Wiesenbärenklau - als Heilpflanze verwenden

Wiesen-Bärenklau, auch unter dem Namen Gemeine Bärenklau genannt, ist eine in Europa heimische Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sowohl in dem deutschen und dem lateinischen Namen kommen bestimmte Merkmale dieser besonders auf Wiesen wachsenden Pflanze zum Ausdruck. Die Form der Blätter erinnert an die Tatzen eines Bären, der Gattungsname Heracleum ist von Heracles abgeleitet und bezieht sich auf den kräftigen Wuchs des Wiesenbärenklaus. Wenn der Pflanzensaft unserer Haut in Berührung kommt und diese daraufhin der Sonne ausgesetzt wird, kann es zu einer Hautentzündung, der Wiesendermatitis kommen.

Name: Heracleum sphondylium L.
Pflanzennamen im Volksmund: Gemeine Bärenklau, Wiesen-Bärenklau
Pflanzenfamilie: Doldenblütler (Apiaceae)
Wuchshöhe: 50 bis 150 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Bluthochdruck, Impotenz, Verdauung

Steckbrief / Beschreibung

Auf den von Landwirten genutzten Wiesen gelangt der Wiesenbärenklau meist erst nach der Heuernte und vor dem zweiten Schnitt zur Blüte. Durch eine einseitige Düngung mit Jauche und Stallmist kann der Wiesenbärenklau zur vorherrschenden Pflanze werden. Eine aus der frischen Heilpflanze gewonnene Essenz wird in der Homöopathie bei Verdauungsschwäche und bei Hautleiden eingesetzt.

Je nach Standort wird der zweijährige bis ausdauernde Wiesenbärenklau 50 bis 150 cm hoch. Die aufrechten, kräftigen, gerieften, hohlen Stängel dieser Heilpflanzen sind behaart. Die graugrün gefärbten, großen Blätter des Wiesenbärenklaus sind in große, ungleiche Lappen eingeschnitten. Die Blütezeit dieser Pflanzen liegt zwischen Juni und September. Die weißen Blüten wachsen in Dolden mit 12 bis 40 Strahlen. Der Geruch des Wiesenbärenklaus ist unangenehm, der Geschmack scharf, würzig und unangenehm.

Standort / Hier findet man Wiesenbärenklau

Der Wiesenbärenklau wächst im gesamten europäischen Raum mit Ausnahme der Mittelmeergebiete. Bevorzugte Standorte der Pflanze sind Wiesen und Bergwälder. Man findet den Wiesenbärenklau bis in Höhenlagen von etwa 2500 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Wiesenbärenklau

stimulierend (anregend), aphrodisiakisch, blutdrucksenkend, reguliert die Menstruation, magenwirksam (verdauungsfördernd)

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Wiesenbärenklau die Wurzeln, die Blätter und die Früchte. Gesammelte Pflanzen sollten rasch in der Sonne getrocknet werden.

Inhaltsstoffe des Wiesenbärenklaus

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Furocumarine, ätherisches Öl

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Wiesenbärenklau wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Wiesenbärenklau in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Bluthochdruck, Impotenz, Verdauung

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Bilder des Wiesenbärenklaus

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Wiesenbärenklau, Stängel

Wiesenbärenklau

Stängelanschnitt
Foto: Frank Vincentz
Bestimmte Rechte vorbehalten

Wiesenbärenklau, Blüten

Blüten des Wiesenbärenklaus

Foto: H. Zell
Bestimmte Rechte vorbehalten