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deutsche Pflanzennamen: Sabalpalme Sagopalmfarne Sauerklee Saumfarn Sägepalme Säulenkaktus Schamblume Scheidenblatt Scheinrebe Schildfarn Schiefblatt Schiefteller Schlangenbart Schlangenkaktus Schleuderblumen Schönmalve Schönpolster Schraubenbaum Schusterpalme Schwertfarn Segge Silberkerze Silbernetzblatt Simse Sperrstrauch Spindelstrauch Springkraut Steckenpalme Steinbrech Steineibe Sternkaktus Strauchveronika Strahlenaralie Streifenfarn
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SaumfarnDie große Gattung der Pteris (Saumfarn) umfasst etwa 290 bekannte Arten. Bei diesen Farnen entwachsen den kurzen, unterirdischen Rhizomen büschelartig die Farnwedel. Diese wachsen anfangs aufrecht und neigen sich dann bei älteren Wedeln mit den Spitzen nach unten. Manche Saumfarne haben sterile, kurze Wedel und lange fruchtbare Wedel. Diese fruchtbaren Farnwedel bilden an der Blattunterseite Sporenkapseln.
Einige Arten der Saumfarne besitzen aber nur einen Typ von Wedeln, der Farn ist dann entweder steril oder fruchtbar. Bei allen fruchtbaren Wedeln sind die Sporenkapseln durch die Blattfiedern, manchmal auch durch die kleinen Fiederblättchen, geschützt, indem der Farn den Rand seiner Blätter nach unten umschlägt. Aus diesem Grund sehen die fruchtbaren Wedel der Saumfarne stets glattrandig aus, selbst wenn sie gezahnt sind.
Pteris cretica - Dieser Saumfarn bildet nur eine Art von Wedeln, die etwa 30 cm lang und 20 cm breit sind. Die Färbung seiner Wedel reicht von hell- bis mittelgrün. Die etwa 20 cm cm langen Stiele der Farnwedel sind dunkel bis schwarz. Ein Wedel dieses Saumfarn bildet beiderseits zwei bis sechs gegenständig wachsende Seitenfiedern, von denen die sterilen Fiedern breiter und schwach gesägt sind. Alle Fiedern der Farnblätter sind lanzettlich, bis zu 15 cm lang und etwa 2 cm breit. Das Ende der Fiedern ist spitz zulaufend.
Pteris cretica "Albo-Lineata" bildet breitere Fiedern mit einem hellen Streifen in der Blattmitte. Die Wuchsform und die Größe entspricht dem Pteris cretica.
Pteris ensiformis bildet zwei Arten von Farnwedeln. Die an ca. 15 cm langen Stielen sitzenden fruchtbaren Wedel sind frischgrün, schmal-dreieckig geformt und erreichen eine Länge von etwa 30 cm bei einer Breite von etwa 20 cm. Die Farnblätter sind in bis zu 10 Fiederpaare mit 12 cm Länge und 6 mm Breite unterteilt. Die sterilen Wedel dieser Saumfarne sind ebenfalls dreieckig geformt, aber nur 18 bis 20 cm lang und 13 bis 15 cm breit. Die Stiele sind mit etwa 10 cm etwas kürzer als die der fruchtbaren Wedel. Bei den fruchtbaren und den unfruchtbaren Wedeln des Pteris ensiformis sind die Blattfiedern manchmal nochmals in kleine Fiederblätter unterteilt.
Pteris ensiformis "Victoriae" hat weißlich gebänderte Blätter, die Wuchsform und Größe entspricht der des Pteris ensiformis.
Pteris tremuia - australischer Saumfarn wächst meist schneller und wird größer als die beiden vorhergenannten Arten. Pteris tremuia bildet nur eine Art von Wedeln, die gelbgrün gefärbt, dreieckig geformt und bis zu 70 cm lang und 35 cm breit werden können. Die mittelgrünen Stiele dieses Farns werden bis zu 35 cm lang. Unterteilt sind die Farnwedel des Pteris tremuia in meist 4 linealisch geformte Fiederpaare mit etwa 18 cm Länge und 6 cm Breite. Diese Fiederpaare sind abermals unterteilt in kleine Fiederblättchen. Bei den reifen Wedeln dieser Farne sieht der scheinbar glatte Saum dunkel gefärbt aus, weil dort die zahlreichen braunen Sporenkapseln sitzen.
Kulturanleitung Saumfarn
Licht: Der Saumfarn benötigt einen hellen Standort ohne Sonneneinstrahlung. Die zarten Wedel der Saumfarne müssen vor dem direktem Sonnenlicht geschützt werden. Hat man nur ein sonniges Fenster als Standort zur Verfügung, so hilft die Abschattung mit einem leichtem Vorhang oder einer etwas größeren, abschattenden Pflanze.
Gießen: Heranwachsende Saumfarne werden reichlich gegossen. Der Ballen muss permanent feucht sein. Nach dem Gießen sollte überschüssiges Wasser aus den Untersetzern entfernt werden, Staunässe ist auf jeden Fall zu vermeiden. Falls die Temperaturen unter 16 °C sinken, gießt man die Saumfarne nur noch mäßig und lässt die oberste Erdschicht des Topfballens zwischen den einzelnen Wassergaben leicht antrocknen.
Temperatur: Die Saumfarne lassen sich gut bei normalen Wohnungstemperaturen kultivieren. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit sollte man das Pflanzgefäß in einen mit Wasser und Kieseln gefüllten Untersetzter stellen.. Die untere von den Farnen dieser Gattung noch gut zu vertragende Temperatur liegt bei etwa 13 °C.
Vermehrung: Am erfolgreichsten vermehrt man den Saumfarn zu Beginn des Frühjahres durch Teilung der Wurzelstöcke. Jedes Teilstück sollte mindestens 4 bis 5 Wedel besitzen. Nach der Teilung kann man die einzelnen Teilstücke direkt in das für diese Farne empfohlene Erdgemisch pflanzen.
Die Farne bilden so zahlreich Sporen aus, dass sich junge Saumfarne oft in den Töpfen benachbarter Pflanzen ansiedeln. Diese winzigen Saumfarne kann man vorsichtig ausgraben und in eigene Pflanzgefäße setzten. Die Vermehrung der Farne durch Sporen ist auch in üblicher Weise möglich.
Erdmischung: Für die Kultivierung eines Saumfarn verwendet man am besten eine Mischung aus Komposterde und grobem Torf.
Umtopfen: Wenn die Wurzeln des Saumfarn das alte Pflanzgefäß vollständig ausgefüllt haben, setzt man die Pflanzen in größere Gefäße oder teilt sie in mehrere einzelne Exemplare. Dabei wird das Rhizom nur knapp unter die Erde gelegt. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr.
Dünger: Die Saumfarne werden alle 4 Wochen mit Flüssigdünger in schwacher Konzentration gedüngt. Je torfhaltiger das Substrat ist, umso öfter sollte man in schwacher Konzentration düngen. Zu hohe Düngerkonzentrationen sind zu vermeiden, denn sie versalzen die Erde und schaden der Pflanze.
Hinweise: Ältere, unansehnlich gewordene äußere Farnwedel kann man abschneiden. Bald entwickeln sich junge Wedel an den zahlreichen Vegetationspunkten des Rhizoms.
Krankheiten & Pflanzenschädlinge: Farne neigen zum Befall mit Blattälchen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Nematoden / Fadenwürmern kontrollieren. Hier geht es weiter im Pflanzenlexikon:Sägepalme |