Euphorbia

Euphorbia (Wolfsmilch) ist eine ungewöhnlich vielgestaltige Gattung aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Die ca. 2160 bekannten Arten sind fast weltweit verbreitet.

Der deutsche Name Wolfsmilch (früher auch „Wolfskrautmilch“) hat seinen Ursprung in dem „beißenden“ Milchsaft der Pflanzen. Alle Euphorbia Arten bilden ätzenden, giftigen Milchsaft, der fast immer weiß, in manchen Fällen auch gelb ist. Der Saft quillt aus den Pflanzen, wenn die Triebe abgeschnitten oder beschädigt werden. Durch Anfeuchten der Wunde kann man den Milchsaft stoppen, denn Wasser bringt ihn zum Gerinnen.

Bei Menschen verursacht der Saft, besonders auf empfindlicher Haut, Ausschläge. Bei manchen Euphorbien Arten ist der Milchsaft stark giftig und ätzend. Man sollte deshalb Euphorbien niemals in Reichweite kleiner Kinder oder Haustiere stellen.

Sedum glaucophyllum

Euphorbia obesa
mit weiblichen Blüten

Foto: Frank Vincentz
Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wissenschaftl. Name: Euphorbia L.
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Wuchshöhe: Je nach Art bis ca. 3 m
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Hilfreiche Seiten: Sukkulenten pflegen
Lexikon / Übersicht: Sukkulenten
Schwierigkeit: pflegeleicht
minimale Beleuchtung für sukkulente Euphorbien: 2000 Lux u. mehr, je nach Art

Arten & Pflege der Euphorbien

Die Pflege der sukkulenten Euphorbien ist einfach, die Pflanzen verzeihen auch den einen oder anderen Pflegefehler.

Bei den im Zimmer gepflegten Euphorbien kann es sich um weichblättrige Sträucher, kleine Bäume oder dornige Sukkulenten handeln. Beinahe die Hälfte der Euphorbia Arten ist an extreme Trockenheit angepasst (xerophytisch) und dann oftmals deutlich sukkulent. Manche Euphorbien pflegt und schätzt man wegen ihrer hübschen bunten Hochblätter, die die unscheinbaren Blüten (z.B. Euphorbia pulcherrima) umgeben, andere Euphorbia Arten wegen ihres kakteenartigen Aussehens.

Bei Menschen verursacht der Saft, besonders auf empfindlicher Haut, Ausschläge. Bei manchen Euphorbien Arten ist der Milchsaft stark giftig und ätzend. Man sollte deshalb Euphorbien niemals in Reichweite kleiner Kinder oder Haustiere stellen.

Wegen ihrer sehr unterschiedlichen Pflegeansprüche sind Euphorbien nach Art und Pflegebedingungen in drei Gruppen unterteilt. In der ersten Gruppe findet man alle Formen von Euphorbia pulcherrima - die Poinsettien, besser bekannt als Weíhnachtsstern. Der zweiten Gruppe gehört nur die Art Euphorbia milii var. milii, der Christusdorn, an. Die dritte Gruppe bilden sukkulente Euphorbien, von denen mehrere typische Arten auf dieser Seite als Beispiele beschrieben werden.

Euphorbia abyssinica ( Bild ansehen )

Euphorbia abyssinica, syn. Euphorbia acrurensis bildet einen dicken, fleischigen Spross mit 5 bis 6 Rippen. Die dunkelgrünen Triebe wachsen mit etwas verdickten, schräg nach außen laufenden Nerven. Auf den Kanten der Rippen wächst ein zarter weißer Flaum und dunkelbraune kurze Dornen. Dem Spross entwachsen seitlich aufsteigende Triebe. Euphorbia abyssinica ist im Aussehen einer Kaktee ähnlich, bei Verletzungen scheidet Euphorbia abyssinica jedoch den weißem Milchsaft der Wolfsmilchgewächse ab.

Euphorbia abyssinica wird in Wohnungen meist nicht höher als 50 bis 100 cm, im Habitat erreichen die Pflanzen jedoch eine Wuchshöhe von mehreren Metern.

