Glücksklee pflegen

Glücksklee Oxalis bowiei

Deutscher Name: Glücksklee, Sauerklee
Wissenschaftl. Name: Oxalis
Familie: Oxalidales
Wuchshöhe: 10 bis 20 cm
Verwendung: Blatt- und Blütenschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht

Steckbrief / Beschreibung

Oxalis tetraphylla (syn. Oxalis deppei) ist wohl der bekannteste Glücksklee. Das liegt an seiner Besonderheit nur vierblättrige Kleeblätter zu entwickeln.

Oxalis trinangularis  ist ebenfalls verbreitet. Diese Pflanzen entwickeln dreiblättrige Kleeblätter, die Blattfarben sind grün oder rotbraun. Aus der rübenartig geformten Wurzel und einer sich darüber befindenden Mutterzwiebel bilden sich langstielige, vierzählige, 2 bis 4 cm lange Blättchen.

Der Glücksklee findet auch in der Naturheilkunde Verwendung. Eine weitere Beschreibung finden Sie unter "Der Glücksklee (Oxalis) als Heilpflanze"

Standort / Licht

Der Glücksklee (Oxalis trinangularis) wird ganzjährig an einem hellen, sonnigen Standort gepflegt.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Ein Glücksklee wird gleichmäßig gegossen, die Pflanzen vertragen keine Ballentrockenheit und keine Staunässe.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Aufenthalt im Sommer

Oxalis tetraphylla  gedeiht während des Sommers am Besten im Freien.

Oxalis trinangularis bleibt ganzjährig an einem hellen, nicht zu warmen Platz auf der Fensterbank.

Glücksklee überwintern / Ruheperiode

Im Herbst stellt man Oxalis tetraphylla in einen geschützten Raum und überwintert ihn trocken. Die Pflanze verliert dann ihr Laub. Im Frühjahr werden die Knollen dann frisch ausgelegt, bzw. ähnlich wie die Dahlienknollen ins Beet ausgepflanzt.

Oxalis trinangularis kann ganzjährig an einem hellen, nicht zu warmen Platz auf der Fensterbank gepflegt werden.

Temperatur

Ein Glücksklee verträgt normale Wohnungstemperaturen bis etwa 21 °C. Nach Möglichkeit sollten die Temperaturen nicht unter 11 °C fallen.

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Glücksklee vermehren

Im Frühling wir der Glücksklee  durch Teilung vermehrt werden. Das Einsetzten einzelner Brutzwiebeln funktioniert problemlos. Auch die Vermehrung durch Stecklinge funktioniert bei dem Glücksklee. Abgetrennte Blätter werden mit den Stielen in ein Wasserglas gestellt oder direkt in Anzuchterde gesetzt. Nach etwa  3 bis 4 Wochen werden die ersten Wurzeln sichtbar, die in dem Wasserglas vorgezogenen Pflänzchen des Glücksklees können dann in übliche Blumenerde umgesetzt werden.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ein Glücksklee wird in einer lockeren Blumenerde gepflegt.

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Glücksklee umtopfen

Gegen Ende des Monats April werden die Brutknöllchen gelegt und die Pflanzen bis zum Herbst leicht feucht gehalten. Dann wird das Substrat nicht mehr gegossen. Die Pflanzen ziehen ein. Wer zum Jahreswechsel eine Oxalis als Glücksklee haben möchte, legt mehrere Zwiebeln im September in Töpfe. Diese müssen kühl und hell aufgestellt werden. Bis zum Austrieb wird mäßig gegossen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf des Glücksklees ist schwach bis mäßig.

Oxalis tetraphylla wird im Winter nicht gedüngt, die restliche Jahreszeit (nach dem Austreiben) reicht eine Düngung im Abstand von 3 Wochen.

Oxalis trinangularis wird während der kalten Jahreszeit nur ein- bis zweimal gedüngt. Zwischen März und Oktober düngt man etwa alle 3 Wochen.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die im Handel erhältlichen Glücksklee sind mit Hemmstoffen behandelt um ein kompaktes, buschiges Wuchsbild zu erreichen. So lässt sich der Glücksklee besser verkaufen. Im  Laufe der Zeit lässt die Hemmwirkung nach und die Pflanze verliert das kompakt-buschige Wuchsbild.

An zu lichtschwachen Standorten können die Triebe lang und weich werden.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Glücksklee kaufen oder online bestellen

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Glücksklee Bilder 

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Glücksklee Oxalis enneaphylla

Glücksklee

Oxalis enneaphylla
Foto: Ramin Nakisa
Lizenz: GGFDL

Sauerklee

Glücksklee

Oxalis acetosella
Foto: André Karwath
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