Fetthenne - Kulturanleitung & Pflege der Zimmerpflanzen

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deutsche Pflanzennamen:
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Fetthenne

Die Gattung Sedum (Fetthenne) umfasst etwa 500 bekannte Arten. Einige wachsen in Form große Sträucher, andere wiederum sind flach wachsende, rasenbildende oder hängende Pflanzen. Die Fetthenne ist sehr vielgestaltig, die meisten Arten der Fetthenne haben jedoch fleischige, sich kräftig Triebe, die dicht mit fleischigen, stiellosen Blättern besetzt sind. Die Blüten wachsen meist in hübschen Trugdolden an den Triebspitzen. Die sternförmigen Einzelblüten sind bei den meisten Sedum weiß, es gibt aber auch verschiedene rosarote und gelbe Färbungen. Bei vielen Arten fällt die Blütezeit in das Frühjahr oder den Sommer, einige Arten sind jedoch winterblühend.

Sedum adolphi Diese Fetthenne ist mit einer Höhe und Breite von etwa 20 cm kleinwüchsig. An den aufrecht stehenden Sprossen bilden sich fleischige, breitlanzettliche Blätter mit einer stumpfer Spitze. Die Blätter sind gelblichgrün gefärbt und haben einen roten Rand. Die weißen Blüten wachsen im Frühjahr in kleinen Trugdolden.

Sedum allantoides ist ein buschig wachsender, sich reichlich verzweigender, bis zu 30 cm hoher Halbstrauch. Die dickfleischigen, wurstförmigen Blätter wachsen wechselständig an den Trieben. Die Blätter sind blaugrau gefärbt und haben eine mehlartige, grauweiße Bereifung. Die grünlichweißen Blüten treten im Sommer auf.

Sedum bellum gilt mit 15 cm Höhe als flachwüchsig, die Pflanze kann einen Durchmesser von etwa 30 cm erreichen. Die flachen Blätter wachsen an den sich nur am Grund verzweigenden Trieben. Die Blätter sind sehr dicht mit feinen, weißlich gefärbten Papillen bereift, so dass die eigentlich grüne Blattfarbe kaum zu erkennen ist. Sedum bellum bildet im ersten Jahr einen Blütenschaft aus, die weißen Blüten treten aber erst im Winter des zweiten Jahres auf.

Sedum lineare ist in Wohnungskultur hauptsächlich mit der buntblättrigen Sorte Sedum lineare "Variegatum" vertreten. Die Triebe dieser Fetthenne wachsen flach vom Grund aus und werden bis zu 25 cm lang. Die Sedum lineare selbst wird aber nicht höher als etwa 10 cm. Die spitz zulaufenden, linealischen Blätter sind ca. 1 cm lang. Die Blätter sind hellgrün mit cremeweißen Rändern. Die hellgelb gefärbten Blüten bilden sich im späten Frühjahr oder Sommer.

Sedum morganianum ist mit ihren bis zu 90 cm langen, herabhängenden, vollständig mit kleinen sich überlappenden, runden Blättern bewachsenen Trieben, sehr gut als Ampelpflanze geeignet. Die etwa 2 cm langen und 1 cm dicken Blätter sind hellgraugrün gefärbt und haben eine weißliche Bereifung. Leider fallen die Blätter leicht ab, man sollte deshalb äußerst vorsichtig mit der Pflanze umgehen. Im Frühjahr bildet die Sedum morganianum rosarot gefärbte Blüten.

Sedum pachyphyllum hat aufrecht wachsende, sich reichlich verzweigende, bis zu 30 cm hohe Triebe. Diese sind dicht bewachsen mit stielrunden, graugrün gefärbten, etwa 4 cm langen Blättern. Die stumpf auslaufenden Blattspitzen sind oft rötlich angehaucht. Die hellgelben Blüten dieser Fetthenne bilden sich im Frühjahr.

