Kürbis – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Cucurbita pepo L.
🌿 Kürbis – Auf einen Blick
- Familie: Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
- Herkunft: Neue Welt, seit dem 16. Jahrhundert in Europa
- Verwendung: innerlich und äußerlich
- Wichtig: Wurmbefall ärztlich abklären lassen; Kürbissamen-Präparate laut EMA nicht unter 18 Jahren
Kürbis von David, CC BY-SA 1.0
Steckbrief von Kürbis
| Wissenschaftlicher Name | Cucurbita pepo L. |
|---|---|
| Familie | Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) |
| Verwendung | innerlich und äußerlich |
Der Kürbis (Cucurbita pepo L.) wurde zusammen mit seinem Verwandten, dem Riesenkürbis (Cucurbita maxima Duch.), im 16. Jahrhundert als eines der ersten Gemüse aus der Neuen Welt nach Europa gebracht. Die beiden Kürbisarten sind wässerig und weisen einen geringen Gehalt an Zucker, Eiweiß und Fetten auf. Der Nährwert der Kürbisse ist nur gering. Kürbisse enthalten jedoch die Vitamine A und C, Enzyme und zahlreiche Spurenelemente. Gekocht bereitet man aus dem Kürbis ein schmackhaftes, magenschonendes, wenn auch nicht appetitanregendes Gericht. Der etwas fade Geschmack von Kürbissen wird durch Beigabe von Thymian und frischer Minze verbessert. Kürbissamen wird eine wurmtreibende Wirkung zugeschrieben.
Heilkraft von Kürbis
In der Volksmedizin werden dem Kürbis folgende Eigenschaften zugeschrieben:
- abführend
Abführend (laxierend) nennt man Mittel, die den Stuhlgang bzw. die Darmentleerung fördern.
- erweichend
Erweichend (emollierend) nennt man Mittel, die die Haut weich und geschmeidig machen sollen.
- sedativ
Sedativ bzw. beruhigend heißt, dass Funktionen des zentralen Nervensystems gedämpft werden.
- wurmtreibend
Wurmtreibend nennt man Mittel (Anthelminthika), die gegen Wurminfektionen eingesetzt werden.
Anwendung von Kürbis
Der Kürbis wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Kürbis in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:
- Bandwurm
Überlieferte pflanzliche Hausmittel, die bei Bandwurmbefall genannt werden.
- Darmparasiten
Überlieferte Heilpflanzen, die traditionell bei Darmparasiten eingesetzt werden.
- Nierenentzündung
Hausmittel, die eine ärztliche Behandlung der Nierenentzündung begleiten können.
- Rheumatismus
Wärmeanwendungen und Kräuter, die rheumatische Beschwerden lindern können.
- Verbrennungen
Kühlende Hausmittel für leichte Verbrennungen und die anschließende Hautpflege.
ℹ️ Hinweis: Wurmbefall sollte ärztlich abgeklärt und behandelt werden. Bei Kindern verordnet die Kinderärztin oder der Kinderarzt ein Wurmmittel; zusätzlich sind Hygienemaßnahmen wichtig. Bei Würmern im Stuhl, unerklärlichem Juckreiz am After oder anhaltenden Bauchschmerzen sollte man innerhalb weniger Tage ärztliche Hilfe suchen – siehe Sicherheitshinweise.
Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Gartenkürbis - Wikipedia
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Häufige Fragen zu Kürbis
Woher stammt der Kürbis?
Der Kürbis (Cucurbita pepo L.) wurde zusammen mit seinem Verwandten, dem Riesenkürbis (Cucurbita maxima Duch.), im 16. Jahrhundert als eines der ersten Gemüse aus der Neuen Welt nach Europa gebracht.
Welche Inhaltsstoffe hat der Kürbis?
Die beiden Kürbisarten sind wässerig und weisen einen geringen Gehalt an Zucker, Eiweiß und Fetten auf. Der Nährwert der Kürbisse ist nur gering. Kürbisse enthalten jedoch die Vitamine A und C, Enzyme und zahlreiche Spurenelemente.
Wie schmeckt Kürbis besser?
Der etwas fade Geschmack von Kürbissen wird durch Beigabe von Thymian und frischer Minze verbessert.
Wofür werden Kürbissamen laut EMA verwendet?
Die EMA-Monographie betrifft traditionelle pflanzliche Arzneimittel zur Linderung von Beschwerden der unteren Harnwege bei gutartiger Prostatavergrößerung oder überaktiver Blase, nachdem ärztlich ernste Erkrankungen ausgeschlossen wurden. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird die Anwendung nicht empfohlen.