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Glockenblume
Aus der großen Gattung Campanula (Glockenblumen) ist die Art Campanula isophylla als Zimmerpflanze besonders
oft anzutreffen. Die Glockenblume ist
eine leicht zu kultivierende Blütenstaude mit dünnen, hängenden
Trieben. Ihre kleinen, hellgrünen, herzförmigen und an den
Rändern gezähnten
Blätter sind ziemlich brüchig. Abgebrochene Triebe
der Glockenblume sondern einen weißlich gefärbten Milchsaft ab, der einen
kräftigen, angenehmen Geruch ausströmt. Die
sternförmigen, glockenartigen Blüten der Pflanzen entspringen den
Blattachseln. Die Blüten erreichen eine Größe von 2 bis 4 cm und sind normalerweise
hellblau gefärbt.
Unter den Glockenblumen gibt es aber auch eine Sorte
mit weißen Blüten, Campanula "Alba"
Die
Sorte Campanula "Mayi" bildet haarigee Blättern und dunkelblaue Blüten.
Campanula sophylla ist eine ideale Pflanze für Pflanzenampeln
oder erhöht
aufgestellte solitäre Töpfe.
Bild: Glockenblume (Campanula barbata)
Foto:
Stéphane TASSON
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Die schlanken Triebe der
Glockenblume werden bis
zu 35 cm lang und hängen leicht herab. Die Blüten der
Glockenblume treten bei normaler Kultivierung vom frühen Sommer bis
zeitigen Herbst auf und werden oft so
zahlreich, dass das Laub der Pflanzen fast vollkommen verdeckt
wird. Verblühte Blüten werden entfernt, dadurch wird die
Blühzeit der Glockenblume verlängert. Zu Beginn des Winters
schneidet man die Triebe der Pflanzen bis nahe an
die Basis zurück.
Kulturanleitung Glockenblume
Licht: Glockenblumen benötigen kein
direktes Sonnenlicht. Man sollte die Pflanzen aber an einen
hellen Standort stellen, dadurch fördert man
dichten Wuchs und reichen Blütenansatz.
Gießen: Die Glockenblume benötigt permanent
Feuchtigkeit. In der Hauptwachstums- und
in der Blühzeit gießt man die Pflanzen so reichlich, dass der Topfballen stets
leicht feucht
ist. Auch während der
Winterruhe gibt man den Pflanzen etwa alle 14 Tage etwas
Wasser, die oberste Schicht der Erde kann aber zwischen den
Wassergaben leicht antrocknen.
Temperatur: Da die Blüten der Glockenblumen bei zu viel
Wärme sehr schnell verwelken, stellt man die blühenden Pflanzen an
einen möglichst kühlen Platz. Bei Temperaturen über 19 °C wird
die Luftfeuchtigkeit erhöht, indem man den Topf der Glockenblume in
eine wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine stellt. Alternativ
kann man das Pflanzgefäß in feuchten
Torf einsenken und die Pflanzen hin und wieder mit weichem Wasser besprühen. Im Winter
benötigen die Pflanzen eine Ruheperiode bei niedrigen Temperaturen
Der ideale Temperaturbereich liegt zwischen 5 und 8 °C, keinesfalls jedoch
sollte die Temperatur über 10 °C steigen. Wenn eine Glockenblume
verblüht ist, kann man die Pflanze sofort in die Ruheperiode
überleiten. Höhere Wintertemperaturen verhindern meist die
nächstjährige Blüte der Glockenblume.
Bild: Glockenblume (Campanula alliariifolia)
Foto: Kurt Stueber Lizenz:
GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Vermehrung: Zu Beginn des Frühjahres schneidet man
8 cm lange Kopfstecklinge mit mindestens
drei oder vier Blattpaaren von der Mutterpflanze ab. Man sollte
dabei vorsichtig sein, denn die Triebe und Blattstiele der
Glockenblume sind
sehr brüchig. Die Schnittflächen der Stecklinge werden in ein Bewurzelungshormon
getaucht, das fördert die Kallus- und Wurzelbildung. Danach gibt
man die Stecklinge ca. 1,5 cm tief in ein gut angefeuchtetes
Gemisch aus gleichen Teilen Torf und scharfem Sand. Man deckt den Topf mit Plastikbeuteln ab und stellt
die Stecklinge an einen hellen Ort mit Temperaturen um 20 °C. Nach
etwa 20 Tagen
haben die Stecklinge der Glockenblume Wurzeln ausgebildet und
können in
einen Topf mit normaler Kulturerde umgesetzt werden. Nachdem die
jungen Glockenblumen weitere zwei bis drei Wochen mäßig gegossen
wurden, kann man die Pflanzen wie ausgewachsene
Exemplare weiterkultivieren.
Alternativ kann man zur
Vermehrung auch größere Pflanzen teilen. Die
Teilung der Glockenblume ist aber nicht immer so erfolgreich wie die
Vermehrung durch Stecklinge, die Stämme der älteren Pflanzen sind
oftmals ziemlich holzig. Möchte man eine ältere Glockenblume dennoch
teilen, zertrennt man den Wurzelstock der Pflanze in mehrere Teilstücke und
schüttelt die alte Erde möglichst vollständig aus. Danach setzt
man die einzelnen Teilstücke mit frischer Erde in die neuen
Pflanzgefäße.
Erdmischung: Für die Kultivierung von
Glockenblumen nimmt man handelsübliche Blumenerde.
Umtopfen: Am besten ist es, im
Frühjahr einige bereits bewurzelte Stecklinge in einen kleinen Topf
zu stecken. Sobald an der Erdoberfläche die Wurzeln der Pflanze hervortreten, werden die
Glockenblumen in etwas
größere Töpfe umgesetzt. Zum Bepflanzen von Blumenampeln nimmt man
mehrere Pflanzen um einen dichten, buschigen Wuchs zu zeigen. Da die blauen und die weißen Sorten
der Glockenblume zur gleichen Zeit blühen,
kommen sie gemeinsam in einer Blumenampel besonders hübsch zur Geltung.
Dünger: Gut wachsende Pflanzen die den Topf
durchwurzelt haben düngt man alle 14 Tage mit einem Flüssigdünger.
Während der Blütezeit setzt man das Düngen mit einem speziellen
Blühdünger fort.
Hinweise: Obwohl alle Arten der
Glockenblume viel
Feuchtigkeit benötigen, können Pilzkrankheiten - besonders der
Grauschimmel auftreten. Die passiert sehr schnell, wenn die Topferde
verwässert oder die Luftfeuchtigkeit permanent zu hoch ist. Gegen
die Pilze an den Pflanzen
kann man mit einem Fungizid vorgehen. Gleichzeitig sollte die
Pflanze etwas trockener und bei geringerer Luftfeuchtigkeit
kultiviert
werden.

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Deutscher Name: Glockenblume
Wissenschaftl. Name: Campanula
Familie: Campanulaceae

Bild: Glockenblume (Campanula grossekii)
Foto:
Kurt Stueber
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Bild: Glockenblume (Campanula thyrsoides)
Foto:
Thomas Mathis
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Bild: Glockenblume (Campanula garganica)
Foto:
Jean-Jacques_MILAN
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Bild: Glockenblume (Campanula punctata)
Foto: KENPEI Lizenz:
GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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