Pellaea - Kulturanleitung & Pflege der Farne

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Pellaea / Farne

Zu der umfangreichen Gattung Pellaea gehören auch zwei sehr unterschiedliche Arten, die als Zimmerpflanzen gerne gepflegt werden. Die Wedel dieser Farne haben behaarte oder geschuppte, drahtige Mittelrippen und Stiele, die nahe dem Boden dem reich verzweigten Rhizom dieser Farne entspringen. Einige Wedel eines Pellaea bestehen aus Blattfiedern, deren eingerollte Ränder Sporenkapseln an der Unterseite abdecken. Die Blattfiedern der Farnwedel ohne Sporenkapseln sind an den Rändern leicht gezähnt und nicht eingerollt.

Unter idealen Kultivierungsbedingungen legen Farne der Gattung Pellaea keine ausgeprägte Ruhezeit ein. Die Pflanzen wachsen fast das ganze Jahr hindurch gleichmäßig weiter, während der Wintermonate, aufgrund der schlechteren Lichtverhältnisse  jedoch deutlich langsamer.

Pellaea rotundifolia entspricht eigentlich nicht der verbreiteten Vorstellung eines Farns. Die etwa 35 cm langen und rund 4 cm breiten Wedel dieser Farne sind stark nach unten gebogen und breiten sich fast wie die Triebe einer kriechenden Pflanze aus. Die Farnwedel bestehen aus kurzen Stielen mit 10 bis 20 dunkelgrünen Fiederpaaren, die wechselständig aus der Mittelrippe wachsen. Am Ende des Farnwedels bildet sich ein endständiges Fiederblatt. Die Mittelrippe und der Stiel des Pellaea rotundifolia sind nahezu schwarz. Die paarig wachsenden Blattfiedern sind rundlich und haben einen Durchmesser von etwa 10 mm. Die endständig wachsende Blattfieder ist mehr oval geformt, etwa 2 cm lang und ca. 12 mm breit.

Pellaea viridis hat eine buschige Wuchsform. Die aufrecht stehenden, hellgrün gefärbten Wedel dieser Farne werden bis zu 80 cm lang. Die Wedel bestehen aus einem etwa 15 cm langen Stiel und einem etwa 60 cm langen Blatt, welches in 15 Paare wechselständig wachsender, ovaler Blattfiedern unterteilt ist. Die Mittelrippe und der Stiel dieser Farne sind anfangs grün und werden bei älteren Wedeln glänzend schwarzrot.

Kulturanleitung Pellaea

Licht: Die Farne der Gattung Pellaea kultiviert man an einem hellen Standort. Während der lichtärmeren Winterzeit sollten die Farne einige Stunden Sonnenlicht am Morgen oder Abend erhalten. Während des Sommers ist eine direkte Sonnenbestrahlung aber zu vermeiden.

Gießen: Man gießt diese Farne reichlich und so oft, dass die Erde immer gleichmäßig feucht ist. Das Pflanzgefäß darf jedoch nicht im Wasser stehen und die Erde darf nicht vernässen. Fallen die Temperaturen einige Tage unter 12 °C, gießt man den Farn nur sparsam und lässt den Topfballen zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen. Man achte aber darauf, das Substrat nicht völlig austrocknen zu lassen. Wenn die Farne zu trocken kultiviert werden, oder das Substrat vollständig abtrocknet, färben sich die Blattfiedern braun und fallen ab. Dasselbe kann aber auch geschehen, wenn man den Wurzelballen zu feucht hält und die Erde vernässt - die Wurzeln der Farne verfaulen, die Pflanze kann keine Nährstoffe und Feuchtigkeit mehr aufnehmen und stirbt ab.

Temperatur: Die Farne wächst bei normalen Wohnungstemperaturen. Als untere, noch gute zu vertragende Temperatur gelten etwa 10 °C. Bei Temperaturen über 22 °C sollte man die Farne täglich mit weichem, zimmerwarmem Wasser einsprühen.

Vermehrung: Zur Vermehrung der Farne schneidet man ein 7 bis 10 Zentimeter langes Endstück eines Rhizoms ab. Das Teilstück sollte ein bis zwei Wedel haben. Das abgeschnittene Rhizom wird flach, auf frische, gut angefeuchtete Anzuchterde aus gleichen Teilen Torf und scharfem Sand, aufgelegt und mit einem Draht oder einer Haarnadel am Boden befestigt. Die Töpfe deckt man mit einem Plastikbeutel ab oder stellt sie in einen Anzuchtkasten. Sobald die Rhizome angewurzelt sind, kann man die Abdeckung langsam entfernen und die jungen Farne an eine niedrigere Luftfeuchtigkeit gewöhnen. Ab einem Alter von vier Monaten kann man die Farne beim Gießen alle 14 Tage düngen.

Erdmischung: Die Farne wachsen gut in einem Gemisch einem Teil Blumenerde und zwei Teilen Torf. Auch andere Erdmischungen sind möglich, der Torfanteil sollte aber stets recht hoch sein. Auch ein Gemisch aus gleichen Teilen Laub- und Komposterde hat sich für die Kultivierung dieser Farne bewährt.

Umtopfen: Am besten kultiviert man Pellaea rotundifolia in flachen Schalen oder halbhohen Töpfen. Pellaea bildet keine tiefreichenden Wurzeln und fühlt sich in flachen Pflanzgefäßen besonders wohl.

Pellaea viridis benötigt wegen seiner tiefreichenderen Wurzeln Pflanzgefäße in normaler Höhe.

Die Farne werden nur umgetopft, wenn die Wurzeln das Pflanzgefäß gut durchwurzelt haben. Um dies zu kontrollieren, lässt man die Erde etwas antrocknen und stülpt den Farn dann vorsichtig um.

Dünger: Man düngt diese Farne alle drei bis vier Wochen mit einem Dünger in schwacher Konzentration. Zu stark dosierte Düngergaben lassen die Erde versalzen und schädigen die Farne. Nach der Düngung ist der Wurzelballen der Farne einige Tage gleichmäßig feucht zu halten.

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Krankheiten & Pflanzenschädlinge:
Farne neigen zum Befall mit Blattälchen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Nematoden / Fadenwürmern kontrollieren.