Süßkirsche

Süßkirschbaum

Der Süßkirschbaum ist eher für große Gärten geeignet, denn sie benötigt zwischen sechzig und achtzig Quadratmeter, um sich entfalten zu können. Zudem sind die Ansprüche an den Boden recht speziell. Mittlerweile gibt es aber auch eine Sorte für kleinere Gärten. „Lamberts Compact“ ist ein Süßkirschen-Spindelbusch, der eine Höhe von maximal vier Metern erreicht und ebenfalls für ein Obstspalier an der Hauswand geeignet ist.

Standortansprüche

An die Qualität des Bodens stellt die Süßkirsche keine besonderen Ansprüche. Sie braucht aber einen tiefgründigen, gut durchlüfteten und nährstoffreichen Boden, der zudem humos ist. Dem Süßkirschenbaum macht ein trockener oder steiniger oder kalkhaltiger Boden nichts aus.

Was dieser Obstbaum nicht vertragen kann, sind schwere, kalte und nasse Böden. In regenreichen Gebieten wird man wenig Freude an dem Süßkirschenbaum haben, denn die reifenden Früchte platzen auf.

Befruchtung

Alle Süßkirschensorten sind selbstunfruchtbar. Für die Befruchtung muss also eine andere Sorte in der Umgebung stehen. Bei Süßkirschen gibt es die sogenannte Intersterilität: Innerhalb von rund 25 Sortengruppen sind die einzelnen Sorten nicht in der Lage zur gegenseitigen Befruchtung. Damit die Befruchtung gesichert ist, müssen sich im Umfeld verschiedene Sorten befinden.

Sollte der Süßkirschbaum zwar üppig blühen, aber keine Früchte tragen, könnte die Ursache am fehlenden Befruchtungspartner liegen. In dem Fall gibt es zwei Möglichkeiten zur Lösung des Problems, wenn keine anderen Sorten in der Nachbarschaft stehen:

  • Man stellt eine Vase oder einen Eimer direkt an den blühenden Süßkirschbaum, füllt das Gefäß mit Wasser und stellt einen Zweig einer blühenden Vogelkirsche (Wildkirsche) hinein
  • Man veredelt ein paar Äste des Süßkirschbaumes mit einer anderen Sorte um, die sich für die Befruchtung eignet

Unterlagen

In der Vergangenheit dienten die Sämlinge der Limburger Vogelkirsche als Unterlage für die Süßkirsche. Heute verwenden Baumschulen in der Regel die Unterlage Weiroot Nr. 158, die als sehr frosthart gilt und sie ist verträglich mit den Sorten, die aufveredelt werden.

Die Unterlage „Gisela 148/2“ - oder auch „Gisela 5“ genannt - wird für kleinere Bäume genutzt. Auch diese Unterlage gilt als frosthart und verträglich mit aufveredelten Sorten der Süßkirsche und der Sauerkirsche.

Tipps

Befinden sich Süßkirschenbäume in der nächsten Umgebung, kann man überprüfen, ob die Bodenverhältnisse für diese Obstart ideal sind. Dies ist der Fall, wenn die Bäume reichlich Früchte tragen und gesund wirken.

Wie bereits weiter oben beschrieben braucht die Süßkirsche genügend Platz, denn die Krone erreicht einen Durchmesser zwischen acht und zehn Metern.

Halbstämmige und hochstämmige Süßkirschenbäume können kaum vor Vögel geschützt werden, denn vor allem Amseln und Stare laben sich an den reifen Früchten. Deshalb ist es von Vorteil, wenn auch in der Nachbarschaft Kirschbäume stehen, damit sich die Vögel verteilen können.

Für kleinere Gärten gibt es nun einen Süßkirschen-Spindelbusch. Dieser erreicht eine Höhe von vier Metern, wobei sich die Wuchshohe mittels Schnitt auf drei Meter reduzieren lässt. Der Ertrag umfasst ab dem vierten Standjahr etwa fünf Kilogramm und ab dem zehnten Standjahr rund fünfzehn Kilogramm.

Der Süßkirschen-Spindelbusch „Lamberts Compact“ eignet sich zudem als Obstspalier an der Hauswand.

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