Pflegehinweise: Euphorbia abyssinica kann man in der prallen Sonne pflegen, die Pflanze verträgt problemlos auch Sommertemperaturen bis 30°C und mehr. Die optimale Wintertemperatur liegt zwischen 12 bis 15 °Celsius. Euphorbia abyssinica pflanzt man am besten in ein lehmig humoses Substrat mit Sand- und Perlitzusatz. Der ideale Boden pH liegt zwischen 6,5 und 7. Bei gut wasserdurchlässigem Substrat sollte man diese Euphorbie im Sommer reichlich gießen. Im Winter wird die Pflanze sehr sparsam gegossen, bzw. fast trocken gehalten, die Umgebungstemperatur sollte dafür auf unter 15 "C abgesenkt werden. Euphorbia abyssinica vermehrt man am besten durch die Abnahme und das Einpflanzen der Seitensprosse. Euphorbia abyssinica ist bei schlechten Pflegebedingungen anfällig für den Befall durch Schild- oder Wollläuse, bei zu großer Nässe im Winter droht Wurzelfäule. Euphorbia abyssinica wird unter den Handelsnamen Kandelaber-Wolfsmilch oder Abessinische Wolfsmilch ganzjährig angeboten.

Euphorbia grandicornis ( Bild ansehen )

Euphorbia grandicornis wächst ähnlich einer Kaktee mit einem säulenförmig aufstrebenden Wuchs, und stark ausgebildeten Dornen. Die Triebe sind meist sehr unregelmäßig geformt. Die gelben Scheinblüten (Cyathien) dieses Wolfmilchgewächses sind ziemlich unscheinbar. Euphorbia grandicornis erreicht in Wohnungen Wuchshöhen bis 80 cm und mehr.

Pflegehinweise: Diese Euphorbie benötigt einen sehr hellen bis vollsonnigen Standort, auch große Sommerhitze erträgt Euphorbia grandicornis schadlos. Zur Überwinterung stellt man die Pflanze an einen 8 bis 10 °Celsius kühlen, möglichst hellen Standort. Während der Überwinterung gießt man die Pflanze äußerst sparsam, denn Nässe während dieser Zeit provoziert sehr schnell Wurzelfäule. Euphorbia grandicornis pflanzt man in ein lehmig humoses Substrat mit Sand- und Kieszusatz. Der ideale Boden pH liegt zwischen 6,5 und 7,0. Euphorbia grandicornis vermehrt man am besten durch Kopf- und Triebteilstecklinge. Die Pflanze ist bei schlechten Pflegebedingungen anfällig für den Befall durch Schildläuse, bei zu großer Nässe im Winter droht Wurzelfäule. Euphorbia grandicornis wird unter dem Handelsnamen Gestachelte-Wolfsmilch ganzjährig angeboten.

Euphorbia meloformis ( Bild ansehen )

Euphorbia meloformis wächst in ihrer Jugend als melonenförmige, fleischige Kugel. Reifere Pflanzen werden, besonders bei warmer Überwinterung säulenförmig mit meist acht Rippen, bei kühler Überwinterung sollte die Pflanze einige Jahre ihre hübsche Kugelform behalten. Der Pflanzenkörper ist dunkelgrün gefärbt und bilde helle Querstreifen. Nahe am Scheitel bilden sich auf den Rippen hellgrüne Scheinblüten (Cyathien). An der Basis von Euphorbia meloformis bilden sich manchmal einige Kindel. Die Höhe dieser Pflanze ist mit 8 bis 10 cm ziemlich klein.

Pflegehinweise: Euphorbia meloformis benötigt einen warmen, sehr hellen bis vollsonnigen Standort. Die Temperatur sollte während des Sommers zwischen 17 und 24 °Celsius liegen, eine Hitzebeschattung vor der heißen Mittagsonne ist empfehlenswert. Zur Überwinterung stellt man die Pflanze an einen 6 bis 10 °Celsius kühlen, möglichst hellen Standort. Während der Überwinterung gießt man die Pflanze äußerst sparsam, denn Nässe während dieser Zeit provoziert schnell Wurzelfäule. Euphorbia meloformis pflanzt man in ein Gemisch aus grobem, mineralischem Material und 5% Lauberde. Der ideale Boden pH liegt zwischen 6,5 und 7. Bei gut wasserdurchlässigem Substrat gießt man diese Euphorbie im Sommer reichlich, im Winter sparsamer. Euphorbia meloformis vermehrt man durch Samen oder durch Seitensprosse, sofern die Pflanze diese ausbildet. Euphorbia meloformis ist bei kühlem Standort oder bei zu nasser Pflege anfällig für Wurzelfäule. Die Pflanze wird unter dem Handelsnamen Melonenförmige-Wolfsmilch ganzjährig angeboten.

