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Dracaena

Dracaena (Drachenbäume) werden besonders wegen ihrer auffallend schönen, meist bunten Blätter und ihres attraktiven, palmenartigen Wuchses sehr geschätzt. In der Natur wachsen die meisten Dracaena als aufrechte, einstämmige Sträucher. Es gibt aber auch niedrig wachsende und ausladende Formen, die stark verzweigende Stämme bilden. Blüten bilden sich bei einem Dracaena selten.

Drachenbaum Dracaena marginata

Deutscher Name: Drachenbaum, kanarischer Drachenbaum (Dracaena draco)
Wissenschaftl. Name: Dracaena
Dracaena fragans, Dracaena marginata "Tricolor",
Dracaena deremensis, Dracaena draco, Dracaena goldieana
Dracaena hookerana, Dracaena lexa, Dracaena sanderana, Dracaena surculosa (godseffiana)

Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Wuchshöhe: 1,5 bis 2,5 m
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht

Dracaenen ähneln den Palmen

Nach einigen Jahren erfolgreicher Pflege sehen viele Dracaena wie Palmen aus. Die schmalen, lanzettlichen, nach unten gebogenen Blätter bilden sich am Ende von hohen, aufrecht wachsenden, meist kahlen Stämmen. Der Dracaena wird manchmal mit Cordylinen verwechselt. Drachenbäume sind, botanisch gesehen, keine Palmen.

Dracaena Arten & Pflege

Dracaena marginata ( Bild ansehen )

Dracaena marginata ist der am einfachsten zu kultivierende Drachenbaum. Diese Pflanze ist unempfindlich gegenüber sich verändernden Wachstumsbedingungen, erreicht eine Höhe von 200 cm und bildet einen im Laufe der Zeit einen kahl werdenden Stamm mit einem Blattschopf von 30 bis 40 nach unten gebogenen Blättern. Diese dunkelgrünen, glänzenden, etwa 40 cm langen und 1,5 cm breiten Blätter sind an den Rändern rot gefärbt. Während ihres Wachstums vergilben die unteren Blätter, vertrocknen und fallen ab. Am Stamm bleiben die typischen dreieckig geformten Narben der ehemaligen Blattansatzstellen.

Dracaena marginata "Tricolor" ( Bild ansehen ) ist eine buntblättrige Variante mit grünen, rosaroten und cremefarben gestreiften Blättern.

Dracaena deremensis ( Bild ansehen )

Dracaena deremensis ist selten anzutreffen. Dieser Drachenbaum wächst mit einfarbig grünen Blättern.

Dracaena deremensis "Bausei" ( Bild ansehen ) kann eine Wuchshöhe von etwa 120 cm erreichen. Der Durchmesser einer ausgewachsenen Pflanze beträgt ca. 45 cm. Die dunkelgrün gefärbten Blätter werden etwa 45 cm lang und 5 bis 7 cm breit. An der Basis sind die Blätter blattstielartig zusammengezogen. Auffällig ist der breite, weiße Mittelstreifen.

Dracaena deremensis "Warneckii" ( Bild ansehen ) unterscheidet sich im Wuchs nicht von der Art "Bausei". Die Blätter dieses Dracaena haben jedoch zwei helle Streifen, die einen grünen Mittelstreifen einfassen.

Dracaena draco ( Bild ansehen )

Dracaena draco (kanarischer Drachenbaum), erreicht in Wohnungskultur selten mehr als eine Höhe von 160 cm bei einer Breite von etwa 60 cm. Die leicht lederartigen, schwertförmigen, gebogenen Blatter sind blaugrau mit einem schmalen roten Rand gefärbt. Die Blätter dieses Dracaena werden bis zu 50 cm lang und etwa 5 cm breit. Im jungen Stadium bilden sie eine niedrige Rosette, im Alter sitzen sie aber an der Spitze eines dicken, kräftig verholzten Stamms. Junge Blätter wachsen aufrecht, im Laufe der Zeit neigen sie sich aber nach unten.

Dracaena fragrans ( Bild ansehen )

Dracaena fragrans erreicht in Zimmerkultur eine Höhe von etwa 150 cm und eine Breite von etwa 60 cm. Die glänzenden, grünen, leicht nach unten gebogenen und abgerundeten Blätter können eine Länge von bis zu 90 cm und eine Breite von bis zu 10 cm erreichen.

