Gartenlexikon A bis Z

Möhrenfliege

Die Maden der Möhrenfliege, einer kleinen Fliegenart, sind Schadinsekten im Garten. Die 6 bis 8 mm langen Maden der Möhrenfliege sind weißlich, kopf- und fußlos.

Möhrenfliegen verderben die Ernte

Die Maden der Möhrenfliegen fressen Gänge in die Möhrenwurzeln, und zwar besonders im unteren Teil des Rübenkörpers. Die Fraßgänge sind nach außen offen und bräunlich verfärbt. Der Befall mit Möhrenfliegenlarven beeinträchtigt die Ernte beträchtlich. Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist problematisch, da die Rückstände in den Möhren und im Boden lange verbleiben. Im Garten sollte man darauf verzichten. In sehr stark möhrenfliegenverseuchten Gebieten ist daher der Eigenanbau von Möhren kaum möglich. Ansonsten helfen pflanzenhygienische Maßnahmen meist so weit, dass der Schaden in erträglichen Grenzen bleibt oder gar nicht eintritt.

Vorsorgemaßnahmen gegen die Möhrenfliege

Die Möhrenbeete sollen möglichst frei stehen, denn Windstille fördert den Befall mit der Möhrenfliege. Frisch gedüngtes Land ist zu vermeiden, da ein zu hoher Stickstoffgehalt ungünstig ist. Mischkultur, besonders mit Zwiebeln, wirkt sich zumindest zur Eindämmung des Befalls aus. Madige Möhren sollen nicht auf den Kompost, sondern in den Mülleimer gegeben werden. Möhrenbeete werden vollkommen abgeräumt, so dass keine Wurzeln mehr im Boden bleiben und die Maden zufällig überwintern können.