Euphorbia obesa ( Bild ansehen )

Euphorbia obesa bildet als Jungpflanze zuerst einen kugelförmigen Spross. Dieser wird im Alter zylinderförmig und bleibt mit einer maximalen Wuchshöhe von etwa 30 cm und einem maximalen Durchmesser von ca. 9 cm ziemlich klein. Der graugrüne Spross ist durch meist acht, leicht erhöhte Rippen deutlich gegliedert. Auf den Kanten der Rippen wachsen kleine, stumpfe Zähnchen. Euphorbia obesa bildet keine Dornen. Die kleinen Blätter sind nur kurzlebig. Die ebenfalls graugrünen Scheinblüten (Cyathien) bilden sich auf den Rippenanten, nahe der Sprossspitze. Die Stiele der Blütenstände sind sehr kurz. Euphorbia obesa findet aufgrund ihres außergewöhnlich symmetrischen Aussehens weltweit in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen. In ihrem Habitat ist Euphorbia obesa durch illegale agierende Sammler stark gefährdet. Die Pflanze ist geschützt ist und Entnahmen aus der Natur werden geahndet.

Pflegehinweise: Euphorbia obesa benötigt einen warmen, sehr hellen bis vollsonnigen Standort mit Hitzeabschattung während der Mittagsstunden. Die Temperatur sollte den Sommer über zwischen 17 und 26 °Celsius liegen. Zur Überwinterung stellt man Euphorbia obesa an einen 6 bis 12 °Celsius kühlen, möglichst hellen Standort. Euphorbia obesa pflanzt man in ein Substratgemisch aus grobem, mineralischem Material und etwa 5 % Lauberde. Der ideale Boden pH liegt auch bei dieser Euphorbie zwischen 6,5 und 7. Bei gut wasserdurchlässigem Substrat wässert man diese Euphorbie im Sommer reichlich, im Winter sparsam. Euphorbia obesa vermehrt man ausschließlich durch Samen, Nebensprosse werden von dieser Euphorbie fast nie gebildet. Euphorbia obesa ist bei kühlem Standort oder bei zu nasser Pflege anfällig für Wurzelfäule. Die Pflanze wird ganzjährig im Handel angeboten.

Euphorbia milii var. milii ( Bild ansehen )

Euphorbia milii var. milii, Synonym: Euphorbia bojeri, Euphorbia milii, Euphorbia splendens. Im Handel findet man diese Pflanze meist unter dem deutschen Trivialnamen Christusdorn. Euphorbia milii var. milii wächst als sukkulenter, aufwärts strebender Strauch mit starker Verzweigung und kräftiger Bedornung. Die grünen, wechselständig angeordneten Blätter sind verkehrt eiförmig. An kurzen Blütenstielen bilden sich je 2 oder 4 rot gefärbte Blüten mit roten, rosa, weißen oder gelben Hochblättern. Euphorbia milii var. milii erreicht, je nach Alter, eine Wuchshöhe von 10 bis 50 cm und mehr.

Pflegehinweise: Euphorbia milii var. milii pflegt man an einem warmen, sehr hellen bis vollsonnigen Standort mit Hitzeabschattung während der Mittagsstunden. Die Temperatur sollte den Sommer über zwischen 18 und 25 °Celsius liegen. Zur Förderung der Bütenbildung sollte die Temperatur im Winter bis auf 15 °Celsius abgesenkt werden, es muss dann deutlich sparsamer gewässert werden. Euphorbia milii var. milii pflanzt man am in ein humoses Substrat mit Landerde (Ackererde), Quarzsand und feinen Perliten. Der ideale Boden pH liegt bei dieser Euphorbie zwischen 6,0 und 6,8. Man wässert Euphorbia milii var. milii im Sommer mäßig aber regelmäßig, im Winter bei kühleren Temperaturen sparsamer. Euphorbia milii var. milii vermehrt man durch Kopfstecklinge in gut wasserdurchlässigem Substrat. Die Pflanze ist bei kühlem Standort oder bei zu nasser Pflege anfällig für Wurzelfäule und Wollläuse. Euphorbia milii var. milii wird ganzjährig unter dem deutschen Trivialnamen Christusdorn angeboten.

