Hochbeet - Überlegungen zum Anlegen

Gärtnern mit dem Hochbeet ist eine unkomplizierte Angelegenheit, zumal sich diese Beet-Form in jeden Garten dekorativ integrieren lässt. Dennoch gibt es ein paar Faktoren zu beachten, bevor ein Hochbeet angelegt wird.

Hochbeet

Standort - Maße - Dränage

  • Standort: Überlegen Sie, welche Pflanzen angebaut werden sollen und welche Bedürfnisse diese Pflanzen haben. Zum Beispiel benötigen Gemüse und Kräuter genügend Sonne und gedeihen an einem windgeschützten Platz besser.
  • Maße des Hochbeetes: Die Höhe bzw. die Maße des Hochbeetes bestimmen über die Menge des Füllmaterials. So sind rund 25 Säcke Pflanzen- oder Komposterde für ein Hochbeet mit einem Volumen von 2 Kubikmeter (2 m lang x 1,2 m breit x 0,8 m hoch). Haben Sie die Möglichkeit, diese Menge an den Standort ihres Hochbeetes zu transportieren?
  • Dränage für Terrasse und Balkon: Im Hochbeet darf sich keine Staunässe bilden, denn dadurch würden die Pflanzen absterben: Kann Gießwasser nicht abfließen, wird die Luft aus dem Boden verdrängt. Die Wurzeln können aufgrund des Sauerstoffmangels nicht weiterleben und verfaulen schließlich. Bekommt das Hochbeet seinen Platz auf einem versiegelten Boden, muss eine Dränage angelegt werden.

Material für die Seitenwände

Die Entscheidung für das Material hängt unter anderem auch davon ab, wo das Hochbeet zu stehen kommt. Als Teil des Nutzgartens ist die Optik meistens nicht so wichtig, denn das Hochbeet muss in erster Linie seinen praktischen Wert erfüllen. Soll das Hochbeet zudem ein zierendes Element für die Gestaltung des Gartens, des Balkons oder der Terrasse sein, spielt der optische Aspekt eine größere Rolle.

Holz

Holzhochbeete lassen sich unkompliziert und schnell bauen. Außerdem ist das Material relativ günstig. Ein Holzbeet aus Holz muss allerdings gegen Feuchtigkeit geschützt werden. Die Seitenwände werden von außen mit einer umweltverträglich und ungiftigen Farbe oder Lasur gestrichen. Die Innenseiten werden mit einer dünnen Teichfolie ausgekleidet.

Zu überlegen ist, welche Holzart verwendet wird:

  • Weichhölzer – Kiefer, Tanne oder Fichte sind weiche Hölzer, die kostengünstig zu kaufen sind. Bei diesen Hölzern besteht ein höheres Risiko für Pilzbefall. Um dies zu verhindern, müssen die Hölzer eine Imprägnierung oder einen Schutzanstrich erhalten.
  • Harthölzer – Robinie, Lärche oder Eiche sind harte Hölzer, die teurer als Weichhölzer sind. Der Vorteil liegt vor allem in der längeren Haltbarkeit. Ein weiterer Pluspunkt ist das schönere Aussehen.

Naturstein

Naturstein ist ein teureres Material, das allerdings sehr hübsch aussieht. Es bietet sich vor allem für Hochbeete an, die optisch gut ins Gesamtbild von Garten oder Terrasse integriert werden sollen. Beim Kauf sollte ein Nässetest gemacht werden, denn bei hellen Natursteinen wird die Oberfläche durch Nässe dunkler. Bei Regenwetter wäre die Optik somit eine andere.

Ziegel aus gebranntem Ton

Dieses Material wirkt natürlich und es weist eine Robustheit gegenüber dem Eindringen von Wasser auf.

Steinplatten

Mit Wegplatten oder anderen Steinplatten lässt sich in kurzer Zeit ein Hochbeet anlegen: Die Platten werden senkrecht in den Erdboden gesetzt. Dies ist eine Möglichkeit, um ohne großen Aufwand ein Hochbeet aufzustellen

Beton

Beton ist sehr gut geeignet, um Hochbeete in verschiedenen Formen zu bauen. Der Aufwand ist jedoch höher, da eine Stahlarmierung für die Stabilität benötigt wird.

Kunststoff

Für einen unkomplizierten Aufbau bieten sich Kunststoff-Hochbeete an, die preiswert zu bekommen sind. Diese Modelle sind in verschiedenen Farben erhältlich. Ratsam ist es, ein dunkelgraues Hochbeet zu wählen, da sich diese neutrale Farbe am besten in den Garten einfügt. Grüne, terrakottafarbene oder braune Hochbeete wirken in der Regel sehr künstlich.

Metall

Wer stylische, moderne Gartenelemente bevorzugt, kann zu einem Hochbeet aus Metall greifen. Die Seitenwände können entweder einen Schutzanstrich erhalten oder feuerverzinkt werden. Eine weitere Option ist die rostige, rohe Patina.

Der Innenraum des Hochbeetes muss mit einer isolierenden, 3 bis 5 Zentimeter dicken Styroporschicht ausgekleidet werden. Ohne diese Schicht würden die Wurzeln der Pflanzen bei sonnigem Wetter verbrennen.

Der Weg zum Hochbeet

Zu empfehlen ist es, einen Weg zum Hochbeet anzulegen, damit auch bei schlechteren Witterungsverhältnissen Gemüse und Kräuter frisch geerntet werden können, ohne über einen matschigen oder nassen Untergrund gehen zu müssen.

Außerdem sollte in der Nähe des Beetes ein Wasseranschluss vorhanden sein. Dies erweist sich vor allem im Sommer als vorteilhaft, wenn die Pflanzen mehr Wasser benötigen. Zudem muss die Wasserversorgung im Hochbeet öfter stattfinden als in einem normalen Beet, denn die Pflanzen werden dichter gepflanzt.

Kastenbeet als einfache Alternative

Ein Kompromiss zwischen Hochbeet und normalem Beet ist eine aus Holzbretten gebaute Beetumrandung, die zwischen 20 und 30 Zentimeter hoch sein sollte. In diesen Kastenbeeten können Gemüsearten wie Kohlrabi, Mangold oder Salate angebaut werden.

Das Kastenbeet ist besonders für Terrassen, Balkons oder Innenhöfe geeignet, denn auf diese Weise lässt sich schnell ein Gemüsebeet auf versiegelten Oberflächen anlegen. Die Pflanzen können besser in einem Kastenbeet als in Töpfen gedeihen, denn sie haben mehr Platz zur Verfügung.