Fetthenne

Fetthennen (Sedum) auch Mauerpfeffer genannt, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der botanische Gattungsname Sedum leitet sich von einem lateinischen Trivialnamen für mehrere Arten der Dickblattgewächse ab. Mit ca. 420 Arten ist die Fetthenne die umfangreichste Gattung in der Familie der Dickblattgewächse.

Sedum glaucophyllum

Handelsname: Sedum, Fetthenne, Affenschaukel, Oktoberli, Schlangen-Fetthenne, Schnapsnäschen
Wissenschaftl. Name: Sedum L.
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Wuchshöhe: 10 und mehr, auch hängend
Verwendung: Blattschmuckpflanze, Ampelpflanze
Hilfreiche Seiten: Sukkulenten pflegen
Lexikon / Übersicht: Sukkulenten
Schwierigkeit: pflegeleicht
minimale Beleuchtung: mind. 1300 Lux u. mehr, je nach Art

Beschreibung & Pflege der Fetthenne

Die Fetthennen Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler. Einige Fetthennen Arten wachsen in Form große Sträucher, andere wiederum sind flach wachsende, rasenbildende oder hängende Pflanzen. Fetthennen sind sehr vielgestaltig, die meisten Arten haben jedoch fleischige, sich kräftig Triebe, die dicht mit fleischigen, stiellosen Blättern besetzt sind. Die Blüten wachsen meist in hübschen Trugdolden an den Triebspitzen. Die sternförmigen Einzelblüten sind bei den meisten Fetthennen weiß, es gibt aber auch verschiedene rosarote und gelbe Färbungen. Bei vielen Arten fällt die Blütezeit in das Frühjahr oder den Sommer, einige Arten sind jedoch winterblühend.

Sedum adolphi ( Bild ansehen )

Sedum adolphi ist mit einer Höhe und Breite von etwa 20 cm kleinwüchsig. An den aufrecht stehenden Sprossen bilden sich fleischige, breit-lanzettliche Blätter mit einer stumpfer Spitze. Die Blätter dieser Fetthenne sind gelblichgrün gefärbt und haben einen roten Rand. Die weißen Blüten wachsen im Frühjahr in kleinen Trugdolden.

Sedum allantoides ( Bild ansehen )

Sedum allantoides ist ein buschig wachsender, sich reichlich verzweigender, bis zu 30 cm hoher Halbstrauch. Die dickfleischigen, wurstförmigen Blätter wachsen wechselständig an den Trieben. Die Blätter sind blaugrau gefärbt und haben eine mehlartige, grauweiße Bereifung. Die grünlichweißen Blüten treten bei dieser Fetthenne im Sommer auf.

Sedum bellum ( Bild ansehen )

Sedum bellum gilt mit 15 cm Höhe als flachwüchsig, die Pflanze kann einen Durchmesser von etwa 30 cm erreichen. Die flachen Blätter dieser Fetthenne wachsen an den sich nur am Grund verzweigenden Trieben. Die Blätter sind sehr dicht mit feinen, weißlich gefärbten Papillen bereift, so dass die eigentlich grüne Blattfarbe kaum zu erkennen ist. Sedum bellum bildet im ersten Jahr einen Blütenschaft aus, die weißen Blüten treten aber erst im Winter des zweiten Jahres auf.

Sedum lineare ( Bild ansehen )

Sedum lineare ist in Wohnungen hauptsächlich mit der buntblättrigen Sorte Sedum lineare "Variegatum" vertreten. Die Triebe dieser Fetthenne wachsen anfänglich aufrecht und später locker überhängend mit graziler Verzweigung. Sedum lineare ist mit 20 bis 50 cm relativ großwüchsig. Die fleischigen, abgeflachten, spitz zulaufenden Blätter sind ca. 1 cm lang. Die Blätter sind hellgraugrün mit cremeweißen oder weißen Rändern. Die hellgelb gefärbten Blüten bilden sich im späten Frühjahr oder Sommer. Sedum lineare ist anfällig für Blattläuse. Im Handel wird Sedum lineare meist unter den Namen Sedum oder Fetthenne angeboten.

