Arthritis – Hausmittel der Naturheilkunde
Unter Arthritis versteht man die Entzündung eines (Monoarthritis) oder mehrerer (Polyarthritis) Gelenke. Schmerzlindernde Zubereitungen finden Sie auch auf der Seite zur Behandlung von Rheumatismus. Degenerativer Rheumatismus verursacht bei Bewegung durch das Versteifen und Verformen der Gelenke sehr große Schmerzen.
Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel mit Heilkräutern und Heilpflanzen, die traditionell bei Arthritis angewendet werden.
Rettich: Er wird mitsamt den Blättern als Vorspeise gegessen im Abschnitt „Vorspeise als Nahrungsergänzung“. Zum Rezept
Rettich Chixoy CC BY-SA 3.0
Vorspeise als Nahrungsergänzung
Rettich
Als Mittel zur Behandlung einer Arthritis wird traditionell die Behandlung mit Rettich angepriesen. Man isst bei einer solchen Kur den Rettich mitsamt den Blättern als Vorspeise.
⚠️ Hinweis: Bei bestehenden Gallensteinen ist laut Altmeyers Enzyklopädie von einer Einnahme abzusehen; es können Koliken ausgelöst werden – siehe Sicherheitshinweise.
3 mal täglich, 4 Wochen lang
Kanadisches Berufkraut
Man trinkt 3 mal täglich 40 ml frisch gepressten Saft des Kanadischen Berufkrauts.
2 Tassen täglich, 3 Wochen lang
Von folgenden Anwendungen zur Behandlung einer Arthritis trinkt man täglich 2 Tassen über den Zeitraum von 3 Wochen.
Tee (Aufguss) mit Echtem Sellerie
Man gibt 70 g zerkleinerten Sellerie in 1 Liter siedendes Wasser. Der Tee (Aufguss) muss 10 Minuten ziehen.
ℹ️ Hinweis: Die DFG-Senatskommission empfiehlt, den Verzehr lange gelagerter oder schimmelbefallener Sellerieknollen zu vermeiden – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für den Echten Sellerie »
Absud mit Süßkirschenstielen
Man gibt 60 g Stiele der Süßkirschen in 1 Liter Wasser. Der Absud muss 10 Minuten kochen, danach wird die Flüssigkeit filtriert.
Sicherheitshinweis für die Süßkirsche »
Absud des Echten Seifenkrauts
Man gibt 10 g Wurzeln des Seifenkrauts in 1 Liter Wasser. Der Absud muss 10 Minuten kochen, danach wird die Flüssigkeit sofort filtriert.
Umschläge
Folgende Anwendungen zur Behandlung einer Arthritis legt man als Umschlag auf die schmerzenden Gelenke.
Breiumschlag aus frischen zerdrückten Rizinusblättern
Breiumschlag mit der gekochten Schmerzwurz (zerstoßene Wurzeln)
Kompressen mit Feldthymian
Man gibt 50 g blühende Sprossspitzen des Feldthymians in 1 Liter siedendes Wasser. Der Tee (Aufguss) muss 30 Minuten ziehen, dann tränkt man Kompressen und legt diese auf die schmerzenden Gelenke.
Sicherheitshinweise zu den Pflanzen
Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).
Sicherheit & Toxizität von Raphanus sativus var. niger (Rettich)
Für den Schwarzen Rettich liegt keine Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vor. Eine amtliche Sicherheitsbewertung wurde bei der Recherche nicht gefunden. Die folgenden Angaben stammen aus Altmeyers Enzyklopädie und von apotheken.de und beziehen sich auf die Wurzel und ihren Presssaft. Die Wurzel enthält laut Altmeyers Enzyklopädie Senfölglykoside (Glucosinolate).
ℹ️ Hinweis: Hohe Dosen der frischen Wurzel können laut apotheken.de die Magen-Darm-Schleimhaut reizen – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Bei bestehenden Gallensteinen ist laut Altmeyers Enzyklopädie von einer Einnahme abzusehen; es können Koliken ausgelöst werden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Rettich – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Rettich
Sicherheit von Conyza canadensis (Kanadisches Berufkraut)
Für Conyza canadensis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Berufkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Kanadisches Berufkraut
Sicherheit & Toxizität von Apium graveolens (Sellerie)
Für Sellerie gibt es keine Monographie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA/HMPC). Die folgenden Angaben stammen aus Bewertungen von Sellerie als Lebensmittel: zur Sellerieallergie (Paul-Ehrlich-Institut) und zu Furocumarinen in Sellerieknollen (DFG-Senatskommission zur Beurteilung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Lebensmitteln). Selleriesamen und Selleriekraut als Arzneidroge sind darin nicht gesondert bewertet.
