Hochbeet - Kastenbeete – Die Light-Variante von Hochbeeten

Mit Kastenbeeten werden Einfassungen von Beeten bezeichnet, die optisch wie sehr große Blumenkästen wirken. Diese niedrigen Beeteinfassungen bieten viele Möglichkeiten der Gartengestaltung und gleichzeitig profitiert man von den Vorteilen eines Hochbeetes. Kastenbeete können leicht selbstgebaut werden, wozu verschiedene Materialien verwendet werden können.

Kastenbeet mit Erde befüllen

Kastenbeete – praktische und dekorative Beeteinfassungen

Mit niedrigen Einfassungen lassen sich Beete auf schöne Art von Wegen, Rasen oder Terrasse trennen. Der Garten wirkt ordentlicher, wenn diese Bereiche mit Kastenbeeten abgetrennt wurden. Zudem kann die Pflanzerde durch Wind oder Regen nicht auf den Rasen oder die Wege gelangen. Umgekehrt bleiben Bodenbeläge wie Kies, Mulch oder Sand auf den Wegen und der Rasen kann nicht in die Beete hineinwachsen.

Da das Kastenbeet mit Pflanzerde, speziellem Substrat oder Kompost gefüllt werden kann, besteht wie beim Hochbeet die Option, schlechten Pflanzboden des Gartens zu umgehen und Gemüse, Kräuter oder Blumen in diese Light-Variante von Hochbeeten zu pflanzen. Die Gestaltung der Kastenbeete kann nach eigenem Geschmack vorgenommen werden. Manche Gartenbesitzer setzen mit Beeteinfassungen farbige Akzente und andere integrieren ihre Kastenbeete eher unauffällig.

Kastenbeete selber bauen

Eine sehr unkomplizierte und schnelle Möglichkeit ist das Bauen von Einfassungen mittels dicken Rundhölzern, Holzbrettern oder Stangen. Diese können um das Beet gestellt oder gelegt werden. Eine weitere Option sind Steckelemente aus Weidengeflecht. Um der Einfassung mit Weidengeflecht Stabilität zu geben, wird ein Rahmen aus Holz auf das Geflecht gelegt. Dadurch wird gleichzeitig dafür gesorgt, dass die Einfassung ihre Form behält. Andere Beeteinfassungen sind etwas aufwendiger zu bauen, sind dafür jedoch stabiler.

Kastenbeete aus Planken oder Holzbrettern

Mit Holz lassen sich Kastenbeete in unterschiedlichen Höhen, Dicken und Formen bauen.

  1. Zunächst wird eine Schnur um das Beet gespannt, das eingefasst werden soll.
  2. An dieser Schnur entlang wird ein Graben mit einer Tiefe zwischen 15 und 20 Zentimeter ausgehoben.
  3. Der Graben wird mit groben Split oder Kies gefüllt. Mit dieser Füllung wird für eine längere Haltbarkeit des Holzes gesorgt, denn sie verhindert den direkten Kontakt mit feuchter Erde.
  4. Auf den Split oder den Kies stellt man nun die Planken oder Bretter senkrecht hin.
  5. Mit kurzen Latten oder Quadratstäben werden die Eckverbindungen stabilisiert. Zum Schluss werden die Bretter angeschraubt.

Wer gerne farbige Akzente mit den Beeteinfassungen setzen möchte, der kann die Kastenbeete von außen mit einer Farbe anstreichen, die keine Schadstoffe enthalten sollte.

Kastenbeete aus Ziegelkanten oder Steinplatten

Aus Steinplatten oder Ziegelkanten lässt sich relativ schnell ein Kastenbeet bauen:

  1. Die ersten beiden Schritte sind dieselben wie beim Holzkastenbeet: Schnur spannen und Graben ausheben.
  2. Statt Split oder Kies sollte besser Zement oder Mörtel verwendet werden, damit die Steinplatten oder Ziegelkanten fest und stabil stehen können.
  3. In dieses Mörtel- oder Zementbett werden die Ziegelkanten oder Steinplatten eingesetzt, sodass sie einen Rahmen bilden.
  4. Nachdem das Beet ein bis zwei Tage aushärten konnte, wird es mit Pflanzerde oder Substrat gefüllt.

Kastenbeete aus Metall

Im Handel sind vorgefertigte Rasenkanten aus Rohstahl zu bekommen. Daraus können Kastenbeete gebaut werden. Die Elemente werden ineinandergesteckt. Mit ihnen lassen sich geschwungene Beete und ebenso rechteckige oder quadratische Einfassungen bauen. Für rechtwinklige Abzweigungen oder Kanten gibt es spezielle Winkelverbindungen zu kaufen.

Um Verletzungen beim Arbeiten mit diesen Metallkanten zu verhindern, sollten unbedingt Arbeitshandschuhe getragen werden.