Sedum morganianum ( Bild ansehen )

Im Handel wird Sedum morganianum meist unter den Namen Affenschaukel, Fetthenne oder Schlangen Fetthenne angeboten. Sedum morganianum ist mit ihren bis zu 100 cm langen, herabhängenden, vollständig mit kleinen sich überlappenden, runden Blättern bewachsenen Trieben, sehr gut als Ampelpflanze geeignet. Die etwa 2 cm langen und 1 cm dicken Blätter sind hellgraugrün gefärbt und haben eine weißliche Bereifung. Leider fallen die Blätter leicht ab, man sollte deshalb äußerst vorsichtig mit der Pflanze umgehen. Im Frühjahr bildet die Sedum morganianum rosarot gefärbte Blüten. 

Sedum pachyphyllum ( Bild ansehen )

Sedum pachyphyllum hat aufrecht wachsende, sich reichlich verzweigende, bis zu 30 cm hohe Triebe. Diese sind dicht bewachsen mit stielrunden, graugrün gefärbten, etwa 4 cm langen Blättern. Die stumpf auslaufenden Blattspitzen sind oft rötlich angehaucht. Die hellgelben Blüten dieser Fetthenne bilden sich im Frühjahr. Wegen der blassgrünen Blättchen mit dem geröteten Blattende nennt man diese Art auch Schnapsnäschen.

Sedum praealtum ( Bild ansehen )

Sedum praealtum ist mit 60 cm Höhe recht großwüchsig, die Triebe stehen aufrecht, sind reich verzweigt und mit glänzend grünen, 5 bis 7 cm langen, etwa 2 cm breiten und 6 mm dicken Blättern bewachsen. Sie sitzen zu mehreren an den Spitzen der Triebe und Zweige. Die hellgelb gefärbten Blüten dieser Fetthenne bilden sich ebenfalls im Frühjahr.

Sedum rubrotinctum ( Bild ansehen )

Sedum rubrotinctum wird nur etwa 20 cm hoch und bildet dünne, am Grund verzweigte Triebe mit Büscheln dickfleischiger, stielrunder Blätter an den Zweigspitzen. Die Blätter sind bei kühl und feucht gepflegten Pflanzen hellgrün. Kultiviert man diese Fetthennen jedoch bei wärmeren Temperaturen und mit einer niedrigen Luftfeuchtigkeit, so färben sich die Blätter rot. Die Triebe bilden Wurzeln an den Blattachseln aus, sobald sie mit der Erde in Berührung kommen. Die rot gefärbten Blüten bilden sich im späten Winter.

Sedum sieboldii ( Bild ansehen )

Im Handel wird Sedum sieboldii meist unter den Namen Oktoberli oder Fetthenne angeboten. Sedum sieboldii wächst als ca.10 cm Staude mit gedrungenem Wurzelstock und zahlreichen Basistrieben die zur Ablegervermehrung verwendet werden können. Die Triebe und Nebentriebe wachsen anfänglich aufrecht und später überhängend, diese Fetthenne ist deshalb gut als Ampelpflanze geeignet. Die rundlichen, dickfleischigen, etwa 2 cm langen, blaugrün gefärbten und mit feinem Reif überhauchten Blätter stehen zu dritt quirlig angeordnet. Im Herbst, September, Oktober, bildet sich rosafarbene, doldenrispige Blütenstände. Im Handel ist auch eine panaschierte Form der Sedum sieboldii erhältlich. Sedum sieboldii ist winterhart und kann auch als Freilandpflanze verwendet werden. Sedum sieboldii bekommt bei zu feuchter Luft gelegentlich Blattfäule.

Sedum treleasei ( Bild ansehen )

Sedum treleasei gilt ist mit ca. 10 bis 20 cm Höhe ebenfalls flachwüchsig. Die einfachen, gelb-grün gefärbten, ganzrandigen, lanzettlich geformten Blätter sind rosettenförmig angeordnet. Im zeitigen Frühling trägt die Fetthenne an Rispen gelbe, fünfzählige Blüten.