Dracaena fragrans "Lindenii" unterscheidet sich in der Wuchsform nicht von der Dracaena fragrans. Die ebenfalls glänzend grünen Blätter dieses Drachenbaum bilden jedoch breite cremeweiße Streifen an den Rändern.

Dracaena fragrans "Massangeana" unterscheidet sich in der Wuchsform nicht von der Dracaena fragrans. Die Blätter bilden aber einen breiten, gelb gefärbten Mittelstreifen, die bei manchen dieser Dracaena Exemplare von einer oder zwei schmäleren, gelblichen Linien gesäumt werden.

Dracaena fragrans "Victoria" Die Blätter dieser Drachenbaum Hybride bilden breite, gelb gefärbte Streifen. Wie auch die anderen Dracaena fragrans wirft diese Pflanze im Laufe der Zeit ihre unteren Blätter ab und es bildet sich ein gedrungener, kahler Stamm mit einem bunten Blattschopf.

Dracaena goldieana ( Bild ansehen )

Dracaena goldieana gehört zu den niedrig wachsenden Drachenbäumen. Die Pflanze benötigt für ein gesundes Wachstum eine hohe Luftfeuchtigkeit und möglichst konstante Temperaturen. Zugluft wird von diesem Drachenbaum nicht gut vertragen. Der Stamm der Dracaena goldieana erreicht meist nur eine Höhe von etwa 30 cm, ist schlank ausgebildet und wächst unverzweigt. Die länglichen, oval geformten Blätter glänzen in einem hellen Grün mit silbrig-grauen Querbändern, die Mittelrippe ist gelb gefärbt. Manchmal kommt es bei diesem Drachenbaum in Wohnungskultur zu einer Blütenbildung. Die weißen Blüten sind sehr klein, stark duftend und entspringen einer Dolde.

Dracaena hookerana ( Bild ansehen )

Dracaena hookerana bildet ledrig zähe, glänzendgrüne Blätter. Die schwertförmigen bis zu 70 cm langen und 7 cm breiten Blätter sind mit weißen, fast transparenten Rändern gezeichnet. Der sich manchmal verzweigende Stamm ist stark verholzt und kann eine Höhe non 200 cm erreichen.

Dracaena hookerana "Latifolia" Ist in der Wuchsform der Dracaena hookerana sehr ähnlich, jedoch verjüngen sich die Blätter der "Latifolia" zum Stamm hin.

Dracaena hookerana "Variegata" hat ebenfalls die gleiche Wuchsform wie die Ursprungsart. Im Gegensatz zu dieser bilden die Blätter aber eine Vielzahl von dünnen, weißen Streifen.

Dracaena lexa

Dracaena lexa bildet einen aufrecht wachsenden, sich manchmal stark verzweigenden Stamm. Die dunkelgrünen Blätter werden etwa 16 cm lang und 3 cm breit.

Dracaena lexa "Variegata" besitzt als junge Pflanze mittelgrüne Blätter mit lindgrünen Rändern. Im Alter färben sich die Blätter dieses Drachenbaum hellgrün und die Ränder gelb. Da diese Sorte zur Kopflastigkeit neigt, sollte man ältere Pflanzen an einem Stab hochbinden.

Dracaena sanderiana ( Bild ansehen )

Dracaena sanderiana wächst als schlanker, aufrecht wachsender Strauch. Dem unteren Teil der Pflanze entwachsen meist zahlreiche Seitentriebe. Die steifen, etwa 25 cm langen und 3 cm breiten Blätter sind dunkelgrün gefärbt und bilden weiße Streifen und Ränder. In Zimmerkultur wird dieser Drachenbaum selten höher als 100 cm.

Dracaena surculosa (godseffiana) ( Bild ansehen )

Dracaena surculosa (godseffiana) wird in Wohnungen in den Sorten "Florida Beauty" und "Kelleri" gepflegt. Diese beiden Sorten verzweigen sich stark, erreichen eine Höhe von etwa 70 cm und einen Durchmesser von 45 cm. An den dünnen Trieben bilden sich die dunkelgrünen, 10 cm langen und etwa 5 cm breiten Blätter mit cremefarbenen Flecken. Die Blätter der Sorte Kelleri sind dickfleischiger, die Flecken auf den Blättern der Sorte Florida Beauty sind großflächig und dicht, so das sie zu einer geschlossenen Fläche verlaufen.