Euphorbia pseudocactus ( Bild ansehen )

Euphorbia pseudocactus wächst als kräftig bedornter, sukkulenter Strauch. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 1,5 m. Euphorbia pseudocactus sieht einem "klassischen" Kaktus sehr ähnlich, die Pflanze bildet an der Basis mehrere aufrechte, blattlose, vier- oder fünfkantige, 3 bis 5 cm dicke Triebe, die eine helle, gelbliche Zeichnung auf grünen Untergrund tragen. Die über die gesamte Länge in Abständen von etwa 10 cm eingekerbten Äste sind an den vorstehenden Außenkanten mit etwa 1,5 cm langen, paarweise sitzenden Dornen bewachsen.

Pflegehinweise: Euphorbia pseudocactus pflegt man an einem sehr hellen bis vollsonnigem Standort. Eine Hitzeabschattung vor der prallen Mittagssonne ist empfehlenswert, aber nicht unbedingt notwendig. Zur Überwinterung stellt man die Euphorbia pseudocactus an einen 8 bis 10 °Celsius kühlen, möglichst hellen Standort. Während der Überwinterung gießt man die Euphorbie äußerst sparsam, denn Nässe während dieser Zeit provoziert Wurzelfäule. Euphorbia pseudocactus pflanzt man in ein lehmig humoses Substrat mit reichlich Sand- und Kieszusatz. Der ideale Boden pH liegt zwischen 6,5 und 7,0. Euphorbia pseudocactus vermehrt man am besten durch Kopf- und Triebteilstecklinge. Die Pflanze ist bei schlechten Pflegebedingungen anfällig für den Befall durch Schildläuse, bei zu großer Nässe im Winter droht Fäulnis.

Euphorbia pulcherrima ( Bild ansehen )

Euphorbia pulcherrima, Synonym: Poinsettia pulcherrima wächst als aufrechter Halbstrauch bis Strauch mit grünen oder panschierten, wechselständig angeordneten, eirunden bis breit-lanzettlichen Blättern. Die Pflanze bildet im Winter endständig eine große Hochblattrosette in den Farben Weiß, Rosa oder Rot. Im Zentrum befinden sich kleine, unscheinbare Scheinblüten (Cyathien). Von Euphorbia pulcherrima gibt es zahlreiche Zuchtformen. In Wohnungen erreicht diese Euphorbie 10 bis 50 cm Wuchshöhe und mehr.

Pflegehinweise: Euphorbia pulcherrima pflegt man als blühende Zimmerpflanze an einem hellen bis teilsonnigen Standort. Euphorbia pulcherrima pflanzt man in ein gut wasserdurchlässiges, humoses Substrat mit Landerde und Mineralbeimischungen. Der ideale Boden pH liegt zwischen 6,0 und 6,8. Die Pflanze ist bei schlechten Pflegebedingungen anfällig für den Befall durch Weiße Fliegen, Thripse und Wollläuse. Euphorbia pulcherrima wird von Oktober bis Dezember als Poinsettie oder unter dem deutschen Trivialnamen Weihnachtsstern angeboten.

Euphorbia resinifera ( Bild ansehen )

Euphorbia resinifera , Synonym: Euphorbia ‘San Salvador‘  bildet dicke, hellgraugrün gefärbte Sprosse mit vier gut ausgebildeten Kanten, die bei älteren Exemplaren durch kräftige Seitensprossbildung große Polster bilden können. Ausschließlich im Scheitelbereich wachsen grüne, hinfällige Blättchen. Auf den Kanten der Rippen stehen paarweise braune bis graue Dornen. An den Triebspitzen bilden sich gelbe Scheinblüten (Cyathien). Die im Handel erhältlichen Pflanzen sind meist 15 bis 20 cm hoch. In der Natur erreichen die Euphorbia resinifera Wuchshöhen von über 2 m.

