Gartenmelde – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Atriplex hortensis L.

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🌿 Gartenmelde – Auf einen Blick

  • Familie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
  • Wuchshöhe: bis 2,5 m
  • Blütezeit: Juli bis September
  • Verwendung: innerlich und äußerlich

Volksmund: Molkenkraut, Spanischer Salat, Spanischer Spinat, Orache

Gartenmelde (Atriplex hortensis): rotblättrige Form mit dreieckigen, roten Blättern an aufrechten Stängeln

Gartenmelde von Stefan.lefnaer, CC BY-SA 4.0

Steckbrief von Gartenmelde

Steckbrief der Gartenmelde
Wissenschaftlicher Name Atriplex hortensis L.
Familie Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Wuchshöhe bis 2,5 m
Blütezeit Juli bis September
Verwendung innerlich und äußerlich

Die Gartenmelde stammt ursprünglich wahrscheinlich aus Südosteuropa und Westasien. Bereits lange bevor der Spinat (Spinacia oleracea L.) im Mittelalter nach Europa eingeführt wurde, kultivierte man die Gartenmelde als Gemüsepflanze. Heutzutage wird die Gartenmelde als Gemüse jedoch kaum noch verwendet. Kranke Menschen, die an Magen- und Darmblähungen litten, bekamen eine Brühe aus der Gartenmelde und dem Einjährigen Bingelkraut (Mercurialis annua L.). Seit der Jahrhundertwende hat man jedoch die in Gärten und auf Schuttplätzen wachsende Gartenmelde zum unerwünschten Unkraut erklärt.

Gartenmelde erkennt man recht gut an den dreieckigen, blaugrünlich gefärbten, auf der Unterseite kahlen und auf der Oberseite nicht filzig behaarten Blättern. Die geflügelten Samen der Gartenmelde reifen bis zu einer Größe von eineinhalb Zentimeter heran. Der Saft der Gartenmelden enthält viel Vitamin C. Diese wohlschmeckende Pflanze, deren Nährgehalt fast ebenso hoch wie der des Spinates ist, wird völlig zu Unrecht als Unkraut verachtet. Gartenmelde ist weniger bitter als Spinat, die Pflanze wächst rasch und sie ist außerdem unempfindlich gegen Trockenheit.

Heilkraft von Gartenmelde

In der Volksmedizin werden der Gartenmelde folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • erfrischend

    Erfrischend nennt die Volksheilkunde Mittel, die gegen Durst helfen und kühlend wirken sollen.

  • erweichend

    Erweichend nennt man Mittel, die bei einer Verstopfung des Darmtraktes eingesetzt werden.

  • harntreibend

    Harntreibend (diuretisch) heißt, dass die Harnbildung in den Nieren verstärkt und mehr Urin ausgeschieden wird.

Anwendung von Gartenmelde

Die Gartenmelde wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit der Gartenmelde in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:

  • Hautflechte

    Pflegende Kräuteranwendungen, die bei Hautflechte begleitend eingesetzt werden.

  • Verbrennungen

    Kühlende Hausmittel für leichte Verbrennungen und die anschließende Hautpflege.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Gartenmelde - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Gartenmelde

Woher stammt die Gartenmelde?

Die Gartenmelde stammt ursprünglich wahrscheinlich aus Südosteuropa und Westasien.

War die Gartenmelde früher ein Gemüse?

Bereits lange bevor der Spinat (Spinacia oleracea L.) im Mittelalter nach Europa eingeführt wurde, kultivierte man die Gartenmelde als Gemüsepflanze.

Woran erkennt man die Gartenmelde?

Gartenmelde erkennt man recht gut an den dreieckigen, blaugrünlich gefärbten, auf der Unterseite kahlen und auf der Oberseite nicht filzig behaarten Blättern.

Wie schmeckt die Gartenmelde?

Gartenmelde ist weniger bitter als Spinat, die Pflanze wächst rasch und sie ist außerdem unempfindlich gegen Trockenheit.

Wie wird die Gartenmelde angewendet?

Die Gartenmelde wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet.