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SchwertfarnZwei Arten aus der Gattung Nephrolepis (Schwertfarn) sind als Zimmerfarne sehr beliebt. Von den beiden Arten gibt es unterschiedliche Formen und Sorten.
Bei allen Schwertfarn Arten entspringen die Wedel einem unterirdisch aufrecht in der Erde wachsenden Rhizom, dessen oberes Ende als kurzer, dicker Stamm sichtbar ist. Die langwüchsigen, nach unten gebogenen Wedel dieser Schwertfarne sind in viele schmale, wechselseitig wachsende Blattfiedern unterteilt.
Auf der Unterseite der Wedel bilden sich beiderseits der Mittelader jeweils eine Reihe rundlicher oder länglicher, braun gefärbter Sporenkapseln.
Dem Rhizom entwachsen schlanke, beschuppte Ausläufer in großer Anzahl. Die Ausläufer verbreiten sich kriechend über die Erde, beginnen Wurzeln in die Erde zu treiben und bringen neue Pflanzen hervor.
Nephrolepis cordifolja, dieser Schwertfarn wächst mit hellgrünen etwa 60 cm langen Wedel. Diese sind an der Basis etwa 10 cm breit, verjüngen sich zur Spitze der Wedel hin und sind aus glattrandigen Fiedern zusammengesetzt.
Nephrolepis cordifolja "Plumosa" hat dunkelgrün gefärbte Wedel und die äußere Hälfte der Blattfiedern ist nochmals gefiedert.
Nephrolepis exaltata - Dieser Schwertfarn hat recht große Ähnlichkeit mit Nephrolepis cordifolia. Die Wedel dieses Farnes werden jedoch bis zu 1,8 m lang.
Nephrolepis exaltata "Bostoniensis" hat kürzere, etwa 90 cm lange Wedel mit nochmals gefiederten Blattfiedern.
Kulturanleitung Schwertfarn
Licht: Ein Schwertfarn sollte einen hellen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung bekommen. Der Schwertfarn verträgt über den Zeitraum von einigen Wochen auch schlechtere Lichtverhältnisse, zu dunkle Standorte oder direkte Sonnenbestrahlung sollten aber vermieden werden.
Gießen: Die Wurzeln eines Schwertfarn dürfen auf keinen Fall austrocknen. Solange die Wohnungstemperaturen über 14 °C liegen, gießt man den Schwertfarn reichlich und so oft, dass das Substrat gleichmäßig feucht bleibt. Falls die Temperaturen über einen längeren Zeitraum unter 14 °C liegen, lässt man vor dem nächsten Wässern die oberste Schicht der Erde leicht abtrocknen.
Temperatur: Man kann einen Schwertfarn problemlos bei normalen Raumtemperaturen kultivieren. Die untere Temperaturgrenze liegt bei etwa 10 °C. Bei niedrigeren Temperaturen kann der SchwertfarnSchaden nehmen.
Falls die Temperaturen 21 °C übersteigen, stellt man die Pflanzgefäße am besten in mit Wasser gefüllte Schalen auf Kieselsteine.
Bei trockener Luft und hohen Temperaturen sollte man den Schwertfarn täglich mit weichem, zimmerwarmem Wasser besprühen.
Vermehrung: Zur Vermehrung des Schwertfarn kann man zu jeder Jahreszeit eines der kleinen Ausläuferpflänzchen benutzen. Man trennt einen bereits bewurzelten Ausläufer von der Mutterpflanze ab und topft ihn in das empfohlene Erdgemisch. Der kleine Schwertfarn wird direkt wie ein ausgewachsenes Exemplar behandelt.
Die reinen Arten des Schwertfarn kann man auch durch Sporen vermehren. Wer diesen langwierigen Prozess unternehmen möchte, kann sich in unserem Forum über die genaue Vorgehensweise erkundigen.
Sorten lassen sich nicht mit Sporen vermehren, denn die Sporen sind nicht entwicklungsfähig.
Erdmischung: Für die Kultivierung eines Schwertfarn kann man ein Substrat auf Torfbasis benutzen. Substrate aus einem Gemisch Kompost- und Lauberde haben sich aber ebenfalls bewährt.
Umtopfen: Wenn das Pflanzgefäß vollständig durchwurzelt ist, topft man den Schwertfarn im Frühjahr in einen größeren Topf. Wenn man den Topf nicht mehr vergrößern möchte weil das Platzangebot ausgeschöpft ist, kann man die Wurzeln des Farnes beim umtopfen seitlich vorsichtig beschneiden. Danach setzt man den Schwertfarn in das gründlich gereinigte Pflanzgefäß zurück. Den freigewordenen Platz am Topfrand füllt man mit frischer Erde auf.
Dünger: Während der Hauptwachstumszeit düngt man einen Schwertfarn in einem Torfkultursubstrat etwa alle zwei Wochen mit einem flüssigen Volldünger. Wer zur Kultivierung das Gemisch auf Komposterdenbasis braucht nur alle 4 Wochen düngen.
Hinweise: Einige stark gefiederte Sorten von Nephrolepis exaltata entwickeln manchmal Wedel die das Aussehen der ursprünglichen Art annehmen. Diese nur schwach doppelt gefiederten Wedel sollte man herausschneiden, ansonsten können sich im Laufe der Zeit alle neuen Wedel zurückentwickeln. Hier geht es weiter im Pflanzenlexikon:Segge |