Pflegehinweise: Euphorbia resinifera pflegt man an einem hellen bis vollsonnigen Standort bei 18 bis 25 °Celsius. Die optimale Wintertemperatur liegt zwischen 10 bis 15 °Celsius. Euphorbia resinifera pflanzt man in ein lehmig humoses Substrat mit Sand- und Perlitzusatz. Der ideale Boden pH liegt zwischen 6,5 und 7. Euphorbia resinifera wird im Sommer mäßig aber regelmäßig gegossen. Im Winter wird die Pflanze sehr sparsam gegossen, bzw. fast trocken gehalten, sofern die Umgebungstemperatur nicht über 12 bis 15 °Celsius liegt. Euphorbia resinifera vermehrt man durch die Abnahme und das Einpflanzen der Seitensprosse. Euphorbia resinifera neigt bei zu viel Nässe zur Wurzelfäule. Im Handel wird die Pflanze unter den Handelsnamen Vierkantige Euphorbie oder Harz-Wolfsmilch ganzjährig angeboten.

Euphorbia tirucalli ( Bild ansehen )

Euphorbia tirucalli, Synonym: Euphorbia rhipsaloides und Euphorbia laro wächst als stark aufstrebender Strauch mit runden, bleistiftdicken, dunkelgrün gefärbten, sich reichlich verzweigenden Sprossen. Die Krone sieht im Alter etwas "wirr" aus, die Form der Vergabelungen erinnert an eine Stimmgabel. An den Trieben bilden sich kleine, lanzettlich geformte Blättchen, die jedoch bald abfallen.

Pflegehinweise: Euphorbia tirucalli pflegt man an einem hellen bis vollsonnigen Standort bei 16 bis 22 °Celsius. Die optimale Wintertemperatur liegt zwischen 14 bis 20 °Celsius. Euphorbia tirucalli pflanzt man in ein lehmig humoses Substrat mit Sand- und Perlitzusatz. Der ideale Boden pH liegt zwischen 6,5 und 7,0. Euphorbia tirucalli wird im Sommer mäßig aber regelmäßig gegossen. Im Winter wird die Pflanze sehr sparsam gegossen, bzw. fast trocken gehalten. Euphorbia tirucalli vermehrt man durch Kopfstecklinge. Unter ungünstigen Pflegebedingungen neigt die Euphorbie zu einem Befall mit Spinnmilben, Woll- oder Schildläusen. Im Handel wird die Pflanze unter den Handelsnamen Tirucalli-Wolfsmilch oder Latex-Wolfsmilch oder Bleistift Euphorbie ganzjährig angeboten.

Euphorbia trigona ( Bild ansehen )

Euphorbia trigona, Synonym: Euphorbia hermentiana, wächst als straff aufrecht strebende Pflanze mit einigen seitlichen Austrieben. Der dunkelgrüne, dreikantige Spross mit hellgrüner Zeichnung bildet deutlich gekerbte Rippen. Im oberen Sprossbereich entwachsen den Kanten kleine, länglich ovale Blätter. In Wohnungen erreicht die Euphorbie trigona Wuchshöhen von 100 cm und mehr.

Pflegehinweise: Euphorbia trigona pflegt man an einem hellen bis teilsonnigen Standort bei 18 bis 25 °Celsius. Die optimale Wintertemperatur liegt zwischen 12 und 15 °Celsius. Euphorbia tirucalli pflanzt man in ein lehmig humoses Substrat mit Sand- und Perlitzusatz. Der ideale Boden pH liegt zwischen 6,5 und 7,0. Euphorbia trigona wird im Sommerhalbjahr mäßig aber regelmäßig gegossen. Im Winter wird die Pflanze noch sparsamer gegossen. Euphorbia trigona vermehrt man durch Kopfstecklinge. Unter ungünstigen Pflegebedingungen neigt die Euphorbie zu einem Befall mit Spinnmilben, Woll- oder Schildläusen. Im Handel wird die Pflanze mit Wuchshöhen von etwa 20 cm unter den Handelsnamen Wolfsmilch oder Säulen-Euphorbie ganzjährig angeboten.

Bildnachweise: Euphorbia-grandicornis, Euphorbia meloformis von Stan Shebs, Euphorbia miliivon Bouba, Euphorbia pseudocactus, Euphorbia tirucalli von Frank Vincentz, Euphorbia resinifera von BS Thurner Hof, alle unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 Euphorbia trigona von Hafiz Issadeen lizenziert unter CC BY 2.0, Euphorbia pulcherrima von Wildfeuer unter GFDL, Euphorbia abyssinica von Tangopaso, Euphorbia obesa von Karelj unter Public Domain alle Bilder über Wikimedia Commons.