Bilder: Dracaena marginata Tricolour von Toby Hudson, Dracaena deremensis  von KENPEI, Dracaena deremensis "Bausei"" von LucaLuca, Dracaena deremensis "Warneckii"  von KENPEI, Dracaena fragrans von Forest & Kim Starr, Dracaena surculosa 'Milky Way'" von Mokkie lizenziert unter CC BY-SA 3.0, Dracaena fragrans Lindenii von Jerzy Opioła GFDL, Dracaena goldieana von Éduard André - Public Domain, Dracaena ookerana von Toluaye - Public Domain

Standort / Licht

Ein Dracaena pflegt man an einem hellen Standort mit etwas Sonneneinstrahlung am Morgen oder Nachmittag. Die pralle Mittagssonne wird von diesen hübschen Pflanzen nicht gut vertragen. Da die Spitze des Dracaena immer zum Licht hin wächst, sollte man für ein gleichmäßiges Wuchsbild das Pflanzgefäß alle 14 Tage etwas drehen.

Ideal sind nach Osten- oder Westen ausgerichtete Blumenfenster. Auch Südfenster kommen als Standort in Frage, die kräftige Sonne muss hier aber durch Gardinen, vorgestellte Pflanzen oder ähnliches abgeschwächt werden. Dicht vor einem Südfenster wachsende Bäume oder Büsche erfüllen meist die gleiche schützende Funktion, sofern sie nicht die kräftige Mittagssonne direkt durch das Fenster scheinen lassen.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses zur Standartaurüstung eines Pflanzenliebhabers nützliche Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Während der Hauptwachstumszeit wird ein Dracaena reichlich gegossen, der Wurzelballen sollte ständig feucht gehalten werden. Überschüssiges Wasser ist nach dem Gießen aber aus dem Untersetzer zu entfernen, Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Überwintern / Ruheperiode

Zwischen November und Anfang März liegt die Ruheperiode eines Dracaena. In dieser Zeit schränkt man die Wassergaben ein und lässt die oberste Schicht der Erde zwischen den einzelnen Wassergaben etwas antrocknen. Dies erfordert etwas Erfahrung, besonders bei größeren Pflanzgefäßen, denn der Ballen darf nicht durchtrocknen. Falls man sich nicht sicher ist sollte man einen Feuchtigkeitsmesser für Pflanzen verwenden. Dieses praktische und eigentlich unverzichtbare Messgerät ist einfach zu bedienen und man kann es ab ca. 6 Euro bei Amazon bestellen. Dracaena wird während der Ruheperiode nicht gedüngt.

Temperatur

Dracaena ist eine wärmeliebende Pflanze. Die Temperaturen sollten ganzjährig zwischen 19 und 25 °C liegen. Eine Ausnahme bildet nur die Sorte Dracaena draco, welche auch niedrigere Temperaturen bis etwa 10 °C verträgt. Bei allen anderen Sorten beginnen die Blätter bei niedrigen Temperaturen schlaff herabzuhängen und fallen später ab.

Luftfeuchtigkeit

Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist für alle Dracaena sehr wichtig. Nur bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit, 50 bis 65%, entwickeln die Drachenbäume zahlreiche, gesunde und an den Spitzen nicht abgetrocknete Blätter.

Bekommt der Dracaena braune Blattspitzen, so liegt dies meist an zu trockener Luft. Problematisch ist es, wenn die Pflanze während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht. Bei Bedarf sollte man die Luftfeuchte erhöhen, hierfür eignen sich in der Nähe der Pflanze aufgestellte Luftbefeuchter (Über Amazon ab ca. 15 Euro) oder Verdunster für Heizkörper (ab ca. 8 Euro, Amazon). Zusätzlich ist es hilfreich, den Dracaena hin und wieder mit weichem, zimmerwarmem Wasser einzusprühen. Damit die Sprühdüse nicht verstopft verwendet man gefiltertes Regenwasser. Leitungswasser eignet sich nicht so gut, denn es hinterlässt im Laufe der Zeit oft Flecken auf den Blättern.  Am besten funktioniert das Einsprühen mit einem kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze (ab ca. 10 Euro über Amazon). Damit können die Blätter der Pflanze unproblematisch von allen Seiten, auch von unten besprüht werden, ohne den Topf drehen zu müssen. Dies ist bei empfindlichen Zimmerpflanzen wichtig, denn manche reagieren mit Knospen- oder Blattfall auf eine Änderung des Lichteinfalls. Einfache Handsprüher wie sie oft bei Haushaltsreinigern verwendet werden, sind unpraktisch in der Verwendung und gehen meist schnell kaputt.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Vermehren des Dracaena

Einen Dracaena kann man vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätsommer durch Kopfstecklinge, Stammstücke oder Bodentriebe vermehren. Nach Möglichkeit sollten die 8 bis 15 cm langen Kopfstecklinge oder Bodentriebe möglichst jung und noch verhältnismäßig weich sein.

Falls man zur Vermehrung bereits verholzte Stammstücke benutzt möchte, so schneidet man sie in 4 bis 6 cm lange Abschnitte und achte darauf, dass jedes Teilstück mindestens eine Triebknospe besitzt. Die Triebknospen erkennt man an einer leichten Schwellung unter der Rinde. Beim Einsetzten in die Anzuchterde ist auch auf die ursprünglich Wuchsrichtung zu achten. Verkehrt herum eingesetzte Stammstücke wachsen nicht an. Die Stecklinge des Dracaena werden in ein leicht angefeuchtetes Gemisch aus gleichen Teilen Sand und Torf gesteckt. Über das Pflanzgefäß stülpt man einen Plastikbeutel oder man stellt es in einen Anzuchtkasten an einen nicht sonnigen aber hellen Platz. Die Stecklinge müssen die nächsten 5 bis 6 Wochen abgedeckt bleiben und dürfen in dieser Zeit nicht gegossen werden.

Nach der erfolgreichen Bewurzelung nimmt man den Topf aus dem Vermehrungskasten oder entfernt den Plastikbeutel. Der kleine Drachenbaum wird nur sparsam gegossen, zwischen den einzelnen Wassergaben lässt man die oberste Schicht der Erde antrocknen. Nach weiteren 2 bis 3 Monaten kann man die Nachzucht dann in das für den Drachenbaum empfohlene Erdgemisch umtopfen und die Pflanzen wie ausgewachsene Exemplare weiterkultivieren.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege des Dracaena ist ein schwach saurer Boden ph-Wert von 5,5 bis 6,3. Die Pflanzen gedeihen auch in einfacher, handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der ph-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte von 5,5 bis 6,3 liegen. Bei falschem ph-Wert wird sich ein Dracaena nicht gesund entwickeln können.

Der pH-Wert des Bodens ist ein Merkmal des Säure- und Basegehaltes. Die Skala reicht von sehr sauer (pH < 1) über neutral (pH 7,0) bis alkalisch (pH 14).

Vereinfacht ausgedrückt, je tiefer die pH-Wertzahl unter 7,0 liegt, desto saurer ist die Erde. Je höher die pH-Wertzahl über 7,0 liegt, desto basischer (alkalischer) ist die Erde. Werte um die 7 gelten als neutral.

Der pH-Wert und die Auswirkungen auf Pflanzen

Der pH-Wert des Bodens beeinflusst die Verfügbarkeit von Nährsalzen für Pflanzen. Neutrale und alkalische Boden-pH führen zur Bildung von Eisenoxidhydroxid. Diese können von den Pflanzen nicht aufgenommen werden, es entsteht Eisenmangel, auch Chlorose genannt.

Für einen ausgewogenen Nährstoffhaushalt der Pflanzen ist auch Stickstoff von Bedeutung. Stickstoff wird von den Pflanzen in Form der wasserlöslichen Ammoniumionen (NH4+) oder häufiger als Nitration (NO3−) aufgenommen. Ammonium und Nitrat findet man in Böden mit einem pH-Wert von 7 im gleichen Verhältnis. Bei sauren Böden, pH-Wert < 7, überwiegen die NH4+ Ionen. Bei alkalischen Böden, pH-Wert >7 überwiegen die NO3− Ionen.

Pflanzen für saure Böden

Einige Pflanzen können aufgrund der Durchlässigkeit ihrer Wurzelmembranen nur das sich im sauren Boden bildende NH4+ aufnehmen. Diese Pflanzen sind auf saure Böden angewiesen, Substrat im basischen pH-Bereich führt bei diesen Pflanzen zu Mangelerscheinungen.

Pflanzen für basische Böden

Einige Pflanzen können aufgrund der Durchlässigkeit ihrer Wurzelmembranen nur nur das sich im alkalischen Boden bildende Nitrat NO3− aufnehmen. Diese Pflanzen sind auf basische (alkalische) Böden angewiesen, Substrat im sauren pH-Bereich führt bei diesen Pflanzen zu Mangelerscheinungen.

Pflanzen für saure und basische Böden

Die Ansprüche der Pflanzen an den Boden-pH sind geringer, wenn die Wurzelmembranen sowohl Ammonium als auch Nitrat durchlassen. Der Boden pH kann für diese Pflanzen schwach sauer, neutral oder schwach alkalisch sein.

Normale Erdmischungen in einer guten Qualität aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht dauerhaft gewährleistet sind.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man den Dracaena in perfekt abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt. Da das eigene Substrat, im Gegensatz zu einfacher Blumenerde, über einen langen Zeitraum nicht zusammensackt, kann man auf ein jährliches Umtopfen, besonders bei den kleinwüchsigen Arten, verzichten.

Optimale Substratmischung für einen Dracaena

Einen Dracaena pflanzt man mit einem Zusatz von Landerde in ein Torf- oder Humussubstrat mit Zumischung verschiedener Fremdstoffe.

  • 3 bis 5 Anteile Torfsubstrat (Humussubstrat) = herkömmliche Blumenerde
  • 1 bis 2,5 Anteile Ackererde mit Tonanteil
  • 1 Anteil Quarzsand
  • 1 Anteil Bims-Kies, Lavalit, oder Lavagranulat

Der Boden ph-Wert von 5,5 bis 6,3 wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torfsubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Die Landerde (Ackererde mit Tonanteil) muss vor der Verwendung durch Erhitzen sterilisiert werden. Mit einem ph-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert bequem einstellen.

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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Hinweise

Oft werden Dracaena in normaler Torf- oder Blumenerde, vermischt mit einigen Styroporperlen zum Verkauf angeboten. Diese einfache Blumenerde sollte man gegen ein für den Dracaena besser geeignetes Substrat austauschen.

Umtopfen des Dracaena

Die großwüchsigen Sorten der Drachenbäume sollten jährlich in ein etwas größeres Pflanzgefäß mit frischem Substrat umgetopft werden. Bei den kleinwüchsigen Sorten ist ein Umtopfen nur alle 2 bis 3 Jahre erforderlich.

Zum Umtopfen wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Pflanze werden abgeschnitten. Auch lebende Wurzeln können bei Bedarf etwas gestutzt werden. Nach dem Umtopfen schützt man die Pflanzen 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

In der Zeit vom Frühjahr bis zum späten Herbst gibt man dem Dracaena alle 14 Tage einen flüssigen Volldünger in mittlerer Konzentration.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Kürzen / Schneiden des Dracaena

Drachenbäume können sehr groß werden. Wenn es notwendig wird, kann man die Triebspitzen eines Dracaena ruhig kräftig stutzen. Der ideale Zeitpunkt für das Zurückschneiden ist das zeitige Frühjahr.

Der abgeschnittenen Trieb des Dracaena treibt im unteren Bereich aus den schlafenden Augen neu aus. Nach dem Schneiden sollte man deshalb für ideale Kulturbedingungen sorgen und die Pflanzen auch ein wenig düngen. Je idealer die Kulturbedingungen sind, umso zahlreichere Nebenäste wird der Dracaena bilden. Mit etwas Glück bewurzelt sich die abgeschnittene Triebspitze wenn man sie in Anzuchterde, ein Gemisch aus 2/3 Torferde und 1/3 Sand, einsetzt. Um die Erfolgsquote zu erhöhen, empfiehlt es sich jedoch ein Bewurzelungshormon zu verwenden.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Braune, vertrocknete Blätter

Die unteren Blätter eines Dracaena werden im Laufe der Zeit braun, vertrocknen und fallen dann oft von alleine ab. Das ist normal, und solange die Triebspitze regelmäßig neue und gesunde Blätter hervorbringt braucht man sich keine Sorgen zu machen.

Braune, verwelkte, trockene Blattspitzen

Das Schadbild, ein Dracaena bekommt braune Spitzen, ist besonders häufig zu finden. Braune, vertrocknende Blattspitzen an meist langen, schmalen Blättern hat eine der folgenden Ursachen:

  • Die Luftfeuchtigkeit ist zu niedrig
  • Die Erde ist zu trocken (Ballentrockenheit)
  • Ein zu rascher Standortwechsel
  • Durch Berührung beschädigte Blattspitzen, besonders wenn die Blätter der Pflanze in einen Durchgangsbereich hineinragen und im Vorbeigehen ständig gestreift werden.

Gelbe Blätter, weiche gelbe Triebspitzen

Wenn der Dracaena gelbe Blätter bekommt, bzw. die Triebspitzen gelb werden, liegt das oft an einem Wurzelschaden durch zu starkes Gießen oder an Staunässe weil überschüssiges Wasser nicht ablaufen konnte.

 Abhilfe: Den Dracaena austopfen, die Wurzeln reinigen, verfaultes Wurzelgewebe sorgfältig abschneiden und die Pflanze in frische Erde eintopfen. Danach beim Gießen die Pflegeansprüche des Dracaena sorgfältig beachten, die Erde nicht mehr zu stark vernässen. Lassen Sie nach dem Gießen kein überschüssiges Wasser im Untersetzer stehen. Verwenden Sie keine Pflanzgefäße ohne Wasserabzugsloch.

Braune Blattspitzen, vergilbenden Blättern und / oder gelbe, weichen Triebspitzen sind meist eine Folge von mehreren Pflegefehlern. Im schlechtesten Fall kann die gesamte Pflanze daran eingehen. Generell sollte man bei Problemen deshalb alle Fehlermöglichkeiten in Betracht ziehen, Probleme erkennen und beseitigen.

  • Gießt man richtig? Von März bis Oktober reichlich, ohne das Substrat klitschnass zu machen. Von November bis Anfang März weniger gießen, das Substrat darf aber niemals vertrocknen.
  • Passt der Standort? Steht der Dracaena nicht zu dunkel? Steht er in der prallen Sonne? Beides ist nicht gut. Achten Sie auf einen hellen Standort ohne pralle Mittagssonne.
  • Stimmt die Luftfeuchte? 50 bis 65% sind ausreichend. Besonders die Heizperiode ist problematisch. Bei Bedarf sollte die Luftfeuchtigkeit erhöht werden.
  • Bekommt die Pflanze Zugluft ab? Vor allem im Winter kann dies problematisch sein. Ist der Standort in der Nähe eines Fensters, dass zum Lüften regelmäßig geöffnet wird, kann die bei eisigen Temperaturen schnell zu Blattschäden führen.
  • Stimmen die Temperaturen? Zu starke Hitze, neben Heizkörpern, Kaminen oder Öfen bereiten schnell Probleme. Drachenbäume mögen es warm, nicht heiß. Auch niedrige Temperaturen unter 19°C werden nicht dauerhaft vertragen. Nur Dracaena draco, der kanarische Drachenbaum kommt auch mit 10 °C noch zurecht.
  • Ist ein Schädlingsbefall auszuschließen? Kontrollieren Sie den Stamm, die Blattunterseiten, die Blattoberseiten und die Blattachseln. Am besten geht dies mit einer Lupe, so werden auch sehr kleine Schädlinge im Anfangsstadium nicht übersehen.

Schädlinge

Wenn das Substrat des Dracaena austrocknet, wird die Pflanze gerne von Spinnmilben, Schildläusen oder Thripsen heimgesucht. Der Schädlingsbefall kann auch im Winter, besonders bei zu trockener Heizungsluft, auftreten. Ein regelmäßiges Abbrausen oder Besprühen mit lauwarmem Wasser hilft einem Schädlingsbefall vorzubeugen. Vermeiden Sie Ballentrockenheit.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Bilder der Dracaena

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Drachenbaum Dracaena deremensis ' Warneckii'

Dracaena deremensis ' Warneckii'

Foto: KENPEI
Lizenz: GFDL

Drachenbaum Dracaeana fragrans

Dracaeana fragrans

Foto: Louise Wolff
Lizenz: GFDL

Drachenbaum

Dracaena reflexa cv. Song of India

Foto: KENPEI
Lizenz: GFDL

Drachenbaum Dracaena reflexa cv. Song of Jamaica

Dracaena reflexa cv. Song of Jamaica

Foto: KENPEI
Lizenz: GFDL