Sedum palmeri ( Bild ansehen )

Sedum palmeri wird im Handel ebenfalls als Zimmerpflanze angeboten. Die 15 bis 25 cm hohe Pflanze bildet Blattrosetten und leuchtend gelbe Blüten.

Bildnachweise: Sedum adolphi von KENPEI, Sedum allantoides von Michael Wolf, Sedum lineare von Forest & Kim Starr, Sedum morganianumvon Poco a poco, Sedum pachyphyllum von Illustratedjc, Sedum praealtum von Raffi Kojian, Sedum sieboldii von Père Igor, Sedum treleasei von Harlock81, alle unter der Lizenz CC BY-SA 3.0, Sedum praealtum von Seán A. O'Hara lizenziert unter CC BY 2.0, Sedum palmeri - Botanischer Garten München-Nymphenburg von Daderot, Public Domain, alle über Wikimedia Commons.

Standort / Licht

Fetthennen Arten pflegt man ganzjährig an einem hellen Standort. Etwas Sonneneinstrahlung während der Morgen- oder Nachmittagsstunden sind notwendig. Der beste Standort liegt in vollem Licht mit einer Hitzeschattierung während der Mittagsstunden.

Südostfenster oder Südwestfenster eignen sich besonders gut. Die minimale Beleuchtungsstärke liegt bei etwa 1300 Lux und mehr, je nach Art.

Fast alle sukkulenten Zimmerpflanzen benötigen möglichst viel direkte Sonne. Eine Ausnahme machen nur wenige Mitglieder aus der Familie der Liliaceae, insbesondere die Haworthien und Gasterien, die auch etwas schattigere Standorte vertragen.

Ein guter Standort

Sukkulente Zimmerpflanzen pflegt man am sonnigsten Fenster oder in dessen unmittelbare Nähe. Da, mit Ausnahme von Dachfenstern und in Wintergärten, das Licht stets einseitig die Sukkulente beleuchtet, sollte man das Pflanzgefäß alle paar Tage um ein Viertel drehen. So erreicht man ein gleichförmiges und schönes Wuchsbild. Während der hellsten Jahreszeit kann man den Topf täglich etwas drehen

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses zur Standartaurüstung eines Pflanzenliebhabers nützliche Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Fetthenne Gießen / Wässern

Fetthennen werden während der Wachstumsphase mäßig aber gleichmäßig gegossen, die Erde wird nur angefeuchtet und nicht durchnässt. Vor der jeweils nächsten Wassergabe prüft man die oberste Schicht der Erde ob sie gut angetrocknet ist. Die kurze Trockenperiode zwischen den einzelnen Wassergaben fördert die typische Wuchsform und eine kräftige Blattfärbung der Sukkulenten. Das Substrat sollte aber nicht austrocknen.

Werden die Fetthennen zu kräftig gegossen, so führt das zu verweichlichtem, schlaffem Wachstum der Blätter. Die Triebe beginnen schlaff herabzuhängen und die Wurzeln faulen.

Regenwasser ist für die Bewässerung aller Fetthennen Arten optimal, die Pflanzen nehmen aber auch mit gewöhnlichem, nicht zu kalkhaltigem Leitungswasser vorlieb.

Mäßiges, gleichmäßiges Gießen

Bei Pflanzen die mäßig gegossen werden sollten lässt man die Erde zwischen den einzelnen Wassergaben in der obersten Schicht leicht abtrocknen. Wenn die Pflanze dann gegossen wird, feuchtet man die Erde gut an. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Wer die Pflanze von unten bewässern möchte, gibt ein wenig Wasser in den Untersetzer und wartet bis alles aufgesogen wurde. Dies widerholt man je nach Topfgröße mehrmals. Es sollte kein Wasser in dem Untertopf stehenbleiben.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Sukkulenten richtig Gießen
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Luftfeuchtigkeit

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Zimmerpflanzen, vertragen die sukkulenten Fetthennen ohne Probleme auch eine niedrige Luftfeuchte.

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Fetthenne überwintern / Ruheperiode

Zwischen Oktober und Februar sollten die Fetthennen eine etwa 3 monatige Ruhepause einlegen. In dieser Zeit reduziert man das Gießen stark und achtet nur darauf, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Die Temperatur während der Überwinterung sollte zwischen 5 und 12 ° Celsius liegen. Der Standort sollte sehr hell (mind. 1300 Lux) sein, eventuell muss man für eine künstliche Zusatzbeleuchtung sorgen.

