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Farn 1: Licht und Temperatur
Farn 2: Gießen und Luftfeuchtigkeit
Farn 3: Farne richtig düngen
Farn 4: Erde und umtopfen
Farn 5: Farnpflanzen vermehren
Kulturanleitungen Farne:
Adiantum | Asplenium | Blechnum | Cyrtomium | Davallia | Nephrolepis | Pellaea | Phlebodium | Phyllitis | Platycerium | Polystichum | Pteris
Bild: Pellaea rotundifolia
Foto: Stickpen
Lizenz: Public Domain.
Bild: Frauenhaarfarn
Foto: André Karwath
Lizenz: Bestimmte Rechte vorbehalten. 
Bild: Pteris cretica
Foto: Forest & Kim Starr
Lizenz: Bestimmte Rechte vorbehalten.
Im Zimmer kultivierte Farne stammen aus Gegenden, deren Böden stets einen reichen Vorrat an organischem Material aufweisen. Bei epiphytischen Farnen ist immer für einen guten Wasserabzug gesorgt, und auch terrestrische Farne finden im Regenwald oder Urwald eine verhältnismäßig lockere, durchlässige Erde vor. Die Erde für Zimmerpflanzen sollte deshalb einen hohen Gehalt an organischen Stoffen haben und gut wasserdurchlässig sein.
Für Farne eignen sich zwei unterschiedliche Erdgemische. Für in der Natur epiphytisch wachsende Farne sollte man ein Gemisch aus gleichen Teilen Lauberde, Torf, und scharfem Sand verwenden.
Das zweite Gemisch besteht aus jeweils gleichen Teilen Laub- und Komposterde. Diese Mischung ist generell für alle terrestrisch wachsende Farne besser geeignet. Wer keine sterile Lauberde verwenden möchte, kann diese auch durch langfasrigen Torf ersetzen.
Wichtig: Achten Sie darauf, dass Lauberde, Komposterde und Sand steril sind. Wenn man sich Erde aus dem Wald besorgt, so sterilisiert man dies durch erhitzen im Backofen. Eine Temperatur von 90 °C ist ausreichend, die Erde muss vollständig erhitzt werden.
Mit Ausnahme einiger großer Blechnum Arten bildend die meisten Farne bilden keine tiefreichenden Wurzeln aus. Die flachwurzelnden Farnpflanzen wachsen besser wenn man sie in flachen Schalen oder halbhohe, breite Töpfen eintopft, wo sich die Wurzeln genügend ausbreiten können.
Zudem ist in flachen Schalen die Gefahr geringer, dass sich die Erde verdichtet und der für die Farne so wichtige Wasserabzug nach dem Gießen nicht mehr gewährleistet ist.
Kleinwüchsige, flachwurzelnde Farne Phyllitis oder Nephrolepis sehen sehr hübsch aus, wenn man sie an einem dick ummantelten Moosstab kultiviert. Für diese Art der Kultivierung breitet man ein feinmaschiges, kunstoffummanteltes Drahtgeflecht auf einer Unterlage aus. Dann deckt man das Drahtgeflecht großzügig mit Sphagnum ab. Auf das Sphagnum gibt man eine etwa 3 cm starke Schicht grobfasriger Erde. Nun legt man ein abgelängtes (an dem unteren Ende muss das Rohr etwa 10 cm überstehen) Kunststoffrohr an die Längsseite des Drahtgeflechtes und wickelt das vorbereitete Sphagnum mit der Erde um das Rohr, das Drahtgeflecht mit dem Sphagnum bildet die dabei Außenfläche. Die gesamte Rolle wird mit Bindedraht geschlossen. Das überstehende Rohrende wird mittig in ein mit Blumenerde gefülltes Pflanzgefäß gesteckt. Nun öffnet man mit einer geeigneten Schere die Säule an einigen Stellen in unterschiedlichen Höhen und pflanzt die kleinen Farne in die vorbereiteten Öffnungen. In das Pflanzgefäß selber kann man weitere Farnarten einsetzten. Das Gießwasser wird zukünftig langsam auf den oberen Teil des Moosstabes geschüttet, so das die Säule gut durchfeuchtet wird.
Farne die oberirdische Rhizome bilden benötigen eine ausreichend große Ausbreitungsfläche. Diese Farn Arten sollte man in eine Schale pflanzen, deren Durchmesser etwa des doppelten bis dreifachen ihrer Tiefe entspricht.
Falls es sich bereits um besonders große Farne handelt, ist eine Blumenampel für die Kultivierung am geeignetsten. Die Rhizome können sich dann kriechend über die gesamte Oberfläche der Pflanzschale ausbreiten und dann nach außen herabhängen. Für diese Kultivierung eignen sich Farne der Gruppen Davallia oder Nephrolepis.
Ein Farn sollte nur dann umgepflanzt werden, wenn seine Wurzeln den Topf vollständig ausgefüllt haben oder wenn die sich oberflächlich ausbreitenden Rhizome bereits kräftig über den Rand des Pflanzgefäßes hinauswachsen. Ein sehr gut gedeihender, unter idealen Kulturbedingungen wachsender Farn entwickelt sich sehr schnell und muss jährlich umgetopft werden. Bei schlechteren Kulturbedingungen kann ein solcher Farn aber auch bis zu zwei Jahren in demselben Pflanzgefäß bleiben.
Die beste Zeit für das Umtopfen eines Farnes ist das zeitige Frühjahr bis zum frühen Sommer. Wenn der Farn für seinen Standort zu groß wird, sollte man ihn teilen und für die Vermehrung verwenden.