Hochbeet - Hilfe bei Schädlingen und Krankheiten

Mit präventiven Maßnahmen lassen sich viele Probleme mit Schädlingen und Krankheiten vermeiden. Chemische Pflanzenschutzmittel sollten im Hausgarten keine Verwendung finden! Zum Schutz vor Schädlingen und Krankheiten stehen umweltverträgliche und natürliche Alternativen zur Verfügung.

Hochbeet

Schutz vor Krankheiten und Schädlingen

Zu den häufigsten Schädlingen im Gemüsegarten gehören Gemüsefliegen und Schnecken. Vorbeugende Maßnahmen verhindern einen Befall mit diesen Schädlingen.

Selbst bei sehr guten Pflege kommt es immer mal wieder vor, dass Pflanzen an Braunfäule oder Mehltau erkranken. Diese Erkrankungen lassen sich nur verhindern, indem robuste und resistente Sorten gepflanzt werden. Mit einigen präventiven Maßnahmen lässt sich das Risiko reduzieren.

Kraut- und Braunfäule

Wachsen Tomaten in Pflanzerde, tritt diese Erkrankung seltener auf.

Mit einer Überdachung kann eine Pilzinfektion vermieden werden. Außerdem ist es empfehlenswert, resistente Sorten zu wählen.

Gemüsefliegen

Die Eiablage geschieht an der Wurzelbasis von Kohl, Lauch, Möhren, Zwiebeln und Pastinaken.

Jungpflanzen von Kohl können mit einem Kohlfliegen-Kragen geschützt werden.

Die anderen Gemüsearten sollten mit einem Kulturschutznetz abgedeckt werden.

Erdflöhen

Erdflöhe fressen an den Blättern von Rucola, Kohl, Kohlrabi und Rettich. Sie sind nur maximal 3 mm groß und ihre Flügeldecken glänzen.

An den Blättern entstehen eingesunkene Schadstellen oder kleine Löcher.

Erdflöhe bevorzugen trockene Böden. Bei gleichmäßiger Bodenfeuchtigkeit kann das Risiko eines Befalls reduziert werden.

Eine weitere Schutzmaßnahme ist das Pflanzen von Salat oder Spinat zwischen Kohl.

Kohlweißlinge

Die Raupen dieser Schmetterlingsart fressen innerhalb kurzer Zeit Salatköpfe kahl.

Die Pflanzen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Die Eigelege sowie die Raupen werden abgesammelt.

Besser ist es jedoch, das Hochbeet mit einem feinen Netz zu überspannen.

Blattläuse

Treten Blattläuse in Massen auf, verursachen sie mitunter Verkrüpplungen der Triebe.

Als Schutz wird das Hochbeet mit einem Kulturschutznetz abgedeckt. Ist es zum Befall gekommen, hilft eine Spritzung mit Kaliseifen-Präparaten.

Echter Mehltau

Echter Mehltau ist am grau-weißen Belag auf den Trieben und Blattoberseiten zu erkennen. Von Echtem Mehltau können viele Gemüsearten befallen werden, wenn das Wetter zu trocken und warm ist.

Empfehlenswert ist eine Spritzung mit einem Pflanzenstärkungsmittel. Außerdem sollte nicht zu stickstoffbetont gedüngt werden.

Falscher Mehltau

Auch von dieser Krankheit können viele Gemüsearten befallen werden. Sie ist an braun-gelben Flecken auf der Blattoberseite und einem grauen Belag der Blattunterseite zu erkennen.

Beim Befall hilft eine Spritzung mit Milch-Wasser-Brühe.

Spinnmilben

Bei trockenem, heißem Wetter kann es zu einem Befall bei Gurken und Bohnen kommen.

Die Blätter sollten am frühen Morgen besprüht werden.

Ebenso können im Hochsommer Raubmilben eingesetzt werden. Diese sind im Gartencenter oder im Internet erhältlich.

Erbsenwickler

Die Larven eines kleinen Schmetterlings bohren sich in die Erbsenhülsen. An den Hülsen ist dann ein Bohrloch erkennbar. Diese Hülsen sollten entfernt werden.

Vorgezogene und früh gesäte Erbsen zeigen eine geringere Anfälligkeit.

Johannisbeergallmücke

Diese Schädlinge verursachen Kräuselungen der Blätter und blasige Ausbuchtungen.

Die befallenen Triebe müssen abgeschnitten werden. Zusätzlich sollte eine Spritzung mit einer Rainfarntee-Brühe erfolgen.

Grauschimmel an Erdbeeren

Bei feuchtem und kaltem Wetter kann Grauschimmel auftreten.

Um Grauschimmel zu vermeiden, sollte unter die Erdbeeren eine Strohschicht gelegt werden. Dadurch liegen die Erdbeeren nicht auf der feuchten Erde.

Damit eine Ausbreitung des Pilzes verhindert werden kann, sollte regelmäßig geerntet werden.

Mehltau an Stachelbeeren

Triebe, Blätter und Früchte können von dieser Krankheit befallen werden.

Bei der Sortenauswahl sollte zu resistenten Sorten gegriffen werden.

Zudem ist eine Spritzung mit Netzschwefel-Präparten ratsam.