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Foto: August K.
Butia eriospatha - Wollige Geleepalme, Blattansicht 
Foto: August K.
Butia eriospatha - Wollige Geleepalme als junge Palme
August K.
Butia eriospatha - Wollige Geleepalme
Die aus dem südlichen und mittleren Brasilien stammende winterharte Gattung Butia eriospatha, auf deutsch wollige Geleepalme genannt, erreicht in ihrer Heimat Brasilien eine Wuchshöhe von etwa 6 m. Diese Palme gilt als die frostbeständigste Art aus der Gattung Butia. Die im folgenden beschriebene Wuchsform entspricht der Butia capitata, der einfachen Geleepalme. Butia eriospatha unterscheidet sich nur durch das wollige Hüllblatt ihres Blütenstandes und eine leicht unterschiedliche Blattfarbe.
Die Blattstiele dieser Palmen sind mit kleinen, dornigen Spitzen bewachsen. Die eleganten, leicht nach unten gebogenen und spiralig gedrehten Blattwedel geben dieser Palme ein sehr filigranes Aussehen. Butia eriospatha gilt als langsam wachsende Palme. Die sich zahlreich bildenden Blütenstände bilden große Mengen fruchtig süßer Früchte. In ihrer südamerikanischen Heimat werden diese Früchte zu einem schmackhaften Gelee oder zu Wein verarbeitet. Die Wuchsform und die Qualität der Früchte dieser Palme unterscheiden sich je nach Sämling recht erheblich.
Kulturanleitung Butia eriospatha - Wollige Geleepalme:
Licht: Die Butia eriospatha benötigen einen hellen Standort mit möglichst voller Sonnenbestrahlung.
Gießen: Während der Wachstumsperiode gießt man die Palmen mäßig, die Erde sollte vor der nächsten Wassergabe an der Oberfläche leicht abtrocknen. In der Ruheperiode gibt man nur soviel Wasser, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Ein durchfeuchten des Substrates sollte in dieser Zeit vermieden werden.
Temperatur & Frostbeständigkeit: Die aus dem Süden Brasiliens stammende Palme ist bis etwa -12 °C frostbeständig. Kurzfristig verträgt diese Palme auch stärkere Fröste. Geeignete Schutzmaßnahmen für langanhaltende und starke Fröste finden Sie hier:
Winterharte Palmen: Erfolgreiche Überwinterung und Kultivierung von Palmen im Garten
Vermehrung: Diese Palmen werden durch Samen vermehrt. Den Palmensamen oder junge Palmen findet man im Versandhandel.
Erdmischung: Für die Kultivierung von Butia eriospatha verwendet man ein Erdgemisch auf Kompostbasis mit einem Zusatz von etwas scharfem Sand und etwas Kies, Blähtonbruch oder Lavagranulat.
Torf- oder Humuserde ohne Zusätze eignen sich nicht, da ein solches Substrat zusammensackt und eine Drainage und Belüftung der Wurzeln nicht mehr gewährleistet ist.
Umtopfen: Je nach Wachstum setzt man die Palme im Frühjahr in ein etwas größeres Pflanzgefäß um. Dabei kann man auch die alte Erde vorsichtig entfernen und durch neues Substrat ersetzen.
Generell sollte man für Palmen möglichst hohe Pflanzgefäße, Töpfe oder Kübel verwenden. Die Pfahlwurzeln der Palmen wachsen senkrecht nach unten, dafür benötigen sie ausreichend Platz. Wenn sich die oberen Wurzeln der Palmen aus dem Pflanzgefäß herausdrücken, wird es für die Wurzelstruktur zu eng. Spätesten zu diesem Zeitpunkt sollte man seine Palme in ein größeres, höheres Gefäß umtopfen.
Dünger: Zu Beginn der Wachstumsphase im Frühling gibt man alle zwei Wochen einen handelsüblichen Flüssigdünger. Als Alternative zum regelmäßigen Flüssigdünger arbeitet man einen Langzeitdünger in die obersten Substratschichten ein.
Rückschnitt: Da die Spitze der Palme der einzige Vegetationspunkt ist, darf man die Spitzen nicht beschneiden. Die braun werdenden Blätter der Palme dürfen erst nach dem vollständigen eintrocknen von der Palme entfernt werden. Hierfür schneidet man den Blattstiel vorsichtig an der Basis ab. Dabei achtet man darauf das ein kleines Stück des Stiels, etwa 3 bis 7 cm, am Stamm bleibt.
Hinweise: Palmen, die an lichtarmen Standorten überwintert werden, dürfen im Frühling nicht direkt in das pralle Sonnenlicht gestellt werden.
Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Palmen verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken der Blätter zu erkennen.
Um die Palme an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Palme an ihren endgültigen Standort stellen.
Die nächste winterharte Palme für den Garten:
Butia paraguayensis - Zwerg Yatay Palme
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