Pflege der Euphorbien Arten

Sukkulente Euphorbien pflegt man ganzjährig an einem sehr hellen bis vollsonnigem Standort. Direkte Sonnenbestrahlung, wenigstens während der Morgen- oder Nachmittagsstunden, sind notwendig. Der beste Standort liegt in vollem Licht. Einige Arten benötigen eine Hitzeschattierung während der Mittagsstunden.

Südostfenster oder Südwestfenster eignen sich besonders gut. Die minimale Beleuchtungsstärke liegt bei etwa 2000 Lux und mehr, je nach Art.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

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Standort / Licht

Sukkulente Euphorbien pflegt man ganzjährig an einem sehr hellen bis vollsonnigem Standort. Direkte Sonnenbestrahlung, wenigstens während der Morgen- oder Nachmittagsstunden, sind notwendig. Der beste Standort liegt in vollem Licht. Einige Arten benötigen eine Hitzeschattierung während der Mittagsstunden.

Südostfenster oder Südwestfenster eignen sich besonders gut. Die minimale Beleuchtungsstärke liegt bei etwa 2000 Lux und mehr, je nach Art.

Fast alle sukkulenten Zimmerpflanzen benötigen möglichst viel direkte Sonne. Eine Ausnahme machen nur wenige Mitglieder aus der Familie der Liliaceae, insbesondere die Haworthien und Gasterien, die auch etwas schattigere Standorte vertragen.

Ein guter Standort

Sukkulente Zimmerpflanzen pflegt man am sonnigsten Fenster oder in dessen unmittelbare Nähe. Da, mit Ausnahme von Dachfenstern und in Wintergärten, das Licht stets einseitig die Sukkulente beleuchtet, sollte man das Pflanzgefäß alle paar Tage um ein Viertel drehen. So erreicht man ein gleichförmiges und schönes Wuchsbild. Während der hellsten Jahreszeit kann man den Topf täglich etwas drehen

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Euphorbien Gießen / Wässern

Euphorbia tirucalli, Euphorbia trigona und Euphorbia resinifera werden während der Wachstumsphase mäßig aber gleichmäßig gegossen, die Erde wird nur angefeuchtet und nicht durchnässt. Vor der jeweils nächsten Wassergabe prüft man die oberste Schicht der Erde ob sie gut angetrocknet ist. Die kurze Trockenperiode zwischen den einzelnen Wassergaben fördert die typische Wuchsform und eine kräftige Blattfärbung der Sukkulenten. Das Substrat sollte aber nicht austrocknen.

Werden die Sedum zu kräftig gegossen, so führt das zu verweichlichtem, schlaffem Wachstum der Blätter. Die Triebe beginnen schlaff herabzuhängen und die Wurzeln faulen.

Regenwasser ist für die Bewässerung aller Sedum Arten optimal, die Pflanzen nehmen aber auch mit gewöhnlichem, nicht zu kalkhaltigem Leitungswasser vorlieb.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

Messgeräte und Bodentester

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Sukkulenten richtig Gießen
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Luftfeuchtigkeit

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Zimmerpflanzen, vertragen die sukkulenten Sedum ohne Probleme auch eine niedrige Luftfeuchte.

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Sedum überwintern / Ruheperiode

Zwischen Oktober und Februar sollten die Sedum eine etwa 3 monatige Ruhepause einlegen. In dieser Zeit reduziert man das Gießen stark und achtet nur darauf, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Die Temperatur während der Überwinterung sollte zwischen 5 und 12 ° Celsius liegen. Der Standort sollte sehr hell (mind. 1300 Lux) sein, eventuell muss man für eine künstliche Zusatzbeleuchtung sorgen.

Um das für die Überwinterung notwendige Licht bereitzustellen, eignen sich 20 cm über den Pflanzen angebrachte Leuchtstoffröhren bzw. noch energiesparendere Pflanzlampen mit LED. Bei einem Standort im Wintergarten oder vor ausreichend großen Süd-, Südwest-, oder Südostfenstern mit ungehindertem Lichteinfall ist in der Regel keine Zusatzbeleuchtung erforderlich.

