Pflaume, Zwetsche, Mirabelle, Reneklode

Pflaumen im Baum

Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen und Renekloden (Reineclauden) sollten in einem Obstbaumgarten nicht fehlen. Pflaumen haben abgerundete Spitzen, während die Enden der Zwetschen spitz sind. Zudem besitzen Pflaumen im Gegensatz zu Zwetschen eine Fruchtnaht. Pflaumen sind außerdem größer als Zwetschen.

Renekloden sind kugelförmig, deren Haut ist von grüngelber Farbe und das Fruchtfleisch ist hell. Mirabellen erreichen nur eine Größe wie die einer Kirsche. Fruchtfleisch und Haut sind Gelb.

Standortansprüche

Diese Obstarten mögen einen warmen und sonnigen Standort. Bei einem Schattenplatz würden die Früchte an Süßkraft einbüßen. An einem rauhen Standort reifen die späten Zwetschen nicht.

Pflaumen, Zwetschen, Mirabellen und Renekloden sind bereits mit einem Gartenboden zufrieden. Der ideale Boden wäre warm, ausreichend feucht, humos und nährstoffreich. Bei einem trockenen Boden würden die noch unreifen Früchte abfallen. Trockenheit bekommt diesen Obstarten nicht gut.

Befruchtung

Bei Zwetschen und Pflaumen gibt es sowohl selbstunfruchbare als auch selbstfruchtbare Sorten. Stehen im Umfeld unterschiedliche Sorten, kann man sicher sein, dass die eigenen Zwetschen- oder Pflaumenbäume befruchtet werden. Zur Befruchtung von Pflaumen und Zwetschen eignen sich ebenfalls die Blutpflaume und Schlehen.

Die selbstfruchtbare Sorte „Hauszwetsche“ kann mutieren und somit ist es möglich, dass Typen entstehen, die nicht mehr komplett selbstfruchtbar sind. Falls man im Garten nur einen Baum der „Hauszwetsche“ stehen hat und dieser zwar reichlich Blüten, jedoch wenige Früchte entwickelt, könnte dies im Zusammenhang mit der nicht mehr vollständigen Selbstfruchtbarkeit stehen. Um den Ertrag zu erhöhen, kann ein Ast einer anderen Sorte in die Krone einveredelt werden.

Unterlagen

Für diese Obstarten wird entweder die Sämlingsunterlage verwendet oder man benutzt Klon- oder Typenunterlagen. Es gibt aber noch keine schwachwüchsigen Unterlagen, um klein bleibende Bäume zu erzielen.

Die meisten Veredelungen finden auf der Sorte „Prunus St. Julien A“ statt. „Jaspi Fereley“ ist eine recht neue Unterlage, die schwachwachsend ist und für einen frühen Ertrag sowie große Früchte sorgt.

Teile diesen Beitrag