Pflege von Zimmerfarnen: Luftfeuchtigkeit - Gießen - Düngen - Erdgemisch

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Farne: Luftfeuchtigkeit und Erdgemisch

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Luftfeuchtigkeit: Fast alle Farne benötigen für ein gesundes Wachstum eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Eine Ausnahme bildet die bekannte Gattung Davallia, welche auch bei niedriger Luftfeuchtigkeit sehr gut wächst. Farne gedeihen im allgemeinen recht gut, wenn man die Töpfe in eine Kieseln und Wasser gefüllte Schale stellt, auch mit Wasser gefüllte Untersetzer eignen sich in Blumenampeln und Körben. Dieses Wasser darf jedoch keinen Kontakt mit der Erde des Farnes haben, ansonsten kommt es zu Staunässe und Fäulnis. An warmen Tagen können die Farne vorsichtig mit weichem, zimmerwarmen Wasser besprüht werden.

Gießen: Bei Temperaturen über 17 °C benötigen Farne reichlich Wasser. Der Wurzelballen sollte bei fast allen Farnen gleichmäßig feucht gehalten werden. Vorsicht, ein übernässen der Erde ist aber auf jeden Fall zu vermeiden. Ein Farn wird am besten mit Wasser versorgt, indem solange gießt, bis das Wasser aus dem Abzugsloch in die Unterschale läuft. Man wartet bis das Wasser nach einigen Minuten von der Erde wieder aufgesaugt wurde und gießt nochmals nach. Dies wiederholt man, bis das Wasser ca 40 Minuten in der Schale stehenbleibt. Nun gießt man das überschüssige Wasser ab und lässt die Erde nochmals 60 Minuten abtropfen um Staunässe zu vermeiden. Dann stellt man den Farn wieder an seinen Platz zurück.

Vorsicht beim Gießen: Bei einigen Farnarten sollte der Erdballen vor der nächsten Wassergabe leicht abtrocknen. Hinweise findet Ihr unter den einzelnen Farnarten. Das Gießwasser für den Farn sollte kalkarm oder besser kalkfrei sein, Regenwasser ist ideal geeignet. Auch das Gießen mit kaltem Wasser sollte unbedingt vermieden werden. Farne benötigen zimmerwarmes Gießwasser!

Besonderheiten beim Gießen: Da die Farne sehr salzempfindlich sind, sollte man mit der Konzentration des Düngers vorsichtig sein. Eine schwache Konzentration ist unbedingt zu beachten. Beim Eintopfen oder Umtopfen eines Farnes kann man einen organischen Langzeitdünger, beispielsweise Hornspäne, Knochenmehl, Blutmehl als Grunddüngung beimischen. Die in der Erde vorhandenen Mikroorganismen zersetzen diese Stoffe allmählich und bieten den Farnen über einen längeren Zeitraum eine ausreichende Nährstoffmenge ohne die Salzkonzentration zu stark ansteigen zu lassen.

Gießen bei Temperaturen unter 17 °C: Falls die Zimmertemperatur für mehrere Tage unter 17 °C fällt, so sollte die beim Gießen die Menge an Wasser eingeschränkt werden. Man lässt die obere Schicht der Topferde immer etwas antrocknen bevor erneut eine Wassergabe erfolgt. Bei Temperaturen um die 10 °C geht der Farn in die Ruheperiode über und es darf nur noch sehr sparsam gegossen werden. Der Farn benötigt dann nur soviel Wasser, dass die Farnwedel nicht verwelken.

Düngen: Farne sind besonders attraktiv wenn sie ein üppiges und kräftiges Wachstum haben. Im Handel gibt es spezielle Düngemittel für Farne. Diese sollten Stickstoff als Phosphat und Kali enthalten. Um Verbrennungen der empfindlichen Wurzeln unserer Farne zu vermeiden ist eine schwache bis sehr schwache Konzentration an Flüssigdünger geeignet. Die Häufigkeit der Düngung ist von der verwendeten Erde abhängig. Wächst der Farn in Komposterde, so reicht eine Düngung im Abstand von 4 bis 5 Wochen. Ein in nährstoffarmen Torfsubstrat wachsenden Farn kann man ruhig alle 2 bis 3 Wochen schwach düngen. Während einer Ruheperiode sollte die Düngung vollständig eingestellt werden.

Erde für Farne: Im Zimmer kultivierte Farne stammen aus Gegenden, deren Böden stets einen reichen Vorrat an organischem Material aufweisen. Bei epiphytischen Farnen ist immer für einen guten Wasserabzug gesorgt, und auch terrestrische Farne finden im Regenwald oder Urwald eine verhältnismäßig lockere, durchlässige Erde vor. Die Erde für Zimmerpflanzen sollte deshalb einen hohen Gehalt an organischen Stoffen haben und gut wasserdurchlässig sein.

Erdgemisch: Für Farne eignen sich zwei unterschiedliche Erdgemische. Für in der Natur epiphytisch wachsende Farne sollte man ein Gemisch aus gleichen Teilen Lauberde, Torf, und scharfem Sand verwenden. Das zweite Gemisch besteht aus jeweils gleichen Teilen Laub- und Komposterde. Diese Mischung ist generell für alle terrestrisch wachsende Farne besser geeignet. Wer keine sterile Lauberde verwenden möchte, kann diese auch durch langfasrigen Torf ersetzen.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass Lauberde, Komposterde und Sand steril sind.

Hier geht es weiter:  Farne Teil 3 - So vermehre ich meinen Farn erfolgreich

Verbreitete Zimmerfarne: Davallia |

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