Während der Überwinterung werden die Sedum nicht gedüngt. Zu Beginn der Vegetationsperiode beginnt man, die Sedum wieder etwas mehr zu gießen.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Sedum Arten kann man während der warmen Jahreszeit an einem geschützten, hellen bis sonnigen Standort im Freien pflegen. Etwas Morgen- oder Nachmittagssonne ist für ein gesundes Wachstum dieser Pflanze notwendig. Die Sedum dürfen aber nicht direkt von der prallen Mittagssonne beschienen werden, man sorgt für eine Hitzeabschattung.

Pflanzen die in geschlossenen Räumen überwintert werden, dürfen zu Beginn der warmen Jahreszeit nicht sofort dem vollen Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt werden. Die harte UV Strahlung kann die Sedum verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken auf den Blättern zu erkennen. Um eine Sedum an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Sedum an ihren endgültigen, sonnigeren Standort stellen.

Temperatur

Sedum wachsen gut bei normalen Wohnungstemperaturen zwischen 18 und 22 °C. Für einige Arten liegt die optimale Temperatur mit 15 bis 18 °Celsius etwas niedriger.

Im Winter, während der Ruheperiode, sollten die Temperaturen für die Sedum zwischen 5 und 12 °C liegen. Die kühlen Temperaturen sind eine Voraussetzung dafür, dass die Sedum Blüten ansetzen.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Sedum vermehren

Ableger

Einige Sedum Arten bilden Seitensprosse, auch Kindel oder Ableger genannt. Die Ableger kann man ab einer Größe von 2 bis 4 cm zur Vermehrung verwenden.

Die Ableger setzt man in ein angefeuchtetes Sukkulentensubstrat. Bis sich die Wurzeln fest im Substrat verankert haben, pflegt man die Zöglinge in gleicher Weise wie die ausgewachsenen Pflanzen. Nur die Wassergaben müssen sparsamer sein, es ist ausreichend wenn das Substrat gerade noch feucht ist.

Stecklinge

Sedum vermehrt man problemlos durch Stecklinge. Es eignen sich Kopfstecklinge, Triebteilstecklinge und Blattstecklinge. Alle bilden leicht Wurzeln, wenn man sie im Frühjahr schneidet und die Schnittstelle vor dem Einsetzten 2 bis 3 Tage antrocknen lässt. Nach der Antrocknungsphase werden die Stecklinge direkt in das für die Sedum empfohlene Sukkulentensubstrat gesetzt. Die Stecklinge bekommen einen hellen, waren Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung. Nach einigen Wochen sollten sich die ersten Wurzeln gebildet haben. Wenn der Nachwuchs die ersten frischen Triebe zeigt, kann man die jungen Pflanzen an den endgültigen, sonnigen bis vollsonnigen Standort stellen und die Pflanzen dann wie ausgewachsene Exemplare weiterpflegen.

Blattstecklinge

Wie bei vielen anderen Dickblattgewächsen kann man auch bei einigen Sedum Arten die fleischigen Blätter zur Vermehrung verwenden. Man bricht oder schneidet ein Blatt an der Basis ab und lässt es zwei oder drei Tage lang antrocknen. Das so vorbehandelte Blatt legt man flach auf leicht angefeuchtetes Substrat. Alternativ steckt man das Blatt mit der Schnittfläche in die Erde. An einen warmen, hellen Platz bilden sich bereitwillig Wurzeln.

Lesetipp: Sukkulenten erfolgreich vermehren
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Sedum Arten ist ein Boden ph-Wert von 6,5 bis 7,3. Sedum gedeihen auch in einfacher, handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der ph-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte von 6,5 bis 7,3 liegen.

Normale Erdmischungen in einer guten Qualität aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht dauerhaft gewährleistet sind.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man die Sedum in gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig.

Optimale Substratmischung

Sedum pflanzt man mit einem Zusatz von Landerde in ein Torfsubstrat mit Zumischung verschiedener Fremdstoffe.

  • 3 Anteile Torfsubstrat
  • etwa 1,5 Anteile Ackererde mit Tonanteil (je nach ph-Wert)
  • 1,5 Anteile Quarzsand
  • 1 Anteil Bims-Kies, Lavalit, oder Lavagranulat

Der Boden ph-Wert wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torfsubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Die Landerde (Ackererde mit Tonanteil) muss vor der Verwendung durch Erhitzen sterilisiert werden.

