Erfolgreiches pflegen der Fittonia

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Zimmerpflanzen | «Fittonia»
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Fittonia

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Pflanzenlexikon F - Fittonia

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Fittonia

Die aus den tropischen Regenwäldern stammenden Fittonien sind kleinblättrig, mit einem flachem, niedrigem Wuchsbild. Die an kurzen Stielen gegenständig wachsenden 4 bis 12 cm langen Blätter sind rundlich oval und Spitz zulaufend. Das sich auf den Blättern bildende filigrane Netz aus bunten Adern ist ein besonderes Merkmal der Fittonia.

Fittonien sind in Zimmerkultur nicht ganz leicht zu kultivieren, die Pflanzen wachsen am besten bei möglichst konstanten Temperaturen, einer hohen Luftfeuchtigkeit, einem hellen Standort, jedoch ohne direkte Sonnenbestrahlung. Fittonien benötigen stets ausreichend Feuchtigkeit, aber Staunässe führt unweigerlich zur Fäulnis der Wurzeln und zum absterben der Pflanzen.

Fittonia gigantea ist mit bis zu 79 cm Höhe und bis zu 10 cm langen Blättern die größte der Fittonia Arten. Die dunkelgrünen Blätter haben eine karminrote Färbung.

Fittonia verschaffeltii hat etwa 5 cm lange, olivgrüne Blätter mit einem filigran gezeichneten  Adernetz.

Die Sorte Fittonia verschaffeltii "Argyroneura" hat ähnliche geformte Blätter, die Äderung ist jedoch feiner und silberfarben.

Kulturanleitung Fittonia:

Licht: In der Zeit des Hauptwachstums bekommen die Fittonien an einen möglichst hellen Platz direkt an einem Fenster. Da Sonnenlicht die Blätter beschädigt sind die Pflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Im Winter ist die Sonnenintensität wesentlich schwächer und die Pflanzen vertragen während dieser Zeit auch etwas Sonnenbestrahlung ohne Schaden zu nehmen.

Gießen: Das Gießen einer Fittonia bedarf einiger Erfahrung im Umgang mit Zimmerpflanzen. Die Fittonia wird regelmäßig gegossen. Die Erde sollte immer leicht feucht sein. Wenn man eine Fittonia zu trocken kultiviert, rollen sich die Blätter der Pflanze ein und fallen ab. Ist die Erde der Fittonia jedoch zu nass, so entsteht sehr schnell Stengel- und Wurzelfäule, die Pflanze stirbt ab.

Temperatur: Die Idealtemperatur zur Kultivierung einer Fittonia beträgt etwa 18 °C. Die untere Temperaturgrenze für diese Pflanzen liegt bei etwa 13 °C. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, stellt man die Pflanzgefäße in wassergefüllte Schalen auf eine Schicht Kieselsteine. Die Blätter der Fittonia sollten regelmäßig mit weichem, zimmerwarmem Wasser eingesprüht werden.

Vermehrung: Die Fittonia kann man gut mit Kopfstecklingen vermehren. Man setzt den Steckling in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand. Über das Pflanzgefäß stülpt man einen Plastikbeutel oder man stellt es in einen beheizten Vermehrungskasten an einen nicht sonnigen aber hellen Platz. Zur Bewurzelung benötigen die Fittonien eine Mindesttemperatur von 17 °C. Das Substrat wird bis zur Bewurzelung, die sich durch den ersten neuen Austrieb zeigt, nur schwach gegossen, die Anzuchterde sollte nur leicht feucht sein.

Man wartet bis die Pflanze sich kräftig bewurzelt hat und topft die Stecklinge dann in Gruppen von 3 bis 6 Exemplaren in ein größeres Pflanzgefäß mit dem empfohlenen Erdgemisch um.

Alternativ kann man die Fittonia durch Absenken der Triebe vermehren. Hierfür gibt man ein Gemisch aus torfhaltige Erde und scharfem Sand in eine Pflanzschale. Der Topf mit der Fittonia wird mittig in diese Schale versenkt. Nun zieht man die Spitzen der Triebe über das Pflanzgefäß und achtet darauf, dass diese mit der Anzuchterde in Berührung kommen. Um die Triebspitzen auf der Anzuchterde zu fixieren, kann man zusammengebogene Stripes von Gefrierbeutel oder kleine Plastikklammern benutzen. Nach einiger Zeit bilden die Triebe Wurzeln in dem neuen Substrat, nun kann man bewurzelten Triebspitzen von der Mutterpflanze abschneiden. Nach weiteren zwei bis drei Wochen kann man schließlich mehrere junge Pflanzen in das empfohlene Erdgemisch im endgültigen Pflanzgefäß zusammensetzen.

Erdmischung: Für die Kultivierung der Fittonia verwendet man eine Mischung aus Torferde, Humuserde und ein wenig Sand. Wichtig ist eine lockere Beschaffenheit des Gemischs, um Staunässe vorzubeugen. Durch das einbringen einer Schicht Tonscherben auf dem Topfboden sorgt man für eine gute Drainage.

Umtopfen: Die Fittonia muss nur selten umgetopft werden. Da die Pflanzen ein flaches Wurzelwerk ausbilden, sind flache Schalen oder halbhohe Töpfe für die Kultivierung gut geeignet, Junge Pflanzen oder bewurzelte Stecklinge der Fittonia setzt man in Gruppen von 6 bis 8 Pflanzen in das neue Gefäß.

Dünger: Vom Herbst bis zum Frühjahr düngt man alle 14 Tage mit Flüssigdünger in mäßiger Konzentration.

Hinweise: Durch ein regelmäßiges Entfernen der Triebspitzen fördert man die Ausbildung von Seitentrieben und damit ein schönes, buschiges Wachstum. Da die Fittonia nach einigen Jahren aber nicht mehr schön aussieht, sollte man rechtzeitig aus Kopfstecklingen neue, junge Pflanzen heranziehen.

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