Farne: Gießen & Luftfeuchte

Fast alle Farne benötigen für ein gesundes Wachstum, zur Ausbildung schöner und kräftiger Wedel, eine hohe Luftfeuchtigkeit. Eine Ausnahme bildet die Farngattung Davallia, welche auch bei niedriger Luftfeuchtigkeit sehr gut wächst.

Alle Farne die eine erhöhte Luftfeuchtigkeit bevorzugen gedeihen im allgemeinen recht gut, wenn man die Übertöpfe in eine mit Kieseln und Wasser gefüllte Schale stellt. Mit Wasser gefüllte Untersetzer eignen sich besonders gut in Blumenampeln und Körben. Durch diese Maßnahme ändert man das die Farne umgebende Mikroklima, die Luftfeuchtigkeit steigt an.

Das sich in den Schalen und Untersetzern befindende Wasser darf keinen direkten Kontakt mit der Erde des Farnes haben, ansonsten kommt es zu Staunässe und Fäulnis. An warmen Tagen können die Farne zusätzlich mit Wasser besprüht werden.

Als Gießwasser und zum Besprühen nimmt man für die Farne stets weiches, abgestandenes und zimmerwarmes Wasser. Idealerweise verwendet man sauberes, bei Bedarf gefiltertes Regenwasser.

Farne richtig Gießen und Wässern

Farne verdunsten über ihre Wedel sehr viel Feuchtigkeit, auch wenn durch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit der Umgebung dieser Verlust verringert wird. Aus diesem Grund müssen Farne bei Temperaturen ab etwa 17 °C so reichlich gegossen werden, dass der Wurzelballen immer gleichmäßig feucht ist, aber nicht vernässt wird.

Ausnahmen: Bei einigen, wenigen Farnarten sollte der Erdballen vor der nächsten Wassergabe leicht abtrocknen. Hinweise finden Sie in unseren Kulturanleitungen der einzelnen Farnarten.

Ein Farn wird am besten mit Wasser versorgt indem man solange gießt, bis das Wasser aus dem Abzugsloch in die Unterschale läuft. Man wartet bis das Wasser nach einigen Minuten von der Erde wieder aufgesaugt wurde und gießt nochmals nach. Dies wiederholt man, bis das Wasser ca. 20 Minuten lang in der Schale stehenbleibt. Nun gießt man das überschüssige Wasser ab und lässt die Erde nochmals 20 Minuten abtropfen um Staunässe zu vermeiden. Dann stellt man den Farn wieder an seinen Platz zurück.

Wässern der Farne bei niedrigen Temperaturen
Falls die Zimmertemperatur für mehrere Tage unter 17 °C fällt, so sollte beim Gießen die Menge an Wasser eingeschränkt werden. Man lässt die obere Schicht der Erde immer etwas antrocknen bevor erneut eine Wassergabe erfolgt.

Bei Temperaturen um die 10 °C geht fast alle Farnpflanzen in die Ruheperiode über und es darf nur noch sehr sparsam gegossen werden. Der Farn benötigt dann nur soviel Wasser, dass die Farnwedel nicht verwelken.