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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Hinweise

Oft werden Sukkulenten, auch die Sedum Arten, in normaler Torf- oder Blumenerde, vermischt mit einigen Styroporperlen zum Verkauf angeboten. Diese Blumenerde sollte man sollte man gegen ein für die Sedum besser geeignetes Substrat austauschen.

Sedum umtopfen

Die Sedum wachsen am besten in breiten, flachen Pflanzschalen oder halbhohen Töpfen oder Ampeln. Im zeitigen Frühjahr topft man die Sukkulenten in etwas größere Gefäße. Da die jungen Sedum meist besser aussehen als ältere Pflanzen, sollte man rechtzeitig neue Sedum aus Stecklingen nachziehen.

Sobald das Pflanzgefäß vollständig durchwurzelt ist und die Wurzeln an der Erdoberfläche herauszutreten beginnen, topft man die Pflanzen um. Dabei lässt man zwischen der frisch eingesetzten Pflanze und dem Gefäßrand mindestens 4 cm Platz frei. Ältere Sedum werden karg und sparrig. In der Regel ersetzt man sie deshalb durch die Nachzucht aus Stecklingen und ein Umtopfen erübrigt sich. Wer die Sedum jedoch zum Blühen bringen möchte, sollte die Pflanze über mehrere Jahre hinweg kultivieren.

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Düngen / Nährstoffbedarf

In der Zeit des Hauptwachstums sollte man eine Sedum alle 8 Wochen mit einem flüssigen Kakteendünger düngen.

Während der Ruheperiode werden die sukkulenten Sedum nicht gedüngt.

Lesetipp: Sukkulenten richtig düngen

Sedum schneiden

Sedum Arten vertragen problemlos einen Rückschnitt, besonders Jungpflanzen wachsen buschig, wenn man sie mindestens einmal mal pro Jahr leicht stutzt. Der Rückschnitt sollte im zeitigen Frühjahr vorgenommen werden. Zu lange Triebe kürzt man maximal um 2/3 ihrer Länge. Das Schneiden der Triebe einer Pflanze die nicht verholzt sind macht man mit einem scharfen Messer. Verholzte Triebe beschneidet man immer mit einer Gartenschere.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Der Befall mit Schmier- und Wollläusen kann bei diesen Pflanzen auftreten. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der Sedum zu erkennen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Milchsaft

Der von Euphorbien gebildete Milchsaft dient als Schutz vor Fressfeinden und als Wundverschluss. Der Milchsaft steht unter leichtem Druck  und tritt bereits bei kleinsten Verletzungen aus. Bei Luftkontakt gerinnt der Saft innerhalb weniger Minuten. Zu den Inhaltsstoffen gehören eine Vielzahl von Di- und Triterpenestern. Diese unterscheiden sich, je nach Euphorbien Art in der Zusammensetzung und bestimmte Varianten sind für einige Arten typisch.

Der Milchsaft (Latex) ist je nach Art gering bis sehr stark ätzend und hautreizend. Insbesondere an den Schleimhäuten können stark schmerzende Entzündungen hervorrufen werden.

 Im Umgang mit allen Euphorbien Arten sollte man vorsichtig sein. Auf die Haut gelangter Milchsaft sollte sofort und gründlich abgewaschen werden. Bereits vollständig oder teilweise geronnener Milchsaft ist meist nicht mehr in Wasser löslich. Er kann aber mit einer Emulsion,  Milch oder Hautcreme, wieder entfernt werden.

Bei Verätzungen von Schleimhäuten sollte man ein Arzt aufzusuchen. In Gewächshäusern wurde während dem Beschneiden großer, sukkulenter Euphorbien beobachtet, dass sich Dämpfe des Latex ausbreiten und noch in mehreren Metern Entfernung kräftige Reizung der Augen und Atemwege verursachen. Somit ist beim Schneiden einer Euphorbie Vorsicht geboten, man sollte unbedingt für ausreichende Lüftung des Raumes sorgen.

Kleinkinder und Haustiere sollten grundsätzlich keinen Kontakt zu Euphorbien bekommen.

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Bilder der Sedum

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Fetthenne Sedum atratum

Sedum atratum

Foto: Tigerente
Lizenz: GFDL

Fetthenne Sedum album

Sedum pulchellum

Foto: Thomas R. Koll
Lizenz: Public Domain

Fetthenne Sedum album

Sedum floriferum

Foto: Mussklprozz
Lizenz: GFDL