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WaldlilieDie Veltheimia (Waldlilie) gehört zu den zwiebelbildenden Pflanzen mit einem interessant aussehenden Blütenstand. Die großen Zwiebeln dieser Pflanzen werden im späten Sommer gelegt, der Wachstumszyklus einer Waldlilie beginnt im späten Herbst. Anfangs bildet die Zwiebel Blätter aus. Darauf folgt der Blütenschaft mit dicht Reihen, kleiner, zylindrisch geformter Blüten. Im späten Frühjahr beginnt die für die Pflanzen die Ruhezeit, die Blätter beginnen zu vergilben, und im Frühsommer fallen sie dann von der Pflanze ab. Nach einigen Monaten setzt das Wachstum wieder ein.
Veltheimia bracteata wächst mit bis zu 45 cm langen und etwa 10 cm breiten, glänzend, hellgrünen Blättern. Die Blattränder sind leicht gewellt. Der Blütenschaft dieser Waldlilie erreicht eine Länge von bis zu 60 cm. Die Blüten sind purpurrosa gefärbt.
Veltheimia capensis wächst mit bis zu 35 cm langen und etwa 10 cm breiten, kräftig grün gefärbten Blättern Die Blattränder sind stärker gewellt als bei der Veltheimia bracteata. Der rötlich gefleckte Blütenschaft wird etwa 40 cm lang. Die Blüten dieser Waldlilie sind hellrot gepunktet.
Kulturanleitung Waldlilie
Licht: Diese Waldlilien brauchen ganzjährlich einen hellen Standort und einige Stunden tägliche direkte Sonnenbestrahlung. In der freien Natur in Südafrika sind die Pflanzen während der sommerlichen Ruhezeit der sengenden Sonne ausgesetzt.
Gießen: Die frisch gelegten Zwiebeln wässert man anfangs sparsam, die Erde wird nur leicht angefeuchtet. Sobald der erste Austrieb zu erkennen ist beginnt man die Wassergaben langsam zu steigern. Vor der jeweils nächsten Wassergabe wartet man aber bis die obere Erdschicht abgetrocknet ist.
Wenn die Blätter beginnen sich gelb zu färben schränkt man die Wassergaben wieder ein. Sobald alle Blätter abgestorben sind, stellt man das Gießen vollständig ein. Bis zum neuerlichen Austrieb werden die Zwiebeln vollkommen trocken gehalten.
Temperatur: Obwohl die Waldlilie viel Sonnenlicht benötigt, vertragen die Pflanzen während der winterlichen Wachstumszeit keine Wärme. Eine Waldlilie wird nicht blühen, wenn die Temperatur während der Wachstumszeit auch nur 16 °C erreicht. In der Zeit des winterlichen Hauptwachstums stellt man die Pflanzen an einen gut belüfteten, sonnigen Standort mit einer Temperatur von höchstens 13 °C.
Vermehrung: Im Grund der reifen Zwiebel einer Waldlilie entwickeln sich Brutzwiebeln in großer Anzahl. Nach 2 bis 3 Jahren füllen sie mit ihren Blättern das gesamte Pflanzgefäß aus. Zur Vermehrung nimmt man Brutzwiebeln mit mindestens einem Paar Blätter. Im späten Sommer schneidet man eine oder mehrere Brutzwiebeln vorsichtig von der Mutterzwiebel ab und topft gleichzeitig die Mutterzwiebel in nährstoffhaltige Erde um. Die kleinen Brutzwiebeln legt man einzeln in Pflanzgefäße. Als Substrat nimmt man direkt die für erwachsene Pflanzen empfohlene Erdmischung. Nach etwa 3 Jahren erreichen die Zwiebeln ihre blühfähige Größe.
Wer die Waldlilien generativ vermehren möchte, kann die nach der Blüte entstandenen reifen Samen benutzen. Diese keimen recht leicht wenn man sie an einen hellen, etwas sonnigen Platz stellt. Bis zur ersten Blüte benötigen generativ vermehrte Waldlilien 3 bis 4 Jahre.
Erdmischung: Für die Kultivierung der Waldlilie mischt man 2/3 Komposterde mit 1/3 scharfem Sand. Um für einen guten Wasserabzug zu sorgen, legt man als Drainage eine Schicht Tonscherben auf den Topfboden.
Umtopfen: Die Zwiebeln einer Waldlilie werden späten Sommer in ihre Pflanzgefäße gelegt, die Zwiebeln werden etwa zur Hälfte mit Erde abgedeckt. Umzutopfen braucht man die Pflanzen nur alle 2 bis 3 Jahre. Man topft im allgemeinen nur um, wenn man die Pflanze vermehren will und dafür Brutzwiebeln benötigt.
Dünger: Sobald sich die ersten Blätter ausbilden beginnt man einmal pro Monat mit einer kalireichen Volldüngung in schwacher Konzentration. Wenn die Blätter zu vergilben beginnen stellt man die Düngung bis zur nächsten Wachstumsperiode vollständig ein.
Blättern Sie weiter: Sortenbeschreibung & fachkundige Pflege der Veltheimia
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Informieren Sie sich hier über die Grundlagen der Knollen- und Zwiebelpflanzen Grundlagen zur Kultivierung von Zwiebel- und Knollenpflanzen
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