein Drittel scharfen Sand bei.

Umtopfen: Weil dieser Kaktus ein sehr flaches, nicht in die Tiefe wachsendes Wurzelsystem ausbildet und da sich die Kaktee sehr schnell ausbreitet, ist eine flache Schale das ideale Pflanzgefäß. Stehen die Triebe der Kaktee zu dicht, setzt man die Pflanzen im zeitigen Frühjahr in ein größeres Gefäß, oder man teilt sie in mehrere kleinere Exemplare.

Dünger:  Nur in der Hauptwachstumszeit düngt man einen Chamaecereus einmal pro Monat mit speziellem Kakteendünger.

Krankheiten & Pflanzenschädlinge:

Spinnmilben

Trockene, warme Heizungsluft bietet im Winter ein ideales Klima für Spinnmilben. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen.
> Spinnmilben erkennen und bekämpfen

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