Gießwasser: Regenwassernutzung für Garten & Pflanzen

Wald, Eigenschaften verschiedener Holzarten

Regenwasser ist das beste Gießwasser für Pflanzen, sowohl im Garten als auch im Haus. Es ist im Gegensatz zum Wasser aus der Leitung kalkfrei und noch dazu kostenlos. Im Leitungswasser hingegen können keimtötende Zusätze enthalten sein, die den Pflanzen schaden. Deshalb haben die meisten Gärtner im Garten eine Regentonne oder eine Zisterne, in der sie das vom Himmel fallende Wasser sammeln und speichern können.

Wer noch keinen Wasserauffangbehälter im Garten hat, aber trotzdem an das Wohl seiner Pflanzen denkt, kann sich im Regenwassershop von Edinger über die verschiedenen Möglichkeiten und Modelle informieren. Zu den verschiedenen Möglichkeiten zählen Erdtanks, die unsichtbar im Boden vergraben sind, aber auch klassische Regentonnen mit direktem Zulauf von der Regenrinne.

Aber zurück zum Kalk im Wasser. Der ist nicht grundsätzlich schädlich für Pflanzen. Auch wenn sie in der Natur ausschließlich über den Regen mit Wasser versorgt werden, vertragen viele von ihnen die zusätzlichen Mineralien ganz gut. Mineralstoffe sind, wie für den Menschen ebenfalls, für Pflanzen lebenswichtig. Kalk im Übermaß allerdings ist tatsächlich etwas schädlich und sorgt bei empfindlichen Pflanzen für eine schlechte Nährstoffausnahme. Deshalb setzen Pflanzenfreunde für gesunde Pflanzen im Garten und auf der Fensterbank auf kalkarmes Regenwasser. Bromelien gießt man beispielsweise mit weichem Wasser. Regenwasser wird von den Bromelien besonders gut vertragen.

Wer keinen Garten und damit auch keine Regentonne hat, kann auch mit ein paar Tricks den Kalkgehalt im Leitungswasser reduzieren. Abstehen lassen und abkochen bringt allerdings nur wenig. Beim Abstehen lassen verschwinden lediglich flüchtige Verbindungen, darunter das für Pflanzen schädliche Chlor. Beim Abkochen ändert sich nicht der Kalkgehalt, lediglich die Carbonhärte wird verringert.

Effektiver ist es hingegen, das Leitungswasser mit einem Drittel destilliertem Wasser weichzumachen. Regenwasser ist nämlich im Grunde nichts anderes als natürliches Destillierwasser. Mancher mischt dem Leitungswasser auch einen Schuss Essig unter, um den Basengehalt zu verringern. Diese Methode ist allerdings unter Pflanzenfreunden nicht völlig unumstritten.

Regenwasser ist und bleibt das „bekömmlichste“ Gießwasser, weil es die natürlichste und verträglichste Form ist. Einige Pflanzen vertragen kalkhaltiges Wasser nur schlecht. Epiphytische wachsende Pflanzen, sollte man ausschließlich mit Regenwasser gießen. Epiphyten wachsen in Astgabeln und auf den Ästen großer Bäume. Dort nehmen sie die benötigte Feuchtigkeit ausschließlich über das Regenwasser auf. Da sich solche Pflanzen während der Evolution darauf eingestellt haben, vertragen sie kalkhaltiges Wasser nur sehr schlecht. Das beste Gießwasser für epiphytische  Orchideen und Farne ist sauberes Regenwasser. Angst um gravierende Schäden muss man beim Gießen mit kalkhaltigem Leitungswasser jedoch nicht haben. Störend aber ungefährlich ist dabei am Ende bloß die Kalkschicht, die sich mit der Zeit langsam auf der Oberfläche der Blumenerde absetzt.