Weinrebe / Weinstock / Rebstock

Weinrebe

Bietet man einer Weinrebe den passenden Standort, profitiert man von einer reichlichen Ernte. Der Weinstock ist sehr wärmebedürftig und wächst am besten an einer Mauer, die Wärme speichert und nachts den Weinstock mit der nötigen Wärme versorgt.

Pflanzung und Ansprüche

Ein Weinstock braucht die Wärme und Sonne, um gedeihen und tragen zu können. Zudem sollte der Weinstock einen windgeschützten Platz bekommen. Wer nun in einem Gebiet mit eher rauem Klima wohnt, sollte den Weinstock an einer geschützten Mauer ranken lassen.

Staunässe mag der Weinstock nicht. Der ideale Boden ist tiefgründig, locker, kräftig und warm. Weinstöcke mögen Kalk. Ist der Boden nicht kalkhaltig, gräbt man ein etwa ein Quadratmeter großes und zirka vierzig Zentimeter tiefes Loch und gibt entweder etwas alten Bauschutt oder einen kohlensauren Kalk hinzu. Danach wird der Boden noch einmal weitere zwanzig Zentimeter tief aufgelockert.

Weinrebe pflanzen

Die beste Pflanzzeit für den Weinstock ist das Frühjahr. Nachdem der Boden aufgelockert und gegebenenfalls mit Kalk versorgt wurde, stellt man die Pflanze ein bisschen schräg in das sechzig Zentimeter tiefe Pflanzloch. Zuvor wurde die Pflanze in Wasser gestellt, damit sich der Wurzelballen vollsaugen konnte. Dieser wird mit einer Distanz zur Hauswand von rund vierzig Zentimeter gepflanzt.

Die Veredelungsstelle muss über der Erde liegen. Den Trieb leitet man zur Wand.

Nach dem Einpflanzen wird kräftig angegossen und an der Veredelungsstelle häuft man ein wenig Erde an.

Im ersten Jahr reicht ein Stab aus, an dem der junge Weinstock ranken kann. Für die Zeit danach muss ein Spaliergerüst gebaut werden. An das Gerüst spannt man entweder Draht oder man bringt Querlatten mit einem Abstand von rund vierzig Zentimetern an.

Von der Blüte bis zur Ernte

Am Weinstock sind im Juni Blüten zu sehen, die in Rispen wachsen. Diese Rispen bilden sich an den einjährigen Trieben am zweijährigen Holz.

Die Ernte kann im September oder Oktober stattfinden. Der genaue Erntezeitpunkt hängt von der jeweiligen Sorte ab. Der Ertrag pro Weinstock liegt zwischen sieben und zehn Kilogramm Trauben.

Weinreben schneiden

Eine Weinrebe sollte jedes Jahr im Sommer und im späten Winter geschnitten werden. Trauben entwickeln sich lediglich an den jungen Trieben, die sich aus letztjährigem Holz bilden.

Weinrebe im 1. Jahr schneiden: Der junge Weinstock, der im Frühling gepflanzt wurde, erhält im darauf folgenden Februar oder März den ersten Schnitt. Der junge Trieb wird nun auf die Hälfte reduziert. Dabei sollte über der Knospe, an der geschnitten wird, ein Zapfen stehenbleiben, der rund zwei Zentimeter lang ist. Somit vermeidet man das Austrocknen der Knospe, aus der sich nun ein starker Jungtrieb entwickeln wird. Dieser muss immer wieder angebunden werden.

Aus den anderen Trieben entwickeln sich Seitentriebe, die bestenfalls im Abstand von zwanzig Zentimetern entstehen. Bei einer größeren Fläche lässt man Seitentriebe im Abstand von einem Meter wachsen und befestigt diese links und rechts an das Spalier. Aus diesen Seitentrieben sollten sich kräftige Äste entwickeln, sodass sich Fruchtholz bildet. Im Frühling werden die Seitentriebe geschnitten. Man kürzt die seitlichen Triebe auf zwei Knospen ein.

Nun werden sich aus diesen zwei Knospen Jungtriebe bilden, die im Sommer behandelt werden. Anfang Juni entfernt man alle Wasserschosse und die Jungtriebe, die zu dicht gewachsen sind. Pro Zapfen lässt man lediglich zwei kräftige Triebe bestehen, deren Blütenstände sich noch nicht geöffnet haben.

Ende Juni bis Anfang Juli ist die Blütezeit beendet und es sind die jungen Fruchtansätze zu sehen. Jetzt werden die tragenden Triebe über der Fruchttraube auf zwei bis vier Blätter gekürzt. Die restlichen Triebe werden entspitzt und die Geiztriebe schneidet man auf ein Blatt zurück.

Nach diesem Sommerschnitt werden die Triebe an das Gerüst gebunden. Darauf zu achten ist, dass Trauben und Blätter genügend Sonnenlicht erhalten.

Beim darauffolgenden Schnitt (im Februar-März) entfernt man von den beiden jungen Trieben den äußeren. Den inneren Jungtrieb schneidet man auf zwei Augen zurück.

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Tipps

Vögel und Wespen lieben die reifenden Trauben. Um Fraßschäden zu vermeiden haben sich Papiertüten als Schutz bewährt. Diese leichten Tüten werden über die Trauben gestülpt und mit einer Schnur am Zweig befestigt. Die Papiertüten dürfen natürlich nicht zu früh über die Trauben gezogen werden, sondern erst dann, wenn sich erste Schäden durch Wespen oder Vögel zeigen. Das ist meistens der Zeitpunkt kurz vor der Ernte, wenn die Trauben bereits ihre Süße erreicht haben.

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