Heilpflanzen Trends 2015 - Zurück zu Mutter Natur

Große Brennnessel

Große Brennnessel

Urtica dioica L
Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé
CC-BY-SA-3.0

Heilpflanzen sind Gewächse, die auf Grund ihrer Heilkraft schon seit Jahrhunderten zum Lindern und Kurieren von Krankheiten eingesetzt werden. Im Mittelalter wurden in Klöstern jene heilenden Pflanzen angebaut, die die Natur uns schenkt. Doch in den vergangenen Jahrzehnten verdrängte die moderne Medizin dieses Wissen zusehends.

Die "Apotheke Gottes" geriet mehr und mehr in Vergessenheit. Umso erfreulicher aber ist, dass in letzter Zeit ein Umdenken stattfindet, eine Art Rückbesinnung auf das Natürliche. Denn nicht jedes Zipperlein schreit gleich nach der chemischen Keule. Bei einer kleinen Magenverstimmung, einem Schnupfen oder Schlafstörungen muss man nicht sofort zum Arzt rennen.

Oft ist die Natur eine sehr gute Heilerin. Zum Glück begreifen das zunehmend mehr Menschen. So ein Kräutertee oder ein Brustwickel ist gar nicht aufwändig. Aber der Erfolg spricht Bände.

Trendige Heilpflanzen

Zwiebel - Allium cepa L.

Die Heilpflanze des Jahres 2015 ist die Zwiebel. Sie ist beliebt als Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten, verabreicht als Zwiebeltee oder Zwiebelsaft bei Halsweh und Husten. Die Zwiebel kann aber noch viel mehr. So soll sie u.a. den Blutdruck senken, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und die Darmtätigkeit anregen.

Johanniskraut - Hypericum perforatum L.

Zur Arzneipflanze des Jahres 2015 wurde das echte Johanniskraut gewählt, eine Heilpflanze, die vor allem bei Angstzuständen und Depressionen hilft. Hier ist die Zubereitung von Tee zu empfehlen. Äußerlich kann Johanniskrautöl angewendet werden.

Brennnessel - Urtica dioica L.

Eine sehr beliebte Heilpflanze ist die Brennnessel. Besonders im Frühjahr, wenn das erste Grün sprießt, ist eine Entschlackungskur mit jungen Brennnesselblättern ein prima Tipp. Der Tee wirkt entwässernd, schwemmt quasi die Schlacken, die sich über den Winter abgelagert haben, aus dem Körper. So wird der Körper entgiftet.

Aloe Vera - Aloe vera (L.) Burm.f.

Die Aloe Vera stand bereits bei unseren Großmüttern auf der Fensterbank. Ihr Saft kam bei Verbrennungen gern zum Einsatz. Zurzeit erlebt die Aloe-Pflanze eine wahre Renaissance. Die Aloe Vera besitzt eine große Anzahl von Vitaminen und Mineralstoffen, sowie Aminosäuren. Ihr Gel kann als Nahrungsergänzung empfohlen werden, in erster Linie zur Stärkung des Immunsystems. Aber er ist auch zur Wundheilung und Körperpflege sehr gut geeignet.

Ringelblume - Calendula officinalis L.

Eine andere Heilpflanze, die wunderbare hautpflegende und heilende Eigenschaften besitzt, ist die Ringelblume. Aus ihrem Kraut und den Blüten kann eine heilende Tinktur hergestellt werden. Ringelblumensalbe hat sich bei rauen und rissigen Händen bestens bewährt.

Anwendung von Heilpflanzen

Kamille / Matricaria chamomilla

Viele Heilpflanzen können vorbeugend eingesetzt werden, z.B. zur Stärkung des Immunsystems, zur Entgiftung des Körpers oder zur allgemeinen Kräftigung. Andere werden gezielt bei bestimmten Krankheiten angewandt. Aus besonderen Pflanzen wiederum werden Produkte für Wellness und Schönheit hergestellt.

Wofür welche Heilpflanze in Frage kommt und wie sie verwendet wird, können besonders Interessierte im Fernlehrgang studieren. Denn außer für Tee und Brustwickel gibt es natürlich viele weitere Verwendungsmöglichkeiten für Heilpflanzen. Man denke nur an Kräuteröle, -salben oder –cremes.

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