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Riemenblatt1. Sortenbeschreibungen der Riemenblätter 2. Vermehrung, Umtopfen, Düngen, Hinweise, Schädlinge
Kulturanleitung des Riemenblattes, Teil 2
Vermehrung: Zur Vermehrung eines Riemenblatt verwendet man die Seitensprosse, die aus dem Wurzelballen der Pflanze herauswachsen. Man trennt die Kindl mit einem scharfen Messer vorsichtig an der Ansatzstelle ab. Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung liegt unmittelbar nach dem Abblühen der Blütenstände.
Die zur Vermehrung ausgesuchten Kindel sollten mindestens 20 bis 25 cm lang sein. Man pflanzt die Seitensprosse in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und scharfem Sand. Die jungen Pflanzen bekommen nun einen hellen, aber nicht vollsonnigen Platz. Man gießt die Kindl anfangs nur mäßig, die Erde sollte zwischen den einzelnen Wassergaben etwas abtrocknen.
Sobald die ersten Wurzeln an der Oberfläche der Erde herausgeschoben werden topft man die junge Pflanze in ein größeres Pflanzgefäß mit Komposterde um und behandelt sie wie ein ausgewachsenes Riemenblatt. Nach etwa ein bis zwei Jahren erfolgreicher Kultivierung beginnt das Riemenblatt ihre ersten Blüten zu bilden.
Wer eine Riemenblatt aus Samen vermehrt, sollte sich bis zu fünf Jahren gedulden, bis die Pflanze ihre ersten Blüten bilden.
Erdmischung: Für die Kultivierung des Riemenblatt verwendet man ein Erdgemisch auf Kompostbasis.
Umtopfen: Ein Riemenblatt bildet die meisten Blüten, wenn sie nicht allzu oft umgetopft werden. Man setzt ein Riemenblatt deshalb nur alle 3 bis 4 Jahre in ein größeres Gefäß. Nach dieser Zeit sollte normalerweise der Erdballen bereits fast vollständig durch die kräftig wuchernden Wurzeln verdrängt sein. Beim Umtopfen schüttelt man die alte Erde aus den Wurzeln und füllt dann frische Erde so in den neuen Topf ein, so das die einzelnen Wurzeln möglichst gleichmäßig von Erde umgeben werden. Die Erde sollte vorsichtig, aber trotzdem kräftig angedrückt werden. Wenn die Erde zu locker ist, drücken die kräftig wuchernden Wurzeln das Substrat aus dem Topf heraus.
Da ein Riemenblatt leicht kopflastig wird, sollte man schwerere Tontöpfe als Pflanzgefäß wählen. Da die Pflanzen einige Jahre in derselben Erde bleiben, mischt man beim umtopfen unter die frische Erde einen organisch-mineralischen Volldünger oder einen sogenannten Langzeitdünger als Grunddüngung einarbeiten.
Dünger: Sobald das Riemenblatt damit beginnt seine Blütenschäfte auszubilden, beginnt man mit der Düngung. Alle 14 Tage gibt man einen Flüssigdünger. Im späten Sommer, etwa einen Monat vor Einschränkung der Wassergabe für die Ruhephase, stellt man das Düngen vollständig ein.
Hinweise: Nach dem Verwelken der Blüten bilden sich kleine Früchte. Diese sollte man vorsichtig mit einem scharfen Messer abtrennen, ansonsten wird die Blütenbildung im nächsten Jahr negativ beeinträchtigt. Sobald die Blütenschäfte absterben, entfernt man sie mit einem scharfen Messer.
Krankheiten & Pflanzenschädlinge Der Befall mit Schmierläusen / Wollläusen wird an dem Riemenblatt öfter beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der befallenen Pflanzen zu erkennen. > Schmierläuse bekämpfen / Symptome erkennen
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