Stachelbeere

Stachelbeere

Stachelbeeren wachsen normalerweise strauchartig und lassen sich sehr gut als Hecke pflanzen. Im Handel sind aber auch Stachelbeer-Hochstämmchen zu bekommen, die sich besonders für die romantische Gartengestaltung anbietet.

Pflanzung und Ansprüche

Stachelbeeren benötigen einen sonnigen und hellen Standort, wobei ein halbschattiger Platz mitunter besser ist, wenn eine empfindliche Sorte gepflanzt wird. Bei diesen Sorten kommt es an einem sonnigen Standort zum Sonnenbrand der reifenden Beeren.

Die Stachelbeere gedeiht am besten, wenn der Boden nährstoffreich und lehmig ist. Sollte der Boden sandig und trocken sein, muss er vor der Anpflanzung mit Kompost aufgebessert werden.

Werden die Stachelbeersträucher in einer Reihe gepflanzt, muss ein Pflanzabstand von etwa 1,50 Meter eingehalten werden. Der Pflanzabstand bei Stachelbeer-Hochstämmchen beträgt mindestens 1,20 Meter; idealer ist aber ein Abstand von 1,80 Meter oder 2 Metern.

Möchte man die Stachelbeersträucher als Hecke pflanzen, wird dafür ein Drahtgerüst gebaut, dass ungefähr 1,20 Meter hoch ist. Die Triebe werden an dieses Gerüst verteilt und das mit einem Abstand von etwa 25 Zentimetern. Diese Triebe, die aus dem Boden kommen, werden dann links und rechts mit Bast an das Drahtgerüst gebunden.

Stachelbeer-Hochstämmchen

Stachelbeer-Hochstämmchen werden auf Ribes aureum (Gold-Johannisbeere) aufveredelt und haben dadurch eine kürzere Lebensdauer als ein Stachelbeerstrauch.

Das Hochstämmchen benötigt einen Pfahl als Halt. Dieser Pfahl sollte imprägniert sein. An diesen Pfahl bindet man bei der Pflanzung das Stämmchen und einen kräftigen Trieb. Wird lediglich das Stämmchen an den Pfahl gebunden, kommt es oftmals zum Abbrechen der Krone, wenn es stark regnet, stürmt oder auch bei üppigem Behang.

Um dieses Risiko zu minieren ist es empfehlenswert, ein Dreieck aus drei Pfählen zu bauen. Diese Pfähle verbindet man oben mit Latten, sodass später die Krone mit ihrem Behang auf den Latten liegen kann. Bei dieser Option muss nur das Stämmchen angebunden werden.

Von der Blüte bis zur Ernte

Im April blüht die Stachelbeere mit unscheinbaren Glöckchen von gelbgrüner Farbe. Von Sträuchern, die sehr üppig tragen, kann ab Mitte Mai eine sogenannte Grünpflücke vorgenommen werden. Dabei wird etwa ein Drittel der unreifen Früchte gepflückt, damit sich die am Strauch verbleibenden Beeren sehr gut entwickeln können.

Bei der Grünpflücke werden die Beeren geerntet, die sich eher mangelhaft ausgebildet haben. Aus diesen unreifen Beeren lässt sich Kompott herstellen oder man kocht sie ein. Dabei muss viel Zucker verwendet werden, da die Stachelbeeren noch nicht ausgereift sind.

Im Juli findet dann die Erntezeit der reifen Stachelbeeren statt, die sich über zwei bis drei Wochen ziehen kann. So lassen sich stets die vollreifen Beeren ernten, bis zum nächsten Pflücken weitere Stachelbeeren gereift sind.

Düngung und Pflege

Vor der Pflanzung wird der Boden aufgelockert und jegliches Unkraut entfernt. Stachelbeeren sind Flachwurzler. Deshalb muss später bei der Bodenpflege darauf geachtet werden, dass die Wurzeln nicht beschädigt werden. Die Erde wird mit einer Grabgabel gelockert und dabei wird nicht zu tief in die Erde gegraben.

Unter die Sträucher kann eine Mulchschicht gelegt werden, denn dadurch hält man den Boden feucht und es kann sich so gut wie kein Unkraut bilden. Diese Mulchschicht kann aus kurzem Schnittgras, verrottetem Mist oder Stroh bestehen und sollte etwa fünfzehn Zentimeter dick sein.

Als Dünger wird ein Blau-Volldünger verwendet, der im Frühling auf drei Gaben verteilt wird. Die erste Gabe erfolgt am Frühlingsanfang, die zweite Gabe zur Blütezeit und die dritte Gabe im Mai. Die dritte Gabe ist nur dann notwendig, wenn ein üppiger Fruchtbehang vorhanden ist, sodass die Pflanze mehr Nährstoffe braucht.

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Schnitt

Beim Anpflanzen erfolgt der erste Schnitt: Man lässt lediglich fünf oder sechs starke Triebe stehen. Diese Triebe werden auf ein Drittel gekürzt.

Ein gut entwickelter Strauch oder gut entwickeltes Hochstämmchen sollte aus maximal zwölf Trieben bestehen, die einjährig oder höchstens zweijährig sind. Ältere Triebe sind am dunklen Holz erkennbar und diese werden entfernt. Jungtriebe bilden sich bei Stachelbeer-Hochstämmchen aus der Basis der Krone und beim Strauch aus den Wurzeln. Nach der Ernte bekommt die Stachelbeere somit einen Auslichtungsschnitt.

Tipps

Falls die Stachelbeere vom Amerikanischen Stachelbeermehltau befallen wurde, werden alle Triebspitzen gekürzt und zwar bis zum gesunden Holz. Dieser Schnitt wird im Winter durchgeführt.

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