Lagerung von Obst - Birnen, Äpfeln und Nüssen

Haselnüsse richtig lagern

Bei Birnen und Äpfel müssen einige Faktoren beachtet werden, damit die Lagerung gelingt. Folgend ein paar Tipps für die Lagerung im Keller, im Gartenhaus und in Folienbeuteln.

Äpfel und Birnen im Keller lagern

Der Lagerraum darf nicht zu trocken und warm sein, weil vor allem die rauschaligen Birnen und Äpfel in einem solchen Klima schrumpfen würden. Die ideale Lagertemperatur liegt zwischen plus drei und fünf Grad, maximal plus acht Grad. Zu achten ist auch auf die Luftfeuchtigkeit, die zwischen 85 Prozent und neunzig Prozent betragen sollte.

Vor dem Einräumen der Früchte ist es zu empfehlen, die Horde oder Stellagen zu desinfizieren. Die Äpfel und Birnen sollten so gelagert werden, dass man direkt faulende Früchte erkennen kann.

Tipp:

Möchte man erstklassige Sorten Spätbirnen oder Spätäpfel lagern und steht nur ein Raum zur Verfügung, der eigentlich zu trocken und warm ist, lässt sich dies mit luftfeuchtem Torf bewerkstelligen. Dazu wird jeder einzelne Apfel oder jede einzelne Birne in Seidenpapier gewickelt. Nun füllt man eine etwa fünf Zentimeter hohe Schicht aus Torfmull in eine Obstkiste und legt die in Seidenpapier eingewickelten Früchte darauf. Diese werden wieder mit einer Torfmullschicht bedeckt, auf die die nächste Lage Birnen oder Äpfel gelegt wird, die zuvor mit Seidenpapier eingewickelt wurden. Eine Insektenhaube schützt außerdem vor Fruchtfliegen.

Äpfel in PE-Folie lagern

Für die Lagerung in Folienbeutel eignen sich gesunde und mittelgroße Äpfel der Sorten „Melrose“, „Glockenapfel“, Roter Boskoop“ und „Golden Delicious“. In den Folienbeuteln sollten etwa fünf bis zehn Kilogramm Äpfel gefüllt werden können. Geeignet sind Beutel aus PE-Folie einer Stärke
von 0,05 mm.

Die Äpfel werden etwa sieben Tage vor dem sonstigen Erntezeitpunkt gepflückt. Bevor man die Beutel mit dem Obst verschließt, sollten sich die Äpfel an die Temperatur des Lagerraumes angepasst haben. Schließt man die Beutel zu früh, kommt es zur Bildung von Schwitzwasser und die Äpfel würden faulen.

Die ideale Lagertemperatur liegt zwischen plus fünf Grad und zehn Grad. Wenn die Temperaturen leicht darüber liegen, sticht man mit einer Büroklammer ein bis zwei kleine Löcher in die Beutel. Sollte die Lagerraumtemperatur viel höher sein, müssen etwa zehn Löcher in die Beutel gestochen werden. Beim Reifungsprozess entsteht Kohlendioxid und dies muss zumindest teilweise abziehen können. Die Lagerzeit verkürzt sich allerdings, wenn die Raumtemperatur über zehn Grad liegt.

Bevor die Äpfel verbraucht werden, holt man sie aus dem Folienbeutel und lässt sie offen ein paar Tage liegen, sodass sie nachreifen können.

Äpfel im Gartenhaus oder auf dem Balkon lagern

Bei fehlendem Keller lassen sich Äpfel auch im Gartenhaus oder auf dem Balkon lagern. Das Obst wird dazu in Kisten gefüllt. Auf den Kisten legt man eine Noppenfolie oder eine Decke, um die Äpfel vor Kälte zu schützen. Das Obst sollte allerdings ins Haus geholt werden, wenn es im Januar /Februar sehr kalt wird.

Für die Lagerung auf dem Balkon sollte zusätzlich der Boden der Obstkisten mit mehreren Lagen Zeitungspapier ausgelegt werden. Zwischen den Obstschichten wird ebenfalls eine dicke Lage Zeitungspapier gelegt.

Nüsse lagern

Nüsse werden am besten in Säckchen gelagert, die luftdurchlässig sind. Bei Walnüssen ist es wichtig, dass sie nach der Ernte mit einer Bürste gereinigt werden und in der Sonne trocknen konnten. Die Nüsse dürfen zum Lagern nicht in der grünen Schale bleiben und sie werden erst dann in die Säckchen gefüllt, wenn sie vom Reinigen getrocknet sind.

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