Sedum praealtum ist mit 60 cm Höhe recht großwüchsig, die Triebe stehen aufrecht, sind reich verzweigt und mit glänzend grünen, 5 bis 7 cm langen, etwa 2 cm breiten und 6 mm dicken Blättern bewachsen. Sie sitzen zu mehreren an den Spitzen der Triebe und Zweige. Die hellgelb gefärbten Blüten dieser Fetthenne bilden sich ebenfalls im Frühjahr.

Sedum rubrotinctum wird nur etwa 20 cm hoch und bildet dünne, am Grund verzweigte Triebe mit Büscheln dickfleischiger, stielrunder Blätter an den Zweigspitzen. Die Blätter sind bei kühl und feucht kultivierten Pflanzen hellgrün. Kultiviert man diesen Mauerpfeffer jedoch bei wärmeren Temperaturen und mit einer niedrigen Luftfeuchtigkeit, so färben sich die Blätter rot. Die Triebe bilden Wurzeln an den Blattachseln aus, sobald sie mit der Erde in Berührung kommen. Die rot gefärbten Blüten bilden sich im späten Winter.

Kulturanleitung Fetthenne

Licht: Eine Fetthenne benötigt unbedingt einen sehr hellen Standort mit möglichst langer, direkter Sonnenbestrahlung. Bei schlechten Lichtverhältnissen kultivierte Mauerpfeffer verlieren die hübsche Färbung, und die Triebe werden sparrig.

Gießen: Die Fetthenne gießt man mäßig. Der Wurzelballen der Sukkulente darf nur leicht feucht gehalten werden und zwischen den einzelnen Wassergaben sollten die obersten 1 1/2 cm der Erde abtrocknen. Während der Ruhezeit lässt man die Erde zwischen den Wassergaben noch stärker antrocknen. Werden die Fetthennen zu kräftig gegossen, so führt das zu verweichlichtem, schlaffem Wachstum der Blätter. Die Triebe beginnen schlaff herabzuhängen und die Wurzeln beginnen zu faulen.

Temperatur: Die Pflanzen gedeihen gut bei warmen Temperaturen zwischen 18 und 24 °C. Währen der Ruheperiode benötigen diese Sukkulenten Temperaturen um die 10 °C (Minimum 5°C) und möglichst viel direktes Sonnenlicht.

Vermehrung: Alle Fetthennen Arten lassen sich durch Stecklinge vermehren. Man schneidet 4 bis 5 cm lange Triebe ab, lässt die Schnittstelle einen Tag antrocknen und setzt die Stecklinge in ein angefeuchtetes Substrat aus gleichen Teilen Torf und scharfem Sand. Für eine schnellere Bewurzelung kann man die Stecklinge vorher in ein Bewurzelungshormon tauchen, notwendig ist dies aber nicht. Die frisch eingesetzten Stecklinge der Sedum werden an einen hellen Platz gestellt und gerade soviel gegossen, dass das Substrat gerade etwas feucht bleibt. Nach drei bis vier Wochen sollten sich die ersten Wurzeln gebildet haben. Nach etwa 6 Wochen kann man die jungen Fetthennen in normale Erde für diese Gattung umtopfen.

Erdmischung: Für die Fetthenne verwendet man am besten ein Gemisch zwei Teilen Komposterde und einem Teil scharfem Sand.

Umtopfen: Die Fetthennen wachsen am besten in breiten, flachen Pflanzschalen oder halbhohen Töpfen oder Ampeln. Im zeitigen Frühjahr topft man die Sukkulenten in etwas größere Gefäße, dabei lässt man zwischen Pflanze und Gefäßrand mindestens 4 cm Platz frei. Da die jungen Fetthennen meist besser aussehen als ältere Pflanzen, sollte man rechtzeitig neue Fetthennen aus Stecklingen nachziehen.

Dünger: Man gibt der Fetthenne während der Wachstumsphase alle zwei Wochen eine schwache Lösung aus Volldünger. Während der Ruheperiode wird nicht gedüngt.

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