Meisterwurz - als Heilpflanze verwenden

Meisterwurz

Meisterwurz

Name: Peucedanum ostruthium (L.) Koch
Pflanzennamen im Volksmund: Kaiserwurz, Magistranz
Pflanzenfamilie: Doldenblütler (Apiaceae)
Wuchshöhe: 30 bis 100 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Appetit, Blähung, Haut, Insektenstich

Steckbrief / Beschreibung

Die Meisterwurz wächst in hohen, dichten Staudengruppen. Der stark aromatische Geruch dieser Pflanzen erinnert an Sellerie und Möhren. Der Trivialname Meisterwurz soll wohl auf die Heilkräfte dieser Pflanzen hinweisen. Im Mittelalter nannte man die Pflanze Magistrantia. Der lateinische Artname, ostruthium, wird zum ersten Mal im 16. Jahrhundert erwähnt. Seither wurde die als Heilpflanze gerne verwendete Meisterwurz auch häufig in Gärten angepflanzt. Die meisten Vorkommen dieser Pflanze in den tieferen Lagen dürften heute von solchen alten Anpflanzungen abstammen.

Als Gartenpflanze ist die Meisterwurz jedoch weitgehend aus der Mode gekommen. Meisterwurz genoss in der Vergangenheit einen sehr guten Ruf als Heilpflanze. Auszüge von ihr waren im 17. Jahrhundert im Orvietan enthalten, einem aus vierundfünfzig verschiedenen Kräutern zusammengesetzten Allheilmittel. Die Meisterwurzen galten auch als wirksames Mittel bei Vergiftungen und zur Behandlung von Hundebissen. Aus der Wurzel der Pflanzen wird ein Schnaps gebrannt, der in manchen Gebirgsgegenden als Magenstärkungsmittel sehr beliebt ist. Außerdem findet die Meisterwurz auch bei der Herstellung von Kräuterkäse Verwendung. Als Speisezusatz regt die Meisterwurz den Speichelfluss an.

Stängel und Blätter: Je nach Standort wird die ausdauernde Meisterwurz 30 bis 100 cm hoch. Die runden, grünen, aufrecht wachsenden Stängel sind gestreift, hohl und beblättert. Die Blätter der Meisterwurz sind beidseitig grün, die unteren mit 3 bis 9 großen, dreieckigen, gelappten und gezähnten Abschnitten. Die oberen Blätter sind kleiner, mit bauchiger Scheide und häufig rötlich gefärbt.

Blüten: Die Blütezeit der Meisterwurzen erstreckt sich von Juni bis in den August. Die weißen oder rosafarbenen Blüten wachsen in großen, flachen Dolden aus 20 bis 42 schlanken, ungleichen Strahlen. Die Blüten besitzen keine Hüllblätter.

Wurzeln: Der braune, geringelte, milchsaftbildende Wurzelstock einer Meisterwurz treibt Ausläufer.

Geschmack und Geruch: Der Geruch einer Meisterwurz ist stark aromatisch, der Geschmack der Pflanzen ist scharf und etwas bitter.

Standort / Hier findet man Meisterwurz

Die Meisterwurz wächst im Mittelmeergebiet und in den Alpen. Die Pflanze bevorzugt feuchte Wiesen und Waldlichtungen. Man findet die Meisterwurzen bis in Höhenlagen von 2200 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Meisterwurz

appetitanregend, auswurffördernd, magenwirksam (verdauungsfördernd)

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von der Meisterwurz den Wurzelstock. Gesammelte Wurzelstöcke werden zum Trocknen im Schatten in feine Scheiben geschnitten.

Inhaltsstoffe der Meisterwurz

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Ätherisches Öl, Cumarinabkömmlinge, Harz, Kautschuk

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Meisterwurz wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit der Meisterwurz in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Appetit, Blähung, Haut, Insektenstich

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Bilder der Meisterwurz

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Meisterwurzblüte

Blüte der Meisterwurz

Peudecanum ostruthium
Foto: H. Zell
Bestimmte Rechte vorbehalten

Meisterwurz

Meisterwurz

Peudecanum ostruthium
Foto: H. Zell
Bestimmte Rechte vorbehalten

Peucedanum ostruthium, Meisterwurz

Meisterwurz

Peucedanum ostruthium
Foto: Meneerke bloem
Bestimmte Rechte vorbehalten