Um das für die Überwinterung notwendige Licht bereitzustellen, eignen sich 20 cm über den Pflanzen angebrachte Leuchtstoffröhren bzw. noch energiesparendere Pflanzlampen mit LED. Bei einem Standort im Wintergarten oder vor ausreichend großen Süd-, Südwest-, oder Südostfenstern mit ungehindertem Lichteinfall ist in der Regel keine Zusatzbeleuchtung erforderlich.

Während der Überwinterung werden die Fetthennen nicht gedüngt. Zu Beginn der Vegetationsperiode beginnt man, die Fetthenne wieder etwas mehr zu gießen.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Fetthennen Arten kann man während der warmen Jahreszeit an einem geschützten, hellen bis sonnigen Standort im Freien pflegen. Etwas Morgen- oder Nachmittagssonne ist für ein gesundes Wachstum dieser Pflanze notwendig. Die Fetthennen dürfen aber nicht direkt von der prallen Mittagssonne beschienen werden, man sorgt für eine Hitzeabschattung.

Pflanzen die in geschlossenen Räumen überwintert werden, dürfen zu Beginn der warmen Jahreszeit nicht sofort dem vollen Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt werden. Die harte UV Strahlung kann die Fetthenne verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken auf den Blättern zu erkennen. Um eine Fetthenne an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Fetthenne an ihren endgültigen, sonnigeren Standort stellen.

Temperatur

Fetthennen wachsen gut bei normalen Wohnungstemperaturen zwischen 18 und 22 °C. Für einige Arten liegt die optimale Temperatur mit 15 bis 18 °Celsius etwas niedriger.

Im Winter, während der Ruheperiode, sollten die Temperaturen für die Fetthennen zwischen 5 und 12 °C liegen. Die kühlen Temperaturen sind eine Voraussetzung dafür, dass die Fetthennen Blüten ansetzen.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Fetthenne vermehren

Ableger

Einige Fetthennen Arten bilden Seitensprosse, auch Kindel oder Ableger genannt. Die Ableger kann man ab einer Größe von 2 bis 4 cm zur Vermehrung verwenden.

Die Ableger setzt man in ein angefeuchtetes Sukkulentensubstrat. Bis sich die Wurzeln fest im Substrat verankert haben, pflegt man die Zöglinge in gleicher Weise wie die ausgewachsenen Pflanzen. Nur die Wassergaben müssen sparsamer sein, es ist ausreichend wenn das Substrat gerade noch feucht ist.

Stecklinge

Fetthennen vermehrt man problemlos durch Stecklinge. Es eignen sich Kopfstecklinge, Triebteilstecklinge und Blattstecklinge. Alle bilden leicht Wurzeln, wenn man sie im Frühjahr schneidet und die Schnittstelle vor dem Einsetzten 2 bis 3 Tage antrocknen lässt. Nach der Antrocknungsphase werden die Stecklinge direkt in das für die Sedum empfohlene Sukkulentensubstrat gesetzt. Die Stecklinge bekommen einen hellen, waren Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung. Nach einigen Wochen sollten sich die ersten Wurzeln gebildet haben. Wenn der Nachwuchs die ersten frischen Triebe zeigt, kann man die jungen Pflanzen an den endgültigen, sonnigen bis vollsonnigen Standort stellen und die Pflanzen dann wie ausgewachsene Exemplare weiterpflegen.

Blattstecklinge

Wie bei vielen anderen Dickblattgewächsen kann man auch bei einigen Fetthennen Arten die fleischigen Blätter zur Vermehrung verwenden. Man bricht oder schneidet ein Blatt an der Basis ab und lässt es zwei oder drei Tage lang antrocknen. Das so vorbehandelte Blatt legt man flach auf leicht angefeuchtetes Substrat. Alternativ steckt man das Blatt mit der Schnittfläche in die Erde. An einen warmen, hellen Platz bilden sich bereitwillig Wurzeln.

Lesetipp: Sukkulenten erfolgreich vermehren
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Fetthennen Arten ist ein Boden ph-Wert von 6,5 bis 7,3. Fetthennen gedeihen auch in einfacher, handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der ph-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte von 6,5 bis 7,3 liegen.

Normale Erdmischungen in einer guten Qualität aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht dauerhaft gewährleistet sind.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man die Fetthenne in perfekt abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig.

Optimale Substratmischung

Fetthennen pflanzt man mit einem Zusatz von Landerde in ein Torfsubstrat mit Zumischung verschiedener Fremdstoffe.

  • 3 Anteile Torfsubstrat
  • etwa 1,5 Anteile Ackererde mit Tonanteil (je nach ph-Wert)
  • 1,5 Anteile Quarzsand
  • 1 Anteil Bims-Kies, Lavalit, oder Lavagranulat

Der Boden ph-Wert wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torfsubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Die Landerde (Ackererde mit Tonanteil) muss vor der Verwendung durch Erhitzen sterilisiert werden.

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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Hinweise

Oft werden Sukkulenten, auch die Fetthennen Arten, in normaler Torf- oder Blumenerde, vermischt mit einigen Styroporperlen zum Verkauf angeboten. Diese Blumenerde sollte man sollte man gegen ein für die Fetthenne besser geeignetes Substrat austauschen.

Fetthenne umtopfen

Die Fetthennen wachsen am besten in breiten, flachen Pflanzschalen oder halbhohen Töpfen oder Ampeln. Im zeitigen Frühjahr topft man die Sukkulenten in etwas größere Gefäße Da die jungen Fetthennen meist besser aussehen als ältere Pflanzen, sollte man rechtzeitig neue Pflanzen aus Stecklingen nachziehen.

Sobald das Pflanzgefäß vollständig durchwurzelt ist und die Wurzeln an der Erdoberfläche herauszutreten beginnen, topft man die Pflanzen um. Dabei lässt man zwischen der frisch eingesetzten Pflanze und dem Gefäßrand mindestens 4 cm Platz frei. Ältere Sedum werden karg und sparrig. In der Regel ersetzt man sie deshalb durch die Nachzucht aus Stecklingen und ein Umtopfen erübrigt sich. Wer eine Fetthenne jedoch zum Blühen bringen möchte, sollte die Pflanze über mehrere Jahre hinweg kultivieren.

Lesetipp: Einpflanzen & Umtopfen von Sukkulenten
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Düngen / Nährstoffbedarf

In der Zeit des Hauptwachstums sollte man eine Fetthenne alle 8 Wochen mit einem flüssigen Kakteendünger düngen.

Während der Ruheperiode werden die sukkulenten Fetthennen nicht gedüngt.

Lesetipp: Sukkulenten richtig düngen
Einkaufstipp: Düngemittel für alle Topfpflanzen, Zierpflanzen und Zimmerpflanzen

Fetthenne schneiden

Fetthennen Arten vertragen problemlos einen Rückschnitt, besonders Jungpflanzen wachsen buschig, wenn man sie mindestens einmal mal pro Jahr leicht stutzt. Der Rückschnitt sollte im zeitigen Frühjahr vorgenommen werden. Zu lange Triebe kürzt man maximal um 2/3 ihrer Länge. Das Schneiden der Triebe einer Pflanze die nicht verholzt sind macht man mit einem scharfen Messer. Verholzte Triebe beschneidet man immer mit einer Gartenschere.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
Einkaufstipp: Gartenscheren und Astscheren für den Zimmergärtner

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Der Befall mit Schmier- und Wollläusen kann bei diesen Pflanzen auftreten. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der Fetthenne zu erkennen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Bilder der Fetthenne

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Fetthenne Sedum atratum

Fetthenne

Sedum atratum
Foto: Tigerente
Lizenz: GFDL

Fetthenne Sedum album

Fetthenne

Sedum pulchellum
Foto: Thomas R. Koll
Lizenz: Public Domain

Fetthenne Sedum album

Fetthenne

Sedum floriferum
Foto: Mussklprozz
Lizenz: GFDL