ℹ️ Hinweis: Die DFG-Senatskommission empfiehlt, den Verzehr lange gelagerter oder schimmelbefallener Sellerieknollen zu vermeiden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echter Sellerie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Echter Sellerie
Sicherheit von Prunus avium (Süßkirsche)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Kirschstiele als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung leichter Harnwegsbeschwerden bewertet, zusätzlich zu einer ausreichenden Trinkmenge; unter 18 Jahren sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen. Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Süßkirsche für den Menschen als schwach giftig ein (Frucht, Blatt, Samen).
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat nur die Kirschstiele bewertet – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Süßkirsche – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Süßkirsche (Vogelkirsche): Heilpflanze
Sicherheit von Saponaria officinalis (Gewöhnliches Seifenkraut)
Nach Altmeyers’ Wiedergabe hat die Kommission E die rote Seifenwurzel bei Katarrhen der oberen Luftwege positiv bewertet; selten kann sie den Magen reizen. Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft das Gewöhnliche Seifenkraut für den Menschen als schwach giftig ein, am stärksten in der Wurzel. Für Saponaria officinalis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gewöhnliches Seifenkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Gewöhnliches Seifenkraut: Heilpflanze
Sicherheit von Thymus pulegioides (Feldthymian)
Für Thymus pulegioides liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor; die EU-Monographien zu Thymian gelten nur für Thymus vulgaris und Thymus zygis.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Feldthymian – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Verwandte Hausmittel
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Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Wikipedia - Pflanzenheilkunde
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- Altmeyers Enzyklopädie – Raphani sativi radix (Gallensteine, Inhaltsstoffe) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Rettich)
- apotheken.de – Rettich (Koliken bei Gallensteinträgern, Schleimhautreizungen bei hohen Dosen) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Rettich)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; keine Angaben einer Giftinformationszentrale oder des BfR; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Berufkraut)
- Paul-Ehrlich-Institut: Neue Erkenntnisse zur Sellerieallergie und deren Risiken (Pressemitteilung, 2024) (Häufigkeit, Symptome, Beifußpollen, Kennzeichnungspflicht) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echter Sellerie)
- DFG-Senatskommission (SKLM): Toxikologische Beurteilung von Furocumarinen in Lebensmitteln (Furocumarin-Gehalte, UVA-Fallbericht, Lagerung) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echter Sellerie)
- EMA – European Union herbal monograph on Prunus avium L.; Prunus cerasus L., peduncle (EMA/HMPC/379866/2023) (Final, 20.11.2024; „Traditional herbal medicinal product used for the relief of symptoms associated with minor urinary tract complaints in addition to the general recommendation of a sufficient fluid intake“; unter 18 Jahren „not recommended“; Schwangerschaft/Stillzeit „not recommended“; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Süßkirsche)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Prunus avium: Mensch „weak toxic“; Frucht, Blatt, Samen; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Süßkirsche)
- Altmeyers Enzyklopädie – Saponariae rubrae radix („Kommission E Monographie : Katarrhe der oberen Luftwege“; „Es kann in seltenen Fällen zu einer Reizung des Magens kommen.“; Kommission E nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliches Seifenkraut)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Saponaria officinalis: Mensch „weak toxic“; ganze Pflanze, am meisten in der Wurzel; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliches Seifenkraut)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für Saponaria officinalis; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliches Seifenkraut)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für T. pulegioides; Thymi herba/aetheroleum nur T. vulgaris, T. zygis; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Feldthymian)
Häufige Fragen zur Arthritis
Was versteht man unter Arthritis?
Unter Arthritis versteht man die Entzündung eines (Monoarthritis) oder mehrerer (Polyarthritis) Gelenke.
Welche Beschwerden verursacht degenerativer Rheumatismus?
Degenerativer Rheumatismus verursacht bei Bewegung durch das Versteifen und Verformen der Gelenke